Landeskonferenz im Herbst

Beauftragte: Hochschulen sollen Geschlechter sprachlich gleichstellen

Der Bundespolizist Manfred Ludwig hält in einer Fünften Klasse der Grund- und Mittelschule einen Vortrag.
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Gendergerechte Sprache ist auch in Schulen im Land ein Thema. (Symbolbild)

Die Hochschulen und Universitäten in Baden-Württemberg begeben sich auf den Weg zu sprachlicher Gleichstellung der Geschlechter.

Konstanz (dpa/lsw) - Die Hochschulen im Südwesten machen sich auf den Weg zu sprachlicher Gleichstellung der Geschlechter. Darum bemüht sich die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten, die im Herbst Empfehlungen für alle Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Musikhochschulen veröffentlichen will. «Wir wollen damit eine positive Haltung zur Förderung der Vielfalt verdeutlichen und alle Geschlechter integrieren», sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Konstanz, Marion Woelki, die die etwa 25-köpfige Landeskonferenz leitet.

Die Hochschulen sollen sich in ihrer internen und externen Kommunikation an den Empfehlungen orientieren. Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Studierenden sind die Vorschläge nicht verpflichtend.

Landeskonferenz will im Herbst Stellschrauben für inklusive Sprache vorstellen

Die Landeskonferenz will in ihren Empfehlungen Stellschrauben für inklusive Sprache vorstellen: geschlechtsneutrale Formulierungen und typographische Sonderzeichen. Letztere kommen immer dann zum Einsatz, wenn eine geschlechtsneutrale Formulierung nicht möglich ist oder geschlechtliche Vielfalt explizit benannt werden soll. Optionen sind das Gendersternchen (Kolleg*in), der Doppelpunkt (Professor:innen) und der Unterstrich (Einwohner_innen). In der gesprochenen Sprache kann der Effekt durch eine Pause im Wort erzielt werden.

Bei den geschlechtsneutralen Formulierungen bietet sich ein weites Spektrum - etwa Substantivierung von Partizipien oder Adjektiven (Studierende), Umschreibungen (statt Kunde Kundschaft) oder Passivformulierungen.

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