1. bw24
  2. Baden-Württemberg

221 Menschen wenden sich wegen Diskriminierung an Landesstelle

Erstellt:

Kommentare

Bedrohungen gegenüber LGBT-Personen nehmen in Afghanistan zu.
Auch im 21. Jahrhundert ist Diskriminierung ein Problem. Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat deshalb eine Antidiskriminierungsstelle geschaffen - und zog jetzt erstmals Bilanz. © Christoph Hardt / IMAGO

Alle Menschen in Baden-Württemberg sollen gleich behandelt werden. Dafür hat Grün-Schwarz extra eine Antidiskriminierungsstelle geschaffen. Nun wird im Landtag Bilanz gezogen.

Stuttgart (dpa/lsw) - Diskriminierung wegen einer Behinderung oder Rassismus - das sind die beiden häufigsten Gründe, aus denen sich Betroffene im vergangenen Jahr an die Antidiskriminierungsstelle des Landes gewandt haben. Dies geht aus einer Stellungnahme des Sozialministeriums auf einen Antrag der Grünen-Fraktion hervor. Grün-Schwarz hatte die Stelle 2018 eingerichtet, am Mittwoch (10.00 Uhr) ziehen die Abgeordneten in einer Aussprache im Landtag Bilanz.

Im vergangenen Jahr nahmen 221 Menschen Kontakt zu der Einrichtung auf, heißt es in der Antwort von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) auf den Antrag. Im Vergleich zum Vorjahr ist das demnach ein Rückgang von 21 Anfragen.

Im Koalitionsvertrag haben Grüne und CDU ein landeseigenes Antidiskriminierungsgesetz angekündigt. Es soll Benachteiligungen wegen der Hautfarbe und anderer Merkmale verhindern. Kritik hatte es dafür in der Vergangenheit besonders von der Polizeigewerkschaft gegeben. Sie befürchtet unter anderem, dass Polizisten durch das Gesetz vorverdächtigt werden könnten. Lucha kündigte jedoch an, dass das Gesetz Lücken im Diskriminierungsschutz schließen und Betroffene stärken soll.

Auch interessant

Kommentare