Nosferatu-Spinne

Haarige Giftspinne breitet sich in Baden-Württemberg aus

  • Julian Baumann
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Neben dem „tödlichsten Tier der Welt“ breitet sich nun auch eine haarige Giftspinne in Baden-Württemberg aus. Sie trägt auch den Namen einer berühmten Horror-Figur.

Heilbronn - Viele Menschen ekeln sich vor jeglichen Spinnen, vor allem, wenn sie sie in der eigenen Wohnung entdecken. Manche der achtbeinigen Krabbeltiere sind jedoch nicht nur grausig anzusehen, sondern durch ihr Gift auch für den Menschen gefährlich. Erst vor wenigen Monaten fiel das „tödlichste Tier der Welt“ über Heilbronn her. Gemeint war die Asiatische Tigermücke, vor der Bill Gates bereits warnte. Das Insekt wurde in mehreren Städten in Baden-Württemberg gesichtet, auch in der Landeshauptstadt Stuttgart.

Eine haarige Giftspinne, die Kräuseljagdspinne, wurde nun ebenfalls bereits mehrfach in Baden-Württemberg entdeckt. Vor wenigen Monaten auch in Heilbronn, wie echo24* berichtet.

Giftspinne in Baden-Württemberg mit gruseligem Muster auf dem Leib

Giftige Spinnen sind inzwischen auch im Südwesten keine Seltenheit mehr. Unter den 5 giftigsten Tieren Deutschlands befindet sich mit der Ammen-Dornfinger ebenfalls eine Giftspinne, die für den Menschen gefährlich sein kann. Die Kräuseljagdspinne ist dagegen eine Besonderheit, da sie ihre Beute mit Kräuselfäden einspinnt. Im deutschen Sprachraum wird sie aufgrund eines Musters auf ihrem Leib auch als „Nosferatu-Spinne“ bezeichnet.

„Ein bleicher, kahler Kopf mit seltsam abstehenden Ohren und zwei große dunkle Augenhöhlen. So kennt man Nosferatu, den Vampir, aus dem 1922 erstmals in den Kinos ausgestrahlten Horrorfilm“, schreibt biorama.eu.

Nosferatu-Spinne in Baden-Württemberg: Fall in Stuttgart zeigte, wie gefährlich das Tier sein kann

Obwohl die „Nosferatu-Spinne“ allein mit ihrem Namen und ihrem Aussehen Angst und Schrecken verbreiten könnte, warnen die Behörden in Heilbronn vor Panik, berichtet echo24. Ein Biss der Spinne sei bei einem Menschen in etwa so schmerzhaft wie der Stich einer Wespe. Die schmerzende Schwellung könne jedoch mehrere Tage anhalten.

Dass die Giftspinne jedoch durchaus auch wirklich gefährlich sein kann, zeigte ein Vorfall in Stuttgart aus dem Jahr 2019. Eine Beamtin des LKA bei der Polizei Stuttgart griff im November vor zwei Jahren in eine Packung Kekse und wurde von einer darin lauernden Nosferatu-Spinne gebissen, teilte das LKA nach dem Vorfall mit. Die Frau musste anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Kräuseljagdspinne oder Nosferatu-Spinne stammt eigentlich aus dem Mittelmeerraum. Durch den Klimawandel verbreitet sie sich jedoch auch immer mehr in Deutschland und Baden-Württemberg. Der Klimawandel begünstigt auch die Ausbreitung weiterer exotischer Tiere wie etwa der Asiatischen Tigermücke. Experten weisen jedoch auf den Nutzen der Nosferatu-Spinne hin. „Sie befreien uns von allerlei Ungeziefer, darunter auch zahlreiche Krankheitsüberträger“, sagte Schädlingsbekämpfer Johann Ekov laut echo24. Deshalb sollte man die Giftspinne trotz ihres grausigen Aussehens nicht töten. *echo24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt

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