B27 bei Balingen

18-jähriger Fahranfänger rast im Mercedes CLA mit 240 km/h über Bundesstraße und wird erwischt

  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Die Polizei stoppte einen 18-jährigen Raser auf der Bundesstraße 27 zwischen Balingen und Tübingen. Der Fahranfänger fuhr mit seinem Mercedes CLA 240 km/h, obwohl nur 140 erlaubt waren.

  • Ein 18-jähriger Raser war mit über 240 km/h auf der B27 zwischen Balingen und Tübingen unterwegs, obwohl auf der Strecke nur zwischen 120 bzw. 130 km/h erlaubt sind
  • Dem Jugendlichen drohen ein Bußgeld sowie ein mehrmonatiges Fahrverbot
  • Der 18-Jährige, der einen Mercedes CLA fuhr, hatte erst vor sechs Wochen den Führerschein gemacht

Bisingen/Tübingen – Auch sämtliche stationäre Blitzer zu kennen, reicht nicht, um Strafen durch überhöhte Geschwindigkeit zu umgehen. Diese Erfahrung musste ein 18-Jähriger am Abend des 1. Mai jetzt auf schmerzhafte Weise machen, als er in einem Mercedes CLA auf der B27 zwischen Balingen und Tübingen aufs Gas drückte. 

Der Raser war auf der Bundesstraße 27 unterwegs, als Beamte auf Höhe von Bisingen seine Geschwindigkeit mit einem zivilen Videofahrzeug überprüften. Das erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen auf Anfrage von BW24. Das Ergebnis: circa 140 km/h bei erlaubten 100 km/h

Anschließend beschleunigte der Fahrer seinen Mercedes CLA auf über 240 km/h – auf einer Strecke, die nur 120 bzw. 130 km/h erlaubt. Der Kompaktwagen von Mercedes hat bereits in der Grundausstattung (Diesel) zwischen 116 und 190 PS. Ob der 18-Jährige selbst Halter des Fahrzeugs ist, konnte der Polizeisprecher auf Anfrage von BW24 nicht mitteilen.

B27 bei Balingen: Raser im Mercedes CLA mit 240 km/h unterwegs - Polizei stoppt den 18-Jährigen

Ein 18-Jähriger Raser fuhr mit seinem Mercedes-CLA 240 km/h auf der Bundesstraße zwischen Balingen und Tübingen (Symbolfoto)

Die Polizei konnte den Raser schließlich stoppen. Dabei stellten sie fest, dass der 18-Jährige seinen Führerschein gerade einmal sechs Wochen besitzt. Kaum die Fahrprüfung bestanden, wird er seine Fahrerlaubnis schon wieder für mehrere Monate abgeben müssen. Hinzu kommt ein Bußgeld, die Verlängerung der Probezeit und der Besuch eines Aufbauseminars.

In der Probezeit wird zwischen A- und B-Verstößen unterschieden. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h oder mehr gilt als A-Verstoß und reicht bei Fahranfängern für eine Verlängerung der Probezeit plus Besuch eines kostenpflichten Aufbauseminars. Die Kosten trägt der Verkehrssünder selbst, sie sind regional sehr unterschiedlich – zwischen 150 und 400 Euro können dafür anfallen.

Ebenfalls in Bisingen stieß die Polizei kürzlich auf einen der größten Drogenfunde seit Jahrzehnten:

Eine ähnlich chaotische Fahrt wie der 18-Jähriger Raser aus der Nähe von Balingen legte unlängst ein Betrunkener bei einem Unfall in Stuttgart hin, der eine Spur der Verwüstung hinterließ: Der 57-Jährige fuhr auf der Filderhauptstraße Richtung Möhringen Schlangenlinien, fuhr Holzbarrieren auf einem Parkplatz um und pralle mit seinem Toyota RAV4 gegen einen Baum. Dabei entstanden 28.000 Euro Sachschaden und der offensichtlich stark alkoholisierte Unfallfahrer musste eine Blutprobe abgeben.

Seit Samstag, den 27. Juni setzt die Polizei Ludwigsburg eine neue Art von Blitzer ein. Der Enforcement Trailer blitzte in den ersten knapp 80 Stunden über 400 Raser. Das Messgerät kommt ohne Personal aus und kann das Tempolimit bis zu zehn Tagen überwachen.

Die Polizei Ludwigsburg hielt einen betrunkenen 64-Jährigen gleich zwei Mal an. Der Mann fiel durch seinen verdächtigen Fahrstil auf. Die Beamten beschlagnahmten nach der Kontrolle das Fahrzeug des Mannes und behielten Schlüssel und Führerschein ein. Am Abend klaute der 64-Jährige sein beschlagnahmtes Auto vom Parkplatz des Polizeireviers und wurde später erneut kontrolliert.

Von Valentin Betz

Rubriklistenbild: © Fredrik von Erichsen/dpa

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