Corona-Maßnahmen dämmt Grippe ein

Stirbt die Grippe aus? Fälle im Südwesten gehen von 13.349 auf nur 48 zurück 

Eine junge Frau hält sich ein Papiertaschentuch vor das Gesicht.
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Die Grippewelle blieb in diesem Jahr nahezu aus.
  • Eva Kaczmarczyk
    vonEva Kaczmarczyk
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Seit Monaten hat das Coronavirus Baden-Württemberg fest im Griff, sodass die anderen Krankheiten durchaus aus dem Blick geraten. Die Grippe wurde in dieser Saison nur in verschwindend geringer Anzahl gemeldet.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg* (BW24 berichtete) bestimmt weiterhin das Leben der Bürger. Diese müssen sich an strenge Corona-Schutzmaßnahmen* halten, Kontaktbeschränkungen, durchaus chaotische Ausgangssperren* und komplizierte Hygienekonzepte am Arbeitsplatz* sind nur ein Teil der Verordnungen in der Corona-Pandemie. Das alles hat jedoch auch einen erfreulichen Nebeneffekt: Die Anzahl der Grippefälle in Baden-Württemberg ist immens geschrumpft.

Lediglich 48 Erkrankungen wurden seit Oktober 2020 an das Landesgesundheitsamt gemeldet, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. Die Zahl der registrierten Fälle in den vergangenen drei Influenza-Saisons lag normalerweise zwischen 8.123 und 13.349 Fällen, hieß es von dem Amt am Montag.

Lockdown-Maßnahmen dämmen Grippe und Coronavirus in Baden-Württemberg ein

Gründe für den drastischen Rückgang der Grippefälle sind vielfältig. In der Hauptsache seien sie auf das Ausbleiben von Kontakten zwischen Menschen, vermehrtes Händewaschen und andere Hygienemaßnahmen zurückzuführen. Diese hatten bereits zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg beigetragen.

Die allgemeine Maskenpflicht gilt bereits seit Ende April letzten Jahres in ganz Deutschland. Inzwischen wurde sie sogar nochmals verschärft. Seit dem 25. Januar 2021 gilt die Pflicht zum Tragen einer OP-Maske oder FFP2-Maske* in Supermärkten und in Supermärkten und Arztpraxen. Das Tragen der Masken hat nun offenbar dafür gesorgt, dass sowohl die Infektionen mit dem Coronavirus als auch die Grippeinfektionen zurückgegangen sind, doch das Landesgesundheitsamt warnt davor, dass „die Grippewelle zeitversetzt“ möglicherweise doch noch einsetzen könne.

Die Grippesaison beginnt in Deutschland für gewöhnlich im Oktober beginnt und hat ihren Höhepunkt meist im Februar und März.

Coronavirus in Baden-Württemberg - Hätte die Narrenzeit alles noch verschlimmert?

Die Verbreitung der Grippe verläuft ähnlich wie bei Corona auch. Beide werden durch Tröpfcheninfektion übertragen und die kalte Jahreszeit treibt die Verbreitung massiv voran. Auch soziale Events wie Karneval, wo mehrere hunderte Menschen auf engstem Raum feiern, können ein Infektionsherd sein. 2020 mussten deshalb Karnevalsumzüge ausfallen*. Entsprechend groß war die Empörung nach einem illegalen Karnevalsumzug im damaligen Corona-Hotspot Thüringen. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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