Kreis Sigmaringen

25-Jähriger bekommt in Donau Probleme - Zeugen schwimmen auf ihn zu - und sehen mit an, wie er untergeht

Rettungskräfte suchen die Donau ab
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In der Donau kommt es immer wieder zu tragischen Unfällen (Symbolbild)
  • Julian Baumann
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Am Donnerstag geschah ein tragischer Badeunfall im Kreis Sigmaringen. Ein 25-Jähriger schwamm in der Donau und bekam auf einmal Probleme. Zeugen die zu Hilfe eilten, kamen zu spät.

  • Am Donnerstag geschah ein tragischer Badeunfall bei Sigmaringen. Ein 25-Jähriger schwamm in der Donau und bekam plötzlich Probleme.
  • Zeugen sprangen in den Fluß bei Sigmaringendorf und schwammen dem Mann zur Hilfe. Sie kamen jedoch zu spät.
  • Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehr war im Einsatz. Taucher konnten den Mann jedoch nicht retten.

Sigmaringendorf - Am Donnerstag geschah ein weiterer tragischer Badeunfall bei Sigmaringen. Bereits am Wochenende zuvor ging ein Mädchen in einem Strandbad in Pfullendorf unter. Minutenlang bemerkte niemand das Verschwinden des 8-jährigen Mädchens. Laut Angaben der Polizei Ravensburg zogen Badegäste das Mädchen an Land und starteten einen Reanimierungsversuch. Der alarmierte Notarzt setzte die Reanimierung fort, jedoch ohne Erfolg. Der Rettungsdienst konnte nur noch den Tod der Achtjährigen feststellen. Das Seebad wird jetzt mit schweren Vorwürfen konfrontiert und setzt sich zur Wehr.

Am Donnerstag schwamm ein 25-Jähriger in der Donau. Laut Angaben der Polizei Ravensburg bekam er in der Flussmitte unter der Donaubrücke bei Sigmaringendorf (Kreis Sigmaringen) offensichtlich Probleme.

Badeunfall bei Sigmaringen: Mann war eine halbe Stunde unter Wasser

Nach dem Badeunfall bei Sigmaringen schwammen nach Angaben der Polizei Ravensburg einige Zeugen auf den Mann zu. Sie wollten ihm zu Hilfe kommen, der 25-Jährige ging jedoch sehr schnell unter. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Das Aufgebot bestand aus elf Fahrzeugen und 50 Wachmännern, darunter zwei Tauchern, der freiwilligen Feuerwehren Sigmaringendorf, Sigmaringen und Mengen.

Die beiden Taucher fanden den Verunglückten nach ungefähr einer halben Stunde leblos unter Wasser treibend. Das Deutsche Rote Kreuz Sigmaringen war mit einem Notarzt und drei Rettungsassistenten ebenfalls im Einsatz und startete sofort einen Reanimierungsversuch. Die Maßnahmen waren jedoch ohne Erfolg. Der 25-Jährige ist nicht der Erste, der in diesem Monat in der Donau ums Leben kam.

Anfang Juli endete ein Junggesellenabschied in Baden-Württemberg in einer Tragödie. Zehn Männer und Frauen machten sich zu einer Bootstour auf der Donau auf. Die Gruppe machte an mehreren Stationen halt und trank nach Angaben der Polizei Ulm „nicht unerhebliche Mengen Alkohol“. Ein 30-jähriger Teilnehmer des Junggesellenabschieds stand bei Untermarchtal (Alb-Donau-Kreis) im niedrigen Wasser und suchte seine Sonnenbrille. Auf einmal verschwand er. Eine groß angelegte Suchaktion der Polizei verlief zunächst ohne Erfolg. Am Abend fanden Taucher den 30-Jährigen tot im Wasser.

Badeunfall bei Sigmaringen: Flüsse und Seen können zur Todesfalle werden

Der Badeunfall bei Sigmaringen und die weiteren Badeunfälle in diesem Monat zeigen, wie gefährlich die Gewässer sein können. Seen und Flüsse in Baden-Württemberg können durch Krankheitserreger, Untiefen und Strudel zur Todesfalle werden. Der Neckar fließt durch die Landeshauptstadt Stuttgart und zieht in den heißen Tagen auch Menschen an, die sich in dem Fluss abkühlen wollen. Das Baden im Neckar ist jedoch im ganzen Stadtgebiet und auch an den meisten Stellen in den Außenbezirken der Stadt verboten.

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