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Autokorso in Lahr gegen Diskriminierung Russlanddeutscher

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Autokorso in Lahr gegen Diskriminierung Russlanddeutscher
Menschen versammeln sich mit russischen Fahnen vor dem Beginn eines pro-russischen Autokorsos durch Lahr, wo Tausende Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion wohnen. © Maren Richter/dpa

In Lahr protestierten am Sonntag mit einem Autokorso mehrere Menschen gegen die Diskriminierung von Russlanddeutschen. Die Versammlung sei friedlich verlaufen.

Lahr (dpa/lsw) - Ein pro-russischer Autokorso mit etwa 100 Fahrzeugen ist durch Lahr gerollt, wo Tausende Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion wohnen. Zuvor versammelten sich am Sonntag etwa 100 Menschen am Bahnhof der Stadt im Ortenaukreis, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Protest richtete sich laut Veranstalter gegen die «Diskriminierung von Russlanddeutschen, für Frieden, gegen Krieg».

Die Versammlung sei friedlich verlaufen, sagte der Polizeisprecher. «Zwei, drei Sowjetflaggen mussten wir allerdings entfernen.» Das Zeigen oder Tragen bestimmter Symbole und Abzeichen sei untersagt worden, etwa die Abbildung des Buchstabens «Z», der für den russischen Krieg gegen die Ukraine steht.

Auch in Heilbronn und Reutlingen gab es pro-russische Kundgebungen

In Heilbronn versammelten sich am Sonntag laut Polizei rund 150 Demonstrierende zu einer pro-russischen Kundgebung. Bereits am Samstag waren in Reutlingen etwa 25 Wagen teils mit russischen Fahnen auf den Motorhauben und an den Fenstern durch die Stadt gefahren. Die Aktion richtete sich gegen eine Diskriminierung russischsprachiger Menschen und sollte ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland setzen. Solche Autokorsos gab es vor zwei Wochen auch schon in Stuttgart und Lörrach.

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