Graben-Neudorf

Lebensgefährlicher Anschlag auf Bahn zwischen Mannheim und Karlsruhe

Symbolbild: Ein leeres Bahngleis in Berlin am Westhafen.
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Symbolbild: Ein leeres Bahngleis in Berlin am Westhafen.
  • Marleen van de Camp
    vonMarleen van de Camp
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Unbekannte haben einen Anschlag auf die Bahn zwischen Karlsruhe und Mannheim verübt. Dabei brachten die Täter sich selbst in Lebensgefahr.

  • Unbekannte haben einen Anschlag auf die Bahn zwischen Karlsruhe und Mannheim verübt.
  • Durch Steine auf dem Gleis wollten die Täter offenbar den Zug zum Entgleisen bringen.
  • Der Zug überstand den Anschlag unbeschadet, doch die Täter brachten sich selbst in Lebensgefahr.

Karlsruhe – Unbekannte haben am 16. Juni einen Anschlag auf die Bahn verübt. Auf der Strecke zwischen Mannheim und Karlsruhe legten sie Steine auf ein Gleis. Die Täter wollten höchstwahrscheinlich den Zug zum Entgleisen bringen. Stattdessen brachten sie sich selbst in Lebensgefahr, wie die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe berichtet

Anschlag auf Bahn zwischen Karlsruhe und Mannheim führt zu Sperrung der gesamten Bahntrasse

Der Verkehr in der Landeshauptstadt Stuttgart ist sehr dicht. Der Hauptbahnhof Stuttgart wird täglich von sehr vielen Linien angefahren, darunter ICE, IC, RE, S-Bahn und TGV. Es kommt immer wieder zu Vorfällen in den öffentlichen Verkehrsmitteln - zum Beispiel, als in einer S-Bahn in Stuttgart Raucher ausrasteten, als ein Fahrgast sie auf das Rauchverbot hinwies. Sie prügelten auf den Mann ein und schlugen ihm eine Flasche ins Gesicht. Lebensgefahr bestand zwar nicht, doch die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

In anderen Landkreisen von Baden-Württemberg geht es eigentlich etwas entspannter zu. Doch nahe der Gemeinde Graben-Neudorf, fand am vergangenen Mittwoch ein Anschlag auf ein Gleis der Bahn statt. Deswegen musste die gesamte Bahntrasse von Karlsruhe nach Mannheim für 20 Minuten gesperrt werden. 

Lebensgefahr für Täter bei Anschlag auf Bahn in diesem Streckenabschnitt 

Gegen 17:20 Uhr bemerkte der Lokführer eines Güterzugs auf der Strecke zwischen Karlsruhe und Mannheim mehrere Jugendliche am Gleis auf Höhe einer Brücke bei Graben-Neudorf. Kurz darauf überrollte der Zug Steine, die jemand auf die Schienen gelegt hatte. Der Lokführer konnte bei der Begutachtung des Zugs keinen Schaden feststellen. Die Täter selbst haben Glück, dass sie mit dem Leben davongekommen sind. Laut Bundespolizei und Bahn erforderte der Anschlag den Aufenthalt in unmittelbarer Nähe eines fahrenden Zugs, was auf diesem Streckenabschnitt Lebensgefahr bedeutet. 

Bundespolizei sucht Zeugen – Tätern droht wegen Anschlag auf Bahn Freiheitsstrafe

Denn auf dem betroffenen Gleis zwischen Karlsruhe und Mannheim fahren die Züge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern. Dabei entsteht ein Sog, der Personen, die sich in der Nähe aufhalten, mitreißen kann. Die Deutsche Bahn warnt darum grundsätzlich vor Lebensgefahr beim Aufenthalt nahe der Schienen.

Auch wenn die Täter den Anschlag bei Graben-Neudorf überlebt haben, könnte er sie einige Jahre ihrer Lebenszeit kosten, die sie nun womöglich in Haft verbringen müssen. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Das ist eine Straftat, die laut Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von zwischen sechs Monaten und zehn Jahren bestraft wird.  

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