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PR-Expertin bezeichnet Ricarda Lang als „Grüne Tonne“ - Netz straft sie ab: „Unterste Schublade“

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Von: Nadja Pohr

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Ricarda Lang, stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen, im Interview
Ricarda Lang muss sich immer wieder mit Bodyshaming auseinandersetzen. © Janine Schmitz/IMAGO

Immer wieder fällt Ricarda Lang Bodyshaming zum Opfer. Nun hat sich auch die PR-Expertin Alexandra von Rehlingen abfällig geäußert und wurde dafür im Netz kritisiert.

Stuttgart/Hamburg - Ricarda Lang wurde zusammen mit Omid Nouripour zur neuen Parteispitze der Grünen gewählt. Die junge Politikerin hat bereits ein klares Ziel vor Augen: „Alles tun, um beim Klimaschutz endlich auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen“. Dies betonte sie bereits, als sie sich zu den Straßenblockaden der Klimaaktivisten äußerte und Verständnis zeigte.

Doch Ricarda Lang muss sich nicht nur mit politischen Themen auseinandersetzen, sondern ist auch extrem von Bodyshaming betroffen. Gerade im Internet wird über ihr Aussehen und Gewicht sowie ihren Bildungshintergrund - ein abgebrochenes Studium - nicht nur gelästert, sondern gehetzt.

Auch die PR-Expertin Alexandra von Rehlingen beleidigte Ricarda Lang nun auf der Plattform Instagram. Dort ätzte sie: „Wenn die grüne Tonne vegan leben würde … wäre dem Klima geholfen“ und bezieht sich dabei auf das Klimaziel des 1,5-Grad-Pfads. Ihre unfassbare Entgleisung rechtfertigt die PR-Expertin lediglich mit der Aussage, dass die Person Ricarda Lang „nur das Vehikel“ gewesen sei, das sie inspiriert habe und man in einer humorlosen Welt lebe.

Heftige Kritik nach Beleidigung von Ricarda Lang: „Niemand möchte als Tonne bezeichnet werden“

Im Netz reagieren die Menschen fassungslos über die respektlose Aussage von Alexandra von Rehlingen. „Egal ob man die grüne Politikerin mag oder nicht mag, muss man nicht gleich in die Beleidigungskiste greifen“, tadelt eine Facebook-Userin. Ein anderer Nutzer fügt an, er sei kein Freund der Grünen, aber „auch kein Freund von Beledigungen - Unterste Schublade“.

„Es gibt Dinge, über die macht man sich schlicht und einfach nicht lustig“, findet ein anderer und ergänzt, dass es ziemlich schwach sei, wenn man sie aufgrund ihres Aussehens beleidigen müsse. „Niemand möchte als Tonne bezeichnet werden. Der Respekt anderen Menschen gegenüber ist in diesem Land leider verloren gegangen.“ Erschreckend ist dazu auch die Vielzahl an Kommentaren, die Alexandra von Rehlingen recht geben. „Wenn Beleidigungen als Wahrheit gesehen werden, ist das einfach nur traurig“, meint ein Nutzer in diese Richtung.

Alexandra von Rehlingen zeigt trotz Löschung des Beitrags von Einsicht keine Spur

Ihren Beitrag hat die PR-Expertin von Rehlingen wieder gelöscht, dennoch sieht sie in ihren Äußerungen nichts Negatives. „Ich will niemanden beleidigen, mir ging es nur darum, auf die Sache aufmerksam zu machen. Jeder weiß, dass es für die CO2-Bilanz viel schlimmer ist, Tiere zu essen als z. B. einen Diesel zu fahren“, sagt sie.

Laut Bild würde sie dennoch nicht noch einmal so etwas posten. Zuletzt äußerte sich auch der Stuttgarter IHK-Chef abfällig über Ricarda Lang und Omid Nouripour. Auf Facebook schrieb er zur Wahl der beiden: „Na klasse. Zwei ohne Berufsausbildung (beides erfolglose Studienabbrecher) an der Spitze einer Regierungspartei.“ Auch er löschte den Post kurze Zeit später wieder.

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