Typisch schwäbisch

Es gibt jetzt einen Leberkäs-Drive-in im Alb-Donau-Kreis

In einem Drive-In gibt eine Verkäuferin eine Tüte aus dem Fenster.
+
Im Alb-Donau-Kreis hat der weltweit erste Leberkäs-Drive-In eröffnet.
  • Anna-Lena Schüchtle
    vonAnna-Lena Schüchtle
    schließen

Weder Burger noch Pommes gibt es im Drive-In von Metzger-Familie Weinbuch, sondern Leberkäswecken - kurz Lkw. Eröffnet mitten in der Corona-Pandemie, ist das Konzept ein absoluter Erfolg.

Alb-Donau-Kreis - Not macht erfinderisch, heißt es. Und in Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg, die geprägt ist von Verboten und Beschränkungen, erfordert es vielleicht sogar ganz besonders viel Kreativität, um den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie nicht zum Opfer zu fallen.

So ließ sich etwa während des Lockdowns im Frühjahr eine kleine Bäckerei im Kreis Lörrach von Fast-Food-Ketten wie McDonald‘s oder Burger King inspirieren und öffnete einen eigenen Drive-In-Schalter. Damals wie auch aktuell, nachdem die Corona-Regeln in Form eines erneuten Teil-Lockdowns verschärft wurden, dürfen Gastronomie-Betriebe nämlich keine Gäste mehr empfangen - ihre Speisen jedoch sehr wohl zur Lieferung beziehungsweise Abholung anbieten.

Weltweit erster Leberkäs-Drive-In eröffnet: In Zeiten von Corona ist er ein voller Erfolg

Davon profitiert nun auch ein Projekt, das zwar bereits vor Einsetzen der Corona-Pandemie in Planung gewesen war, aber ebenfalls in Anlehnung an den bekannten Drive-In der US-amerikanischen Fast-Food-Ketten entstanden ist - nur gibt es keine Burger. Typisch schwäbisch handelt es sich dabei nämlich um den weltweit ersten „Lkw“- beziehungsweise Leberkäs-Drive-In, der kürzlich an der B311 im Alb-Donau-Kreis aufgemacht hat.

Die Idee dazu wurde von Metzger-Familie Weinbuch bereits vor langer Zeit entwickelt, und zwar während der Konzeption ihres neuen Bistro-Gebäudes, das sie an der Bundesstraße bei Öpfingen eröffnen wollten. „Als wir das geplant haben vor sieben Jahren, haben wir an die Frau Corona noch nicht gedacht“, erzählt Besitzer Franz Weinbuch in einem Beitrag der SWR Landesschau.

Und weiter: „Aber es ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt. Die Leute können hierherfahren, holen ihre Sachen kontaktlos und können weiterfahren - das Ganze ist also Corona-tauglich.“ Wie sich zeigt, geht das Konzept voll auf. Gerade um die Mittagszeit stehen die Kunden zum Teil Schlange, um sich ihren Lkw to-go am Leberkäs-Drive-In der Familie Weinbuch zu holen.

Mitten in der Pandemie: Schwäbische Metzger-Familie eröffnet Leberkäs-Drive-In

„Man kann ja nirgends mehr in die Gaststätte gehen“, sagt eine Frau im Interview mit dem SWR. „Und das passt jetzt hier sehr gut, dass man sich hier diesen Leberkäswecken holen kann.“ Ein Berufskollege der Familie Weinbuch erzählt anerkennend aus seinem Auto heraus: „Ich bin auch Metzger-Meister, und das ist ein Wahnsinns-Ding, was der Mann da hingestellt hat - ich hab das noch nie gesehen in dieser Version.“

Franz Weinbuch ist im Übrigen davon überzeugt, dass der Andrang bei seinem Leberkäs-Drive-In auch nach der Corona-Pandemie nicht abflachen wird. Das hat, wie er dem SWR erzählt, einen ganz einfachen Grund: „Bei unseren Leberkäs-Essern in Schwaben glaube ich fast daran, dass das dann so bleibt. Weil der Leberkäswecken gehört bei uns dazu wie ein Steak.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare