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Bericht: 300 Mitglieder der Neuen Rechten im Südwesten organisiert

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Ein Luftballon mit dem Logo der AfD.
Neben den eigenständigen Strukturen verfüge die AfD-Jugendorganisation «Junge Alternative» (JA) sowie die eigentlich formell aufgelöste AfD-Gruppierung «Der Flügel» über eigenständige Strukturen im Südwesten. © Marcus Brandt/dpa

Einem Zeitungsbericht zufolge sollen mehr als 300 Menschen in Baden-Württemberg bei den „Neuen Rechten“ organisiert sein, einem Netzwerk von rechtsextremen und rechtskonservativen.

Stuttgart (dpa/lsw) - In Baden-Württemberg gibt es einem Zeitungsbericht zufolge mehr als 300 Menschen, die in eigenständigen Strukturen der sogenannten Neuen Rechten organisiert sind. Das berichten die «Badischen Neuesten Nachrichten» am Dienstag unter Berufung auf die Antwort einer Landtagsanfrage der Grünen. Den Angaben zufolge rechnet der Landesverfassungsschutz dabei rund 100 Menschen der «Identitären Bewegung» zu. Zudem verfüge die AfD-Jugendorganisation «Junge Alternative» (JA) sowie die eigentlich formell aufgelöste AfD-Gruppierung «Der Flügel» über eigenständige Strukturen im Südwesten.

Die rechtsextremistischen Identitären im Land hätten dem Papier zufolge in den vergangenen zwei Jahren 44 Gruppen-Aktionen organisiert wie etwa Plakatierungen, Teilnahme an Demonstrationen oder Aktivistenwochenenden. Dabei offenbare sich eine Änderung der Strategie: «Lokale Gruppierungen sollen künftig eigenständiger handeln und auf anonymen Blogs über ihre Aktionen berichten», zitiert die Zeitung aus der Antwort. Laut Innenminister Thomas Strobl (CDU) seien die Online-Auftritte der Bewegung sehr dynamisch. Das Innenministerium betont zudem, dass Akteure der JA Baden-Württemberg seit Ende 2021 verstärkt an Kundgebungen gegen eine Impfpflicht teilnähmen.

Unter den «Neuen Rechten» werden Netzwerke von Akteuren und Organisationen verstanden, in denen rechtsextreme bis rechtskonservative Kräfte gebündelt sind.

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