Überfüllte Innenstädte

„Reine Panikkäufe“: Menschen stürmen in Läden und Supermärkte

Kunden stehen am Samstag vor einem Rewe-Supermarkt an.
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Baden-Württemberg: Supermärkte und Geschäfte waren am Samstag überfüllt.

Viele Innenstädte in Baden-Württemberg waren trotz Ausgangsbeschränkungen überfüllt. Tausende wollten vor dem harten Lockdown Weihnachtsgeschenke kaufen. Produkte waren teilweise ausverkauft.

Stuttgart - Kurz vor dem geplanten Lockdown in Baden-Württemberg sind unzählige Menschen am dritten Adventswochenende zum Einkaufen losgezogen. In vielen Innenstädten etwa in Stuttgart und Reutlingen war von den seit Samstag landesweit gültigen Ausgangsbeschränkungen - zumindest tagsüber - nur wenig Wirkung zu sehen.

„Das sind reine Panikkäufe“, sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des baden-württembergischen Handelsverbands, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Baden-Württemberg war eines der ersten Bundesländer, dass zum Schutz vor dem Coronavirus bereits Ausgangsbeschränkungen eingeführt hat.

Lockdown in Baden-Württemberg: Tausende Kunden wollten vor Schließung Weihnachtsgeschenke kaufen

Viele hätten schnell noch Weihnachtsgeschenke kaufen wollen. Aber auch Klopapier, Zitronat und Puderzucker beispielsweise seien hier und da ausverkauft gewesen. „Das kommt auch wieder“, beruhigte Hagmann. „Da braucht man sich keine Sorgen machen.“

Die von Bund und Ländern angestrebte Schließung weiter Teile des Einzelhandels in den kommenden Tagen sei kurz vor Weihnachten eine schlimme Nachricht auch für die Beschäftigten, machte die Hauptgeschäftsführerin deutlich. Die Menschen müssten mitunter in Kurzarbeit, verlören einen Teil ihres Einkommens oder gar den Job.

Sie habe Verständnis, dass die Politik wenig Erfahrung im Umgang mit einer Pandemie habe und im Zweifel zügig handeln müsse, sagte Hagmann. Aber wochenlang hätten Politiker einen Lockdown quasi ausgeschlossen. Die Schäden, die jetzt entstehen könnten, bedeuten aus ihrer Sicht für manche Händler das Aus. „Das ist irreparabel, wie da mitten im Weihnachtsgeschäft eingegriffen wird.“

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