Edle Kugelspinne

Giftige Spinne von Kanaren eingeschleppt - Amputationen und Tod drohen

Eine Kugelspinne sitzt in ihrem Netz und wartet auf Beute.
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Eine aus den Kanaren nach Deutschland eingeschleppte Spinne ist ganz besonders gefährlich (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Auch in Baden-Württemberg gibt es giftige Spinnen. Der Biss eines Exemplars, dass von den Kanaren eingeschleppt wurde, kann jedoch besonders fatale Folgen haben.

Stuttgart - Viele Menschen ekeln sich vor Spinnen. Dabei spielt es zunächst noch nicht mal eine Rolle, dass viele der achtbeinigen Krabbeltiere eigentlich vollkommen harmlos sind. In Baden-Württemberg gibt es jedoch nicht nur harmlose Exemplare, sondern auch Giftspinnen. Eine gefährliche Giftspinne breitet sich im Südwesten aus. Bei einem Biss der Ammen-Dornfinger droht Kreislaufversagen. Zusätzlich wurde auch noch die Nosferatu-Spinne in Baden-Württemberg entdeckt.

Viele der giftigen Tiere, die aktuell immer wieder in Baden-Württemberg entdeckt werden, sind normalerweise nicht in Deutschland heimisch. Der Klimawandel und die immer höheren Temperaturen begünstigen jedoch die Ausbreitung von exotischen Insekten und anderen Tieren auch in der Bundesrepublik. Eine besonders gefährliche Giftspinne wurde beispielsweise aus den Kanaren eingeschleppt, berichtet echo24*. Ein Biss des Tieres kann extreme Folgen haben.

Giftspinnen in Baden-Württemberg: Gefahr durch „edle Kugelspinne“ nicht durch Gift ausgelöst

Die Giftspinnen, die inzwischen auch in Baden-Württemberg heimisch sind, rufen durch einen Biss unangenehme und oft auch schmerzhafte Beschwerden hervor. In den allermeisten Fällen ist das Gift jedoch nicht tödlich. Bei der aus den Kanaren eingeschleppten edlen Kugelspinne geht die Gefahr jedoch auch nicht vom Gift aus. Ihre Gefährlichkeit lässt sich dagegen mit der einer Mücke vergleichen, die Bill Gates das „tödlichste Tier der Welt“ nannte. Die asiatische Tigermücke überträgt tödliche Krankheiten wie das Dengue-Fieber.

Der Stich der asiatischen Tigermücke ist zunächst nicht von einem Stich einer gewöhnlichen Mücke zu unterscheiden. Laut echo24* wirkt der Biss der edlen Kugelspinne ebenfalls nur wie ein Stich einer Wespe. Die Einstichstelle schwillt an und schmerzt, lebensgefährlich ist das Gift jedoch nicht. Trotzdem steigt in Großbritannien die Todesrate nach einem Biss der Giftspinne. Wie irische Forscher nun herausfanden, geht die Gefahr jedoch von Bakterien an den Beißwerkzeugen der Spinne aus. Wie die Ammen-Dornfinger beißt die edle Kugelspinne nämlich durch menschliche Haut und injiziert dadurch nicht nur ihr vergleichsweise harmloses Gift, sondern auch Bakterien, die extremen Schaden anrichten können.

Biss der Edlen Kugelspinne: Durch Bakterienbefall können Amputationen notwendig sein

Der Biss der edlen Kugelspinne ist zumindest durch die Giftinjektion mit einem Wespenstich vergleichbar. Laut echo24* rufen die Bakterien an den Beißwerkzeugen der Spinne jedoch eitrige Wunden hervor, die sich so weit ausbreiten können, dass nur noch eine Amputation des betroffenen Körperteils hilft. Die irischen Forscher fanden zudem bei der Entnahme von Bakterienproben 22 verschiedene Arten. Zwölft davon sind für den Menschen potentiell gefährlich.

Bisher gibt es zwar noch keine offizielle Bestätigung der edlen Kugelspinne in Baden-Württemberg, sie wurde jedoch im Jahr 2017 in Deutschland nachgewiesen. Das Tier verbreitet sich hauptsächlich in stärker besiedelten Gebieten. „Die meisten Menschen, die gebissen werden, werden entweder in ihrem Bett, im Schlaf oder morgens beim Anziehen gebissen“, sagte der Hauptautor der irischen Studie dem Radiosender Morning Ireland. Durch die fortschreitende Erderwärmung könnte die Giftspinne jedoch künftig auch immer öfter in Deutschland auftauchen. *echo24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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