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Extrem-Athlet schlägt E-Auto von Tesla in Reichweiten-Wettkampf - „absolut brutal“

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Von: Julian Baumann

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Athlet Robbie Balenger (links) läuft neben einem Model 3 des E-Autoherstellers Tesla.
Extrem-Athlet Robbie Balenger trat bei einem Reichweiten-Rennen gegen ein Tesla Model 3 an. © Ten Thousand/autoevolution

Mensch gegen Maschine: In einem ungewöhnlichen Wettkampf hat ein Extrem-Athlet aus den USA ein Tesla Model 3 in Sachen Reichweite geschlagen.

Stuttgart/Austin - Zu Beginn des derzeitigen E-Auto-Booms war die limitierte elektrische Reichweite der Fahrzeuge einer der meistgenannten Kritikpunkte. Inzwischen haben die Hersteller diesen Aspekt der E-Autos aber immer weiter nach oben geschraubt. Mercedes-Benz stellte mit dem Super-E-Auto EQXX einen Reichweitenrekord auf. Das E-Auto aus Stuttgart fuhr eine Strecke von über 1.000 Kilometern mit nur einer Batterieladung. Demnach können die modernen Stromer bereits jetzt mit vergleichbaren Verbrenner-Modellen mithalten, in den USA trat jüngst allerdings kein anderes Auto, sondern ein Mensch gegen ein E-Auto an.

Wer hält länger durch? Ein E-Auto von Tesla, oder ein Extrem-Athlet, der auf rein vegane Ernährung setzt? Dieser Frage ist der Athlet Robbie Balenger bei einem der wohl ungewöhnlichsten Rennen nachgegangen. Er trat im April außerhalb der texanischen Stadt Austin, in der Tesla seinen Hauptsitz hat, gegen ein Model 3 an, wie das Portal autoevolution berichtet.

Tesla E-Auto vs. Extrem-Athlet: „Moderne Version eines Mensch gegen Pferd-Rennens“

Das Mittelklasse-E-Auto Model 3 von Tesla ist offenbar ein beliebtes Fahrzeug, um gegen andere Modelle bei Reichweiten-Rennen anzutreten. Anfang vergangenen Jahres musste sich das Tesla-Modell dem Porsche Taycan in einem Rennen durch die USA geschlagen geben. Gegen einen elektrischen Sportwagen von Porsche zu verlieren, ist sicherlich keine Schande. Ein Wettkampf zwischen einem Läufer und einem E-Auto klingt da schon deutlich unausgeglichener. Extrem-Sportler Robbie Balenger ging es nach eigener Aussage aber nicht darum, das Unternehmen von Elon Musk zu diffamieren.

„Für viele, mich eingeschlossen, ist Tesla die aufregendste Sache, die der Mobilität passiert ist, seit das Pferd vom Auto abgelöst wurde“, sagte er laut autoevolution. „Welchen besseren Gegner gibt es also für eine moderne Version eines Mensch gegen Pferd-Rennens?“ Bei dem Rennen außerhalb der Stadt Austin in Texas starteten Balenger und das Model 3 am selben Punkt. Der Akku des Teslas war zu Beginn voll aufgeladen, und fuhr mit einer Geschwindigkeit von über 100 Kilometern pro Stunde.

Extrem-Athlet schlägt Tesla Model 3 um rund 30 Meter - „Es war absolut brutal“

Dass ein Mensch, egal wie sportlich und trainiert er auch sein mag, gegen ein E-Auto bei einem Geschwindigkeitsrennen keine Chance hätte, ist wohl bekannt. Dem Team von Robbie Balenger ging es bei dem Wettkampf aber darum zu prüfen, ob ein Läufer dem E-Auto in Sachen Ausdauer gewachsen sein kann. Die beiden Kontrahenten starteten deshalb auch nicht gleichzeitig, sondern versetzt. Das Tesla-Modell fuhr mit der hohen Geschwindigkeit von über 100 Kilometern pro Stunde eine Strecke von 349 Kilometern, bis der Akku leer gefahren war. Balenger startete als zweiter und lief die gleiche Route, die der Tesla fuhr.

Für die Strecke benötigte der Extrem-Sportler rund 77 Stunden, wobei er auch Nachts durchlief und sich nur wenige Pausen für Essen, Schlaf und einem Kleidungswechsel gönnte. Während der Tesla nach 349 Kilometern keine Batteriekapazität mehr hatte, lief Balenger laut autoevolution noch etwa 30 Meter weiter und schlug das E-Auto dadurch mit einem knappen Vorsprung. „Es war absolut brutal, aber wir haben es geschafft“, sagte er nach dem Wettkampf. Ursprünglich hatte das Team gehofft, die Stecke in unter 72 Stunden zu schaffen. Das sei aufgrund der Hitze an diesem Tag aber nicht möglich gewesen. Eine ähnlich verrückte Idee gibt es auch in Deutschland: Ein Unternehmer aus Böblingen fuhr das Tesla Model Y „bis er stirbt“.

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