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AOK ruft zur Krebsvorsorge auf - Rückgang während Pandemie

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Eine Ärztin misst den Blutdruck eines Patienten (Symbolbild).
Der AOK-Bundesverband ruft dazu auf, Untersuchungen zur Krebsvorsorge auch während der Pandemie wahrzunehmen (Symboldbild). © gpointstudio/www.imago-images.de

Seit Beginn der Pandemie sind die Untersuchungen zur Krebsvorsorge zurückgegangen. Der AOK-Bundesverband ruft anlässlich des Weltkrebstags dazu auf, sie dennoch wahrzunehmen.

Berlin (dpa) - Der AOK-Bundesverband hat dazu aufgerufen, die Untersuchungen zur Krebsvorsorge auch während der Corona-Pandemie wahrzunehmen. «Das ist die einzige Chance, eine Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Das kann Leben retten», sagte Vorstandschefin Carola Reimann anlässlich des Weltkrebstags am Freitag.

Nach Angaben der AOK ist die Nachfrage nach der Früherkennung seit Beginn der Pandemie bei einigen Krebsformen phasenweise um bis zu 20 Prozent zurückgegangen. Insbesondere Männer nutzten die Früherkennungsangebote zu selten, einen Rückgang gebe es aber in fast allen Bereichen. Mediziner befürchteten daher einen Anstieg der Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium.

Reimann warb zudem dafür, dass sich Krebspatienten verstärkt an Spezialkliniken wenden. So habe es vor Corona fast 200 Krankenhäuser gegeben, die weniger als 20 Brustkrebs-Operationen pro Jahr durchgeführt hätten. Eine solche «Gelegenheitschirurgie» sei unverantwortlich, weil die nötige Routine fehle, kritisierte Reimann.

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