Coronavirus in Baden-Württemberg

Beschäftigte der Tübinger Uniklinik schreiben Brief gegen Impfpflicht

Tübinger Impfstoff-Studie: Ein Arzt führt vor, wie er eine junge Frau gegen Corona impft.
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Rund 300 Beschäftigte des Tübinger Uniklinikums haben sich mit einem Brief an den Vorstand gegen eine berufsbezogene Impfpflicht gewandt (Symbolbild).

Am Tübinger Uniklinikum wehren sich Angestellte gegen eine Impfpflicht in ihrem Beruf. Sie wollen sich nicht impfen oder boostern lassen.

Tübingen (dpa/lsw) - Rund 300 Beschäftigte des Tübinger Uniklinikums haben sich mit einem Brief an den Vorstand gegen eine berufsbezogene Impfpflicht gewandt. «Um welche Berufsgruppen es sich handelt, ist nicht zweifelsfrei festzustellen, da viele Personen nicht ihren Namen, sondern nur die Einrichtung angegeben haben», teilte eine Sprecherin der Uniklinik am Donnerstag mit. Sie stammten demnach aus unterschiedlichsten Einrichtungen des Klinikums. Laut SWR wollen sie sich nicht impfen oder boostern lassen. Unter anderem seien sie wegen Impfdurchbrüchen und Mutationen nicht mehr vom Schutz der Impfung überzeugt, hieß es. Insgesamt sind mehr als 10 000 Menschen am Uniklinikum beschäftigt.

Aktuell wird am Uniklinikum nach Angaben der Sprecherin der Impf- beziehungsweise Genesenenstatus aller Mitarbeitenden abgefragt. «Daher können wir aktuell noch keine Aussage dazu treffen, wie viele Beschäftigte geimpft sind.» In der Pflege gehe man von einer Impfquote von rund 90 Prozent aus. Zum Stichtag 15. März sollten die geforderten Daten an das Gesundheitsamt übermittelt werden.

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