Twenty47

Automaten-Supermarkt eröffnet in Freiburg: Einkaufen ohne Bargeld und Kontakt

Verkaufsautomaten stehen in einem Twenty47-Laden in Freiburg
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Der erste Twenty47-Shop hat in Freiburg eröffnet - es sollen weitere folgen.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Im Freiburger Hauptbahnhof hat der erste Automatenshop von Twenty47 geöffnet. Vor allem regionale Produkte stehen zum Verkauf. Die Gründer wollen deutschlandweit expandieren.

Freiburg - Seit Montag hat im Freiburger Hauptbahnhof der erste Automatenshop von Twenty47 offiziell geöffnet. Auf 240 Quadratmetern werden rund um die Uhr an 24 Automaten die unterschiedlichsten Produkte angeboten. Über 300 Waren sind im Sortiment - neben Lebensmitteln, Feinkost, Souvenirs, Snacks und Getränken finden die Einkäufer auch Fan-Artikel des SC Freiburg in den Automaten.

Die Idee für einen Automatenladen hatte Gründer Andreas Kaiser schon länger: „Die Corona-Pandemie mit Lockdown und Hygieneauflagen gaben schließlich den Anlass zu Umsetzung“, sagt er in einer MItteilung. Das Coronavirus hatte das Einkaufen im Einzelhandel erschwert. Erst mit den Lockerungen, die Mitte Mai in Baden-Württemberg in Kraft traten, ist das Shopping weitestgehend wieder möglich.

Einkaufen im Automaten-Supermarkt Twenty47 hat dagegen eine Besonderheit: Er erfolgt bargeld- und kontaktlos - und soll damit hygienischer ablaufen als in einem herkömmlichen Laden, wo Kontakt unvermeidlich ist. Mit dem Standort am Freiburger Hauptbahnhof will der 53-jährige Andreas Kaiser vor allem Reisende, jüngere Menschen und Studenten ansprechen.

Twenty47 in Freiburg: Besonders Getränke und regionale Produkte verkaufen sich gut

„Diese Zielgruppe kommt mit dem bargeldlosen Konzept am besten zurecht, sie sind praktisch ja damit aufgewachsen“, sagt Pressesprecherin Linda Steffen gegenüber BW24. Zahlen können die Kunden mit Kredit-, EC- und Visa-Karte oder per Apple Pay. Eine Bargeldzahlung ist dagegen nicht möglich.

In den ersten Tagen nach der Eröffnung - bereits am vergangenen Freitag waren erste Einkäufe möglich - sei der Automatenmarkt gut angenommen worden. Bisher seien knapp 1.000 Verkäufe registriert worden. Besonders Getränke verkauften sich gut, so Steffen, daneben aber auch regionale Produkte, die zum Teil bereits am Freitag vollständig ausverkauft gewesen seien.

Automaten-Supermarkt Twenty47 soll sich deutschlandweit etablieren

Eine weitere Besonderheit der Twenty47-Läden soll die Regionalität sein. Damit will sich das Unternehmen von anderen Automatenmärkten abheben. Überwiegend Produkte von Händlern aus der näheren Umgebung wie Weinverkäufer, Souvenirhändler aus dem Schwarzwald und Brauereien aus der Region finden daher bevorzugt Platz hinter den Scheiben. „Wir wollen damit den regionalen Händler einen Verkaufsweg bieten, sich unabhängig von allem, was gerade passiert - wie Lockdowns - ihre Produkte weiterhin verkaufen zu können“, sagt Sprecherin Linda Steffen.

Der Twenty47-Laden in Freiburg soll nicht der einzige bleiben. Das Konzept wollen die Gründer zu einem Franchise aufbauen, das deutschlandweit mit dem regionalen Aspekt betrieben werden könne, so Linda Steffen. Das Karlsruher Institut für Technologie hätte bereits Interesse bekundet. Dort soll ein kleinerer Laden entstehen, der entsprechend mit Produkten aus der Karlsruher Region gefüllt werden soll.

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