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„Badische Twix“ sorgen im Netz für Diskussionen: „Das ist kulturelle Aneignung“

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Von: Niklas Noack

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Maultaschen.
Lecker sind Maultaschen, doch woher stammt die Köstlichkeit? © Ben185 via imago-images.de

Ein Twitter-Nutzer postete ein Foto von einer Maultasche und bezeichnete sie als „badische Twix“. Das stieß eine Welle der Empörung los.

Stuttgart - Wenn es um kulturelle Aneignung geht, werden hitzige Debatten geführt. Dabei geht es dann um die Frage, inwiefern sich Menschen an einer anderen Kultur bedienen dürfen. Gerne wird zum Beispiel darüber diskutiert, ob weiße Menschen Dreadlocks tragen sollten.

Grundlegend ist kulturelle Aneignung ein Thema, das von vielen nicht mehr ganz ernst genommen wird, wie eine Diskussion bei Twitter zeigte. Auslöser dafür war ein Bild von einer doppelten Maultasche, von der bereits abgebissen wurde. „Badische Twix“, twitterte der User mit einer ordentlichen Portion Humor - und brachte damit manch einen Leser auf die Palme.

Maultaschen sind der Legende nach schwäbisch

Denn Maultaschen sollen ursprünglich keine badische, sondern eine schwäbische Spezialität sein. „Wenn ein Karlsruher das schwäbischste aller Essen als badisch bezeichnet. Kann man sich nicht ausdenken...“, schrieb einer. „Was für badisch?“, fragte sich ein anderer. Manch einer fühlte sich von dem Witz jedoch angestachelt und so gab es noch den ein oder anderen Alternativvorschlag wie „badisches Bounty“ oder „badische Raider“. Bei letzterem handelt es sich um den Vorgängermarkennamen von Twix.

Die meisten User, vermutlich Schwaben, fühlten sich allerdings angegriffen und einer trieb es mit seinem Tweet auf die Spitze. Darin hieß es: „Das ist kulturelle Aneignung. Das geht gar nicht!“ Ein weiterer pflichtete dem bei und führte aus: „Maulbronn ist altwürttembergisch und der Firmensitz von Bürger ist in Ditzingen, auch das liegt aber sowas von in Württemberg.“ Dementsprechend hält ein weiterer User in seinem Kommentar den Ausgangstweet für nichts anderes als einen „Skandal“.

Kommen Maultaschen aus Italien?

Einer Legende nach sollen Maultaschen in einem Kloster in Maulbronn (Baden-Württemberg) entstanden sein. Angeblich wollte ein Laienbruder in der Fastenzeit das Fleisch vor Gott verstecken und erfand somit die sogenannten „Herrgottsbscheißerle“. Experten gehen jedoch davon aus, dass Maultaschen aus Italien stammen.

Mit kultureller Aneignung hat die Diskussion jedenfalls nichts zu tun. Denn dabei müssten Kulturelemente einer marginalisierten Gruppe übernommen werden. Und marginalisiert sind Schwaben wohl eher nicht.

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