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Neue Quarantäneregeln für Schulen und Kitas: Das gilt in Baden-Württemberg

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Von: Christina Rosenberger, Simon Mones

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Zwei Schülerinnen stehen an einer Tafel. (Symbolbild)
In Baden-Württemberg wurden die Quarantäneregeln für Schulen und Kitas angepasst (Symbolbild). © Guido Kirchner/dpa

Nächste Woche geht die Schule in Baden-Württemberg nach den Sommerferien wieder los. Pünktlich zum neuen Schuljahr wurden jetzt die Quarantäneregeln angepasst.

Update, 8. September: Langsam, aber sich neigen sich die Sommerferien in Baden-Württemberg ihrem Ende entgegen. Schon vor einigen Tagen hatte die Landesregierung die Corona-Verordnung für Schulen angepasst, nun werden auch die Quarantäneregeln gelockert. Möglich macht das ein Beschluss, den die Gesundheitsminister Anfang dieser Woche gefasst haben.

Dieser orientiert sich an der Linie, die Baden-Württemberg schon länger gilt. „Die gültige Regelung im Land wird zum Schuljahresbeginn durch weitere Sicherheitsmaßnahmen ergänzt“, betont das Gesundheitsministerium in einer Pressemitteilung. Ab dem neuen Schuljahr gelten dann folgende Maßnahmen:

Mehr Sicherheit an Schulen: Lucha erklärt neue Quarantäneregeln

„Mit verstärkten Tests als Alternative zur Quarantäne erhöhen wir die Sicherheit und ermöglichen verlässlichen Schulunterricht in Präsenz“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha. „Es geht um eine herausfordernde Abwägung zwischen dem Recht auf Bildung, dem Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen und der Sicherheit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Quarantäne und Isolation sind gerade für viele Familien mit Kindern eine enorme psychosoziale Belastung.“

Trotz dieser „gezielten Quarantäneregeln“ und dem engmaschigen Testkonzept betont der baden-württembergische Gesundheitsminister, „dass sich alle Menschen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, im Interesse der Kinder und Jugendlichen bitte unbedingt impfen lassen sollten.“

Neue Quarantäneregeln an Schulen: Test gleichwertige Alternative

Tägliche Tests können an Schulen eine gleichwertige Alternative zur Quarantäne sein und eine Zunahme der Infektionen verringern, erklärte die Landesregierung. Das lege auch eine erste Studie der Universität Oxford nahe. „Unser Ziel ist klar: Schülerinnen und Schüler konsequent schützen und gleichzeitig soweit es geht die Teilnahme am Präsenzunterricht ermöglichen. Mit den getroffenen Regelungen haben wir hier ein ausgewogenes Verhältnis geschaffen: Durch den Verzicht auf Quarantänezeiten verhindern wir für die Schülerinnen und Schüler belastende Tage in Isolation. Andererseits haben wir durch das strenge Testregime nach einer Infektion eine Absicherung, die auch wissenschaftlich hinterlegt ist“, sagte Kultusministerin Theresa Schopper.

Neue Corona-Verordnung für Schulen: Das gilt jetzt in Baden-Württemberg

Erstmeldung, 30. August: Noch sind Baden-Württembergs Schüler und Lehrer im verdienten Sommerurlaub. Doch der Unterricht rückt schon wieder näher. Am 13. September sind die großen Ferien zu Ende und nach Möglichkeit sollen alle wieder zurück in die Klassenzimmer. Um das zu ermöglichen, hat die Baden-Württembergische Landesregierung jetzt die Corona-Verordnung Schule geändert. Seit dem 28. August gelten somit neue Lockerungen. Das berichtet echo24.de*. Unter anderem muss jetzt nicht mehr ab einer bestimmten Inzidenz in den Wechsel- oder Fernunterricht gegangen werden.

Schon mit Inkrafttreten der aktuellen Corona-Verordnung* wandte sich die Baden-Württembergische Landesregierung von der Inzidenz als alleinigen Indikator für Corona-Maßnahmen ab. Zwar steigen die Infektionszahlen wieder rasant an*, doch im Gegenzug lassen sich auch immer mehr Menschen im Südwesten impfen. Auch in der Region Heilbronn/Hohenlohe gibt es immer wieder Covid-19-Impfangebote. Sogar ein Impfbus ist in und um Heilbronn unterwegs*.

Corona und Schule: Das gilt nach den Sommerferien in Baden-Württemberg

Nur so lässt sich wohl erklären, dass die aktuelle Änderung durch die Corona-Verordnung Schule mit vielen Lockerungen einhergeht. Unter anderem ist auch Sportunterricht nun wieder erlaubt – unabhängig von der Inzidenz. Nur dann, wenn in einem Klassen- oder Gruppenverband ein Schüler einen positiven Corona-Test vorweist, und so der Pflicht zur Absonderung unterliegt, gelten strengere Regeln:

Gibt es in einer Klasse einen positiven Corona-Fall, dann gilt nicht mehr automatisch eine sogenannte „Absonderungspflicht für enge Kontaktpersonen“. Das heißt, nicht die ganze Klasse muss in Quarantäne. Stattdessen müssen alle Schüler der betroffenen Gruppe an fünf Schultagen in Folge verpflichtend täglich einen Schnelltest machen. Ausnahmen gelten für Schüler der Grundschule, der Grundstufe der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Kinder der Grundschulförderklassen und Schulkindergärten. Für all diese Kinder reicht ein einmaliger Schnelltest vor Betreten der Einrichtung.

Corona und Schule: Nach den Sommerferien gibt es Änderungen - aber einige Maßnahmen bleiben

Was sich für die Schulen definitiv nicht ändert, ist die Maskenpflicht. Unabhängig von der Corona-Inzidenz muss weiterhin konsequent ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Auch dann, wenn die Neuinfektionen unter eine bestimmte Inzidenz fallen, ändert sich diese Maßnahme nicht. Es gibt allerdings einige Ausnahmen von der Maskenpflicht:

Ein wichtiges Mittel zur Pandemiebekämpfung bleibt außerdem das Lüften. Alle Räume, in denen sich mehr als eine Person aufhält, müssen mindestens alle 20 Minuten gelüftet werden. Außerdem müssen Klassenräume auch immer dann gelüftet werden, wenn durch eine CO2-Ampel vor zu schlechter Luft gewarnt wurde. Auch wenn Luftfiltergeräte installiert wurden, bleibt die Verpflichtung zum Lüften bestehen.

Corona-Verordnung für Schulen: Eine Neuerung bringt Erleichterung für Schüler

Doch gerade für kleinere Kinder gibt es für die Freizeitgestaltung nochmal eine schöne Lockerung. In der Änderung der Corona-Verordnung für Schulen heißt es: „Schülerinnen und Schüler einer Grundschule, eines sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums, einer auf der Grundschule aufbauenden Schule oder einer beruflichen Schule gelten als getestet. Das Gleiche gilt für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder noch nicht eingeschult sind.“

Das bedeutet, dass alle Kinder, die in eine dieser Kategorien fallen, beispielsweise für den Besuch im Zoo oder Restaurant keinen negativen Corona-Test mehr benötigen. Sie müssen nur einen Nachweis dabei haben, dass sie tatsächlich Schüler sind. Das geht zum Beispiel durch einen Schülerausweis oder ein Schülerabo der Verkehrsbetriebe. Bei jüngeren Kindern reicht auch ein schlichter Altersnachweis aus. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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