2.900 im Oktober

Baden-Württemberg: Justizministerin besorgt wegen steigender Zahlen von Geflüchteten

Geflüchtete im Grenzgebiet zwischen Weißrussland und der EU verbringen die Nächte an Lagerfeuern oder in Zelten.
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Geflüchtete im Grenzgebiet zwischen Weißrussland und der EU verbringen die Nächte an Lagerfeuern oder in Zelten.

In Baden-Württemberg kommen wieder mehr Geflüchtete an. Justizministerin Marion Gentges ist angesichts der steigenden Zahlen beunruhigt.

Pforzheim (dpa/lsw) - Justizministerin Marion Gentges (CDU) hat sich in einem Interview besorgt über die steigende Zahl von Geflüchteten geäußert, die auch im Südwesten ankommen. «Im September hatten wir mit mehr als 1700 Zugängen nach Baden-Württemberg schon einen Monat mit sehr hohen Zahlen», sagte sie der «Pforzheimer Zeitung» (Dienstag). «Der Oktober liegt mit etwa 2900 noch einmal höher.» Zwar werde davon noch ein Teil auf andere Bundesländer verteilt. Die Steigerung sei aber erheblich - «und das trifft auf eine Situation, in der wir pandemiebedingt in der Erstaufnahme nicht alle Plätze zur Verfügung haben, die wir eigentlich belegen könnten».

Angesichts der angespannten Lage in Belarus und auch etwa in Afghanistan nähmen die Zugangszahlen auch übers Jahr gesehen zu. «Wir laufen in diesem Jahr auf etwa 15 000 bis 16 000 Geflüchtete zu, die nach Baden-Württemberg kommen.» Das sei aber immer noch eine andere Größenordnung als im Jahr 2015. Damals seien rund 100 000 Geflüchtete in den Südwesten gekommen.

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