Viel Alkohol im Spiel

Junggesellenabschied in Baden-Württemberg endet in Tragödie: Taucher finden 30-Jährigen tot in der Donau

Ein Fahrzeug der DLRG steht am Ufer der Donau, in der ein Mann ertrunken ist.
+
Ein Junggesellenabschied auf der Donau endet in einer Tragödie: 30-Jähriger ist ertrunken.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
    schließen

Am Wochenende endete ein Junggesellenabschied auf der Donau in einer Tragödie. Der Vorfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus, doch die konnten den Mann nur noch tot bergen.

  • Am Wochenende kam es zu einer Reihe von tragischen Badeunfällen in Deutschland.
  • Im Rahmen eines Junggesellenabschieds unternahmen zehn Männer und Frauen eine Bootstour auf der Donau. Im Laufe der Tour verschwand einer der Männer.
  • Ein Großaufgebot der Rettungskräfte, unter Einsatz von Hubschrauber und Drohne, suchte den Mann. Sie entdeckten ihn jedoch zu spät.

Untermarchtal - Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu Einschränkungen und Verboten (BW24* berichtete). Inzwischen lockerte die Landesregierung die Verordnungen schrittweise. Nachdem es für längere Zeit nur für Personen aus zwei Haushalten erlaubt war, gemeinsam in die Öffentlichkeit zu gehen, wurde auch diese Vorgabe geändert. Seit dem ersten Juli können bis zu 20 Personen gemeinsam unterwegs sein*. Damit glich die Regierung die Vorgaben an die Regeln innerhalb eines privaten Raumes an. Durch die anhaltende Pandemie sind Reisen in andere Länder momentan nur mit Einschränkungen möglich. Das Land Baden-Württemberg wirbt für Urlaub vor der Haustür*. Viele Menschen unternehmen vermehrt Ausflüge und Auszeiten in der eigenen Region.

Das schöne Wetter am Wochenende lockte viele Menschen zu Ausflügen in die Natur. Dabei kam es zu einem tragischen Badeunfall im Alb-Donau-Kreis, der mit dem Tod endete. Zehn Männer und Frauen machten sich am Samstagvormittag im Rahmen eines Junggesellenabschieds zu einer Bootstour auf der Donau auf. Die Gruppe habe während der Tour an mehreren Zwischenstopps halt gemacht und „nicht unerhebliche Mengen Alkohol“ getrunken, teilte die Polizei Ulm am Sonntag mit.

Badeunfall in Baden-Württemberg: Die Suche nach der Sonnenbrille in der Donau endet mit dem Tod

Der Unfall in Baden-Württemberg geschah bei einer Bootstour auf der Donau bei Untermarchtal im Alb-Donau-Kreis. Nach Angaben der Polizei suchte ein 30-jähriger Teilnehmer des Junggesellenabschieds seine Sonnenbrille im Wasser. Er soll sie davor bereits mehrere Male verloren haben. Der Mann stand ohne Schwimmweste in niedrigem Wasser und suchte seine Sonnenbrille. Laut einer Pressemitteilung der Polizei Ulm verschwand er plötzlich.

Nach dem Verschwinden suchten die alarmierten Rettungskräfte nach dem vermissten Mann. Die Rettungsleitstelle der Polizei Ulm war gegen 18 Uhr alarmiert worden. Im Einsatz waren neben den Polizeikräften auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst. Laut der Polizei suchten die Rettungskräfte zu Fuß und mit dem Boot nach dem vermissten 30-Jährigen. Auch ein Hubschrauber und eine Drohne waren im Einsatz. An der Suche waren nach Polizeiangaben 118 Personen beteiligt. Trotz dieses Großaufgebots verlief die Suche zunächst ohne Erfolg. Erst Tauchern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gelang es, den Mann zu finden. Zu diesem Zeitpunkt war es jedoch bereits zu spät. Gegen 20 Uhr fanden die Taucher den Vermissten tot im Wasser.

Weitere Badeunfälle in Deutschland: Kinder ertrinken in Badeseen

Neben dem Vorfall in Untermarchtal geschahen am Wochenende weitere Badeunfälle in Deutschland. Ein fünfjähriges Mädchen ertrank im Märchensee bei Hannover, wie die Badische Zeitung berichtet. Nach Angaben der Polizei Hannover meldete ein Zeuge gegen 19.15 Uhr einen Notfall. Mehrere Kinder hätten an dem See gespielt, als eins plötzlich unter Wasser verschwand. Die Polizei und die Feuerwehr waren vor Ort im Einsatz. Einem Beamten gelang es, das Mädchen aus dem Wasser zu ziehen. Trotz sofort eingeleiteter Maßnahmen zur Wiederbelebung starb das Kind wenig später in einem Krankenhaus.

Ein weiterer Badeunfall in Deutschland ereignete sich in Nordrhein-Westfalen. Eine Elfjährige verlor am Freitag im Adolfosee bei Hückelhoven den Halt und geriet unter Wasser, wie die Badische Zeitung berichtet. Trotz alarmiertem Rettungsdienst konnte das Mädchen nicht gerettet werden. Das Kind starb ebenfalls wenig später in einem Krankenhaus.

Auch der Bodensee ist ein beliebtes Ausflugsziel für Badegäste. Seit der Grenzöffnung zwischen Konstanz und Kreuzlingen am Bodensee kommen auch vermehrt wieder Schweizer* zum Einkaufen nach Baden-Württemberg. Der Handel in der Grenzregion am Bodensee litt besonders stark durch die Corona-Maßnahmen. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare