Badesaison 2021

Badeseen in Baden-Württemberg verbieten Hunde und Shishas

Eine Frau fährt auf einem Stand Up Paddle-Board (SUP) über den Opfinger See und Badegäste baden im Wasser.
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An den Badeseen in Baden-Württemberg gelten in der kommenden Saison härtere Regeln.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Die Badesaison rückt allmählich näher. An einigen Badeseen in Baden-Württemberg soll sich im zweiten Corona-Sommer einiges ändern - die Betreiber erlassen harte Verbote.

Stuttgart/Rheinstetten - Aktuell ist beim Wetter in Deutschland eine erneute Kältewelle vorhergesagt. Im April kann sich der Frühling bislang nicht durchsetzen aber die ersten Prognosen für den Sommer 2021 versprechen höhere Temperaturen als im Durchschnitt. Aufgrund der anhaltenden Krise durch das Coronavirus in Baden-Württemberg wird jedoch auch die Badesaison in diesem Jahr anderes ablaufen als in den Vor-Corona-Jahren.

Mehrere Badeseen in Baden-Württemberg erlassen nun harte Verbote für die kommende Badesaison. Die Maßnahmen wurden basierend auf Erfahrungen des vergangenen Sommers unter Corona-Bedingungen ergriffen, wie die Badischen Neuesten Nachrichten berichten.

Baden-Württemberg: Badeseen auch 2021 unter Corona-Bedingungen

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen tritt in vielen Kreisen in Baden-Württemberg wieder die „Notbremse“ in Kraft. Dadurch werden die Lockerungen zurückgenommen und das öffentliche und kulturelle Leben wieder runtergefahren. Demnach zieht es die Bevölkerung zumindest bei gutem Wetter wieder an die öffentlich zugänglichen Orte in der Region. Dazu zählen beispielsweise Stadtparks oder eben auch Badeseen. Der Max-Eyth-See und das zugehörige Naherholungsgebiet unweit der Landeshauptstadt Stuttgart weist auf der Website auf die geltenden Corona-Hygienevorschriften hin. Dazu zählt auch der Mindestabstand von 1,5 Metern, der aufgrund der Größe des Gebietes jedoch gewährleistet ist. Die Gastronomie am Max-Eyth-See muss sich allerdings an die Verordnung des Landes richten und hat demensprechend nicht geöffnet.

Für die kommende Badesaison unter Corona-Bedingungen haben mehrere Badeseen in Baden-Württemberg nun jedoch besondere Maßnahmen ergriffen. Für den Epplesee und den Fermasee in Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) will der Gemeinderat eine neue Ordnung verabschieden. In der vergangenen Badesaison herrschte an den Seen vor allem an einigen Wochenenden durch das hohe Besucheraufkommen Chaos. Das soll nun vermieden werden. Die im vergangenen Sommer angehobenen Parkgebühren am Epplesee sollen vom Gemeinderat genehmigt werden, sagte Rheinstettens Oberbürgermeister Sebastian Schrempp (CDU). In der Badesaison 2020 hat der Parkplatzbetreiber rund 120.000 Euro eingenommen.

Badesaison 2021: Verbot für Hunde und Shishas an Badeseen in Baden-Württemberg

Für die kommende Badesaison in Baden-Württemberg könnte sich auch für Hundebesitzer einiges ändern. In Rheinstetten liegt nach Angaben der Badischen Neuesten Nachrichten ein Änderungsvorschlag vor, demnach Hunde aus hygienischen Gründen im Strand- und Badebereich verboten werden sollen. Als Alternative soll es jedoch einen klar ausgewiesenen Hundestrand am Epplesee geben. Daneben soll auch ein Verbot für das Rauchen von Shisha-Pfeifen und der Verwendung von Musikanlagen mit Stromaggregaten auf den Gelände der Seen mit in die Badegewässer-Verordnung aufgenommen werden.

Um einen erneuten Ansturm auf die Badeseen in Baden-Württemberg zu vermeiden, erwartet die Stadt Rheinstetten von den Parkplatzbetreibern ab der kommenden Badesaison E-Tickets einzuführen. Das System solle folgendermaßen funktionieren. Parktickets sollen im Vorfeld über das Internet gekauft werden können sofern noch Parkplätze vorhanden sind, jedoch auch vor Ort erstanden werden. Die Anzahl der freien und belegten Parkplätze wird dabei über das Ticketing-System verwaltet und kann öffentlich eingesehen werden. Zudem soll das Nachtparkverbot auf dem Parkplatz zukünftig bereits ab 22 statt wie bisher ab 23 Uhr gelten.

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