Viele Fälle unter Beamten

Baden-Württemberg widerspricht Gewerkschaft bei Corona-Problemen - „Die Polizei ist voll einsatzfähig“

Polizistin
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Laut der Deutschen Polizeigewerkschaft würden über das Land verteilt viele Beamte aufgrund von Corona ausfallen. In Baden-Württemberg sei das kein Problem (Symbolbild).

Die Deutsche Polizeigewerkschaft schlug aufgrund vieler Corona-Fälle bei Beamten Alarm. In Baden-Württemberg widerspricht man jedoch und versichert Einsatzfähigkeit.

Stuttgart (dpa/lsw) - Nachdem die Deutsche Polizeigewerkschaft wegen vieler Corona-Fälle unter den Beamten im Land Alarm geschlagen hat, ist Baden-Württembergs Landespolizeipräsidentin dem entgegengetreten. «Die Polizei ist voll einsatzfähig. Sie leistet ihre Arbeit ohne Einschränkungen», sagte Präsidentin Stefanie Hinz am Dienstag in Stuttgart.

«Derzeit können wir die krankheitsbedingten Ausfälle kompensieren.» Man sei auf Eventualitäten vorbereitet und könne flexibel reagieren. «Grundsätzlich können wir einen Ausfall von 10 Prozent kompensieren.» Die Polizei im Südwesten hat etwa 25 000 Vollzugsbeamte.

Polizeigewerkschaft sieht durch Corona-Fälle erhebliche Einschränkungen im täglichen Dienst

Ralf Kusterer, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hatte zuvor erklärt, fast 2000 Polizeibeschäftigte - verteilt auf das ganze Land - fehlten in der vergangenen Woche wegen Corona. «Schon jetzt führt die Ansteckung von Polizeibeschäftigten zu erheblichen Einschränkungen im täglichen Dienst», beklagte der Gewerkschafter. Er kritisierte, dass vom kommenden Sonntag an die Maskenpflicht in Innenräumen wegfalle.

Hinz räumte ein, dass es auch bei der Polizei Baden-Württemberg hohe Infektionszahlen gebe. «Deshalb werden wir unsere bestehenden Hygienekonzepte wie die FFP2-Maskenpflicht, die sich in der Pandemie bewährt haben, auch über den 2. April hinweg aufrecht erhalten – auch und gerade zum Schutz unserer Polizistinnen und Polizisten.» Sollte die Zahl der Ansteckungen weiter steigen, hat die Polizei neben den 25 000 Vollzugsbeamten noch einen weiteren Puffer. So sind 4000 Azubis verfügbar und weitere etwa 6000 Mitarbeiter, die im Nichtvollzug beschäftigt sind.

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