1. bw24
  2. Baden-Württemberg

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann will bei Grenzraumkonferenz Projekte anschieben

Erstellt:

Kommentare

Winfried Kretschmann spricht mit Journalisten
Kretschmann ist zu politischen Gesprächen nach Straßburg gereist, wo er die Beziehungen zum französischen Nachbarn stärken will. © Philipp von Ditfurth/dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann fordert in Straßburg, die Kooperation mit Frankreich auf allen Gebieten zu vertiefen.

Straßburg (dpa/lsw) - Am zweiten Tag seiner Straßburg-Reise will Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann bei einer Grenzraumkonferenz konkrete Projekte der Zusammenarbeit mit den Franzosen anschieben. Im Zentrum der zweiten Konferenz von Vertretern Baden-Württembergs und der ostfranzösischen Region Grand Est am Freitag sollen Themen wie Verkehr, Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Wirtschaft stehen. Kretschmann hatte am Donnerstag schon zugesagt, sich für den Abbau bürokratischer Schranken für Unternehmen aus der deutsch-französischen Grenzregion einzusetzen.

Kretschmann will für engere Zusammenarbeit der Hochschulen im Grenzgebiet sorgen

Zudem will er dafür sorgen, dass die Hochschulen im Grenzgebiet zu einer europäischen Universität zusammenwachsen. An der bisherigen Kooperation nehmen Straßburg, Freiburg, Mulhouse, Basel und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) teil. Damit die Studierenden problemlos zwischen den Standorten hin- und herfahren können, soll die Bahnverbindung zwischen Colmar und Freiburg wieder hergestellt werden, nachdem die Eisenbahnbrücke über den Rhein in Breisach am Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengt worden war.

Bei Konferenz in Straßburg geht es auch um die Zukunft der Region

Bei der Konferenz soll es auch um die Zukunft der Region um das stillgelegte Atomkraftwerk Fessenheim gehen. Die Südwest-Grünen dürften froh sein, dass der pannenanfällige Meiler in Fessenheim Mitte 2020 stillgelegt wurde. Denn: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat im Wahlkampf angekündigt, die Laufzeit aller bestehenden Kraftwerke zu verlängern, wenn die Sicherheit es erlaube. Das Land Baden-Württemberg hat zugesagt, dabei mitzuhelfen, dass das Gebiet am Oberrhein eine «europäische Leitregion für zukunftsweisende Technologien und Energiewirtschaft» wird.

Auch interessant

Kommentare