Streik bei der GDL

Bahnstreik trifft Baden-Württemberg hart: 70 Prozent des Fernverkehrs fällt aus

Fahrgäste warten auf einen nach Notfallfahrplan fahrenden ICE der Deutschen Bahn AG (DB).
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Der neue Streik bei der Deutschen Bahn wird für große Einschränkungen im Zugverkehr sorgen (Symbolbild).

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL lehnte ein erneutes Angebot der Bahn ab. Nun wird auch im Personenverkehr gestreikt. Den Südwesten trifft das hart.

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn hat am Donnerstagmorgen begonnen - und für zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen in Baden-Württemberg gesorgt.

Der Ersatzplan sei jedoch gut angelaufen, teilte eine Sprecherin der Bahn am Morgen mit. Im Regionalverkehr will die Bahn etwa 40 Prozent des regulären Fahrplans aufrecht erhalten, im Fernverkehr rund 25 Prozent. S-Bahn-Linien im Stuttgarter Großraum sollen im Stundentakt fahren.

Der bundesweite Ausstand der Lokomotivführer im Personenverkehr hatte am Donnerstag um 2.00 Uhr begonnen. Die GDL-Mitglieder verlangen unter anderem eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken.

Noch am Mittwochabend teilte die Bahn mit, zentrale Forderungen der Gewerkschaft erfüllen zu wollen. Die Gewerkschaft äußerte sich zunächst allerdings nicht.

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