Satire

20 Millionen Euro pro Tag: Saudi-Prinz mietet Europapark für Sohn Ali (8) - „absolut corona-konform“

Silverstar im Abendrot
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Der Junge konnte endlich so oft Achterbahn fahren, wie er wollte.
  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Während des Lockdowns sind in Baden-Württemberg alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Auch der Europapark in Rust. Doch niemand hat gesagt, dass er nicht für Einzelpersonen öffnen darf.

Rust/Riad - Der zweite Lockdown in Baden-Württemberg wurde bis Mitte Februar verlängert. Millionen Eltern stehen nun weiterhin vor einem Problem: Wohin mit den Kindern?

Winfried Kretschmann will Schulen und Kitas erste nächste Woche öffnen. Mit den Kleinen Rodeln geht auch nicht, weil die Polizei Schwäbische Alb und Hochschwarzwald quasi zur militärischen Sperrzone erklärt hat. Und bei Memory sind auch schon alle Level durchgespielt.

Alles kein Problem mit dem nötigen Kleingeld. Ein Saudi-Prinz las bei BW24 von einem Skiliftbetreiber in Herrischried, der seine gesamte Anlage für 150 Euro pro Stunde an Familien vermietet. Denn für Mitglieder aus dem gleichen Haushalt ist die Nutzung einer solchen Freizeitanlage laut Corona-Verordnung erlaubt.

„Think big“, dachte sich da der Saudi-Prinz und beschloss, gleich den gesamten Europapark zu mieten. 20 Millionen Euro ließ der Saudi-Prinz rüberwachsen, damit es Sohn Ali (8) einen Tag lang im Badischen krachen lassen konnte. Das tat der Knirps dann auch. „Endlich keine Schlange bei der Blue Fire“, schwärmte der Junge hinterher. „Ich durfte immer vorne sitzen.“

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut begrüßte die Aktion des Saudi-Prinzen. „Genau das brauchen wir jetzt, um unseren starken Wirtschaftsstandort wiederzubeleben.“ Außerdem sei dies ein weiteres Zeichen, dass die 15 Millionen Euro für den baden-württembergischen Expo-Pavillon in Dubai hervorragend investiert seien. Eine Kommission soll nun weitere attraktive Geschäftsmodelle entwickeln, um noch mehr Saudis ins Ländle zu locken.

Im Gespräch: „Rent an Ola“ - Daimler-Chef Källenius demonstriert als Privatchauffeur persönlich, wie dem Mercedes EQA nach 300 Kilometern auf der Autobahn der Saft ausgeht. Oder: „Die GANZE Wahrheit hinter Stuttgart 21“ - eine Führung durch die Großbaustelle mit Tourguide Xavier Naidoo.

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