Stipendien und Fonds

Baden-Württemberg Stiftung beschließt Hilfen für Flüchtlinge aus der Ukraine

Zwei ukrainische Kinder stehen mit gepackten Sachen da
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Geflüchtete aus der Ukraine bekommen durch die Hilfsangebote der Landesstiftung Unterstützung (Symbolbild).

Die Baden-Württemberg Stiftung stellt für Ukraine-Flüchtlinge verschiedene Hilfsangebote bereit. Unter anderem Soforthilfe-Stipendien und Fonds für verfolgte Wissenschaftler.

Stuttgart (dpa/lsw) - Für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine stellt die Baden-Württemberg Stiftung mehrere Hilfsangebote bereit. «Um den geflüchteten Menschen aus der Ukraine, die in Baden-Württemberg ankommen, und den Hilfsorganisationen im Donauraum Unterstützung anzubieten, haben wir umgehend reagiert und geeignete Programme aus unseren Abteilungen angepasst», erläuterte Geschäftsführer Christoph Dahl am Mittwoch nach einer Sitzung des Aufsichtsrats.

Im Bereich Bildung werden demnach bis zu einer Million Euro für Soforthilfe-Stipendien zur Verfügung gestellt. Diese stünden Studierenden aller Nationalitäten offen, «die angesichts der schrecklichen Situation aus der Ukraine und Russland geflohen sind und ihr Studium an baden-württembergischen Hochschulen fortsetzen». Mehr als 20.000 ukrainische Schüler seien bereits in deutschen Schulen untergekommen.

Baden-Württemberg Stiftung bietet weitere Unterstützungen an

Mit dem Programm Perspektive Donau unterstützt die Landesstiftung außerdem Kultur- und Bildungsprojekte im Donauraum. Aktuell laufende Projekte, die Partner aus der Ukraine oder den angrenzenden Staaten haben und die viele Flüchtlinge aufnehmen, könnten die Projektmittel flexibel für Nothilfemaßnahmen einsetzen, hieß es. Beim Baden-Württemberg Fonds für verfolgte Wissenschaftler lägen bereits die ersten Anträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Ukraine und Russland vor.

Darüber hinaus ist zur Unterstützung von geflüchteten ukrainischen Kindern ein neues Ferienprogramm der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg im Gespräch. Auch bereits bestehende Integrationsprogramme sowie ein Projekt zur psychologischen Betreuung unbegleiteter Minderjähriger mit Fluchthintergrund der Universität Konstanz sollen zügig so angepasst werden, dass sie die Bedürfnisse von geflüchteten Jugendlichen aus der Ukraine berücksichtigen können.

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