Ärzte können frei impfen

Hausärzte in Baden-Württemberg: Keine Impf-Prio mehr – krasse Folgen

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Am 17. Mai soll die Impfstoff-Priorisierung bei Hausärzten in Baden-Württemberg aufgehoben werden.
  • Lisa Klein
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Bereits ab kommenden Montag (17. Mai) können Hausärzte in Baden-Württemberg selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge sie ihre Patienten gegen Corona impfen.

Update vom 12. Mai: In Baden-Württemberg wird ab dem kommenden Montag (17. Mai) die Impfpriorisierung für alle Impfstoffe aufgehoben — allerdings nur für Impfungen in Arztpraxen, wie das Sozialministerium mitteilt. Niedergelassenen Ärzte dürfen künftig mit allen Impfstoffen ohne staatlich vorgegebene Priorisierung impfen. In den Arztpraxen erfolgt die Priorisierung dann vollständig durch die behandelnden Ärzte. Zudem öffnet das Land die Vergabe von Impfterminen in den Impfzentren für alle Menschen der dritten Prioritätsgruppe, wie echo24.de* berichtet.

Die Aufhebung der Priorisierung in den Praxen erfolgt in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Ärztevertreter hatten sich schon lange dafür eingesetzt. In den Impfzentren bleibt die Priorisierung allerdings erhalten. Hier ist sie weiterhin notwendig, um sicherzustellen, dass in den Impfzentren Menschen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder mit hohem Ansteckungsrisiko zuerst geimpft werden. Voraussichtlich wird ab Anfang Juni auch dort eine Aufhebung der Priorisierung möglich sein.

„Trotz einzelner Drängler impfen wir weiter erfolgreich die Schutzbedürftigen zuerst. Bei den über 60-Jährigen geht die Impfquote bereits auf die 70 Prozent zu, das ist ein großer Erfolg für die Pandemiebekämpfung. In den Hausarztpraxen und den Impfzentren herrscht weiterhin großer Andrang. Patientinnen und Patienten möchte ich deshalb bitten, weiterhin Geduld zu haben und solidarisch zu sein. Auch wenn die Priorisierung in den Arztpraxen aufgehoben ist, so bleibt die Impfstoffmenge weiterhin begrenzt“, so Gesundheitsminister Manne Lucha am Mittwoch (12. Mai) in Stuttgart.

Baden-Württemberg: Wer kann sich ab Montag (17. Mai) im Impfzentrum impfen lassen?

„Wir ermöglichen es nun auch jenen Menschen, die im Arbeitsalltag einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, einen Termin im Impfzentrum zu vereinbaren. Dies betrifft etwa den Lebensmitteleinzelhandel, körpernahe Dienstleistungen, die derzeit zugelassen sind, oder auch Beschäftigte in Beratungsstellen oder in Fahrschulen. Außerdem können sich nun Personen impfen lassen, die in besonders relevanten Positionen in Unternehmen der kritischen Infrastruktur oder der Verwaltung tätig sind“, so Lucha weiter.

Bereits in den vergangenen Wochen wurden Teile der dritten Prioritätsgruppe geöffnet. So können Menschen, die über 60 Jahre alt sind oder jene, die bestimmte Vorerkrankungen haben, bereits Impftermine vereinbaren. Diese Möglichkeit haben nun auch Angehörige bestimmter Berufsgruppen. Folgende Personen der dritten Prioritätsgruppe sind ab Montag (17. Mai) impfberechtigt:

  • Personen, die in besonders relevanter Position in Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz, in der Justiz und Rechtspflege tätig sind. Dabei geht es allerdings nicht um die hierarchische Stellung, sondern um die Funktion im Unternehmen und die Ansteckungsgefahr.
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur (KRITIS), wie zum Beispiel im Apothekenwesen oder in der Wasser- und Energieversorgung arbeiten.
  • Personen, die in Supermärkten, Verbraucher- und Drogeriemärkten oder in Tafelläden arbeiten und Kontakt zu zahlreichen Menschen haben.
  • Personen, die regelmäßig ehren- und nebenamtlich im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe oder in Schulen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben oder an Hochschulen tätig sind.
  • Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko besteht, impfen lassen. Dies betrifft unter anderem Saisonarbeiterinnen und -arbeiter, Betriebsersthelfer oder Pflegeeltern.
  • Personen, die körpernahe Dienstleistungen ausführen oder Kundenkontakt haben.
  • Journalisten, die bei ihrer Tätigkeit einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Eine vollständige Liste der impfberechtigten Personengruppen befindet sich auf der Homepage des Ministeriums für Soziales und Integration.

Impf-Priorisierung bei Hausärzten fällt — heftige Folgen für Baden-Württemberg

Erstmeldung vom 11. Mai: Für viele Menschen in Baden-Württemberg, die aktuell gerne eine Corona-Impfung bekommen würden, aber noch nicht impfberechtigt sind, ist diese Meldung eine große Erleichterung! Am kommenden Montag, 17. Mai, soll die Impfstoff-Priorisierung bei Hausärzten „komplett für alle Impfstoffe aufgehoben“ werden. Wenige Stunden zuvor wurde bekannt, dass die europäische Arzneimittelbehörde aktuell an einer beschleunigten Zulassung des Biontech-Impfstoffs für Zwölf- bis 15-Jährige* arbeitet, wie echo24.de* berichtet.

Doch was bedeutet das genau? Wie die Stuttgarter Nachrichten schreiben, können ab dem 17. Mai Corona-Impfungen in Praxen von niedergelassenen Ärzten selbst priorisiert werden: Alle Patienten über 16 beziehungsweise 18 Jahren dürfen dann geimpft werden. Dies sei ein gemeinsamer Beschluss des baden-württembergischen Sozialministeriums und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg: Überraschende Entscheidung zu Impfstoffen - Priorisierung bei Hausärzten fällt

Die Priorisierung für den Impfstoff von AstraZeneca* wurde in der Corona-Impfverordnung bereits aufgehoben. Der Vorteil der aufgehobenen Impf-Priorisierung: Ärzte können nach eigenem Ermessen entscheiden, welche Patienten besonders dringend mit einem Corona-Vakzin geimpft werden müssen, anstatt sich nur an die starre Impfreihenfolge zu halten.

Jedoch gibt es eine wichtige Voraussetzung, damit die Aufhebung der Impf-Priorisierung bei Hausärzten* auch einen spürbaren Effekt hat: ausreichende Mengen an Vakzin. Darüber berichtet auch heidelberg24.de*. Und genau darin könnte das Problem liegen, zumindest vorerst. Denn: In Baden-Württemberg ist der Impfstoff im Mai weiter knapp*. Trotzdem soll es bereits ab Freitag erste Lockerungen und Öffnungen für Außengastronomie, Einzelhandel und Hotels* geben. Möglich macht das eine Änderung der Corona-Verordnung, die noch am Donnerstag veröffentlicht werden soll. *echo24.de und heidelberg24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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