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Elon Musk hält nichts von Zwei-Klassen-System - „Jeder ist ein Arbeiter“

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Von: Julian Baumann

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Tesla-Chef Elon Musk
Elon Musk sprach sich bei Twitter gegen ein Zwei-Klassen-System bei Tesla aus. Die Nutzer reagierten mit Unverständnis.. © Patrick Pleul/dpa

Tesla-Boss Elon Musk führt den E-Autobauer mit eiserner Hand. Von einem Zwei-Klassen-System hält der Unternehmer nach eigenen Angaben aber nichts.

Stuttgart/Austin - Wohl kaum ein Unternehmen der Weltwirtschaft wird derart mit der Person an seiner Spitze assoziiert wie der US-amerikanische E-Autobauer Tesla. Elon Musk leitet das Unternehmen nicht nur als CEO, sondern ist auch der größte Anteilseigner und fungiert als Chefingenieur des Autoherstellers. Da der umstrittene Visionär nach eigenen Angaben rund um die Uhr arbeitet, verlangt er auch seinen Mitarbeitern bei Tesla einiges ab. Elon Musk drohte den Tesla-Mitarbeitern mit einem Rausschmiss, sollten sie weiter im Homeoffice bleiben.

Auf Twitter, dem Kurznachrichtendienst den Elon Musk beabsichtigt zu kaufen, nimmt der Tesla-Boss kein Blatt vor den Mund und verbreitet offen seine Meinung. Nun sprach er sich gegen ein Zwei-Klassen-System, also einer Unterscheidung zwischen den Arbeitern und dem Management aus. Da er selbst als Chef des Unternehmens alle Zügel in den eigenen Händen hält, traf diese Äußerung auf Twitter auf Unverständnis.

Elon Musk: Bei Tesla werden alle gleich behandelt - „kein Elfenbeinturm-Zeug“

Elon Musk gilt bei Tesla, und auch bei seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX, nicht gerade als einfacher Chef. Dass ihm die unternehmerischen Ziele des Autobauers wichtiger sind, als das Wohl der Mitarbeiter, zeigte auch eine Äußerung in Bezug auf den Corona-Lockdown in der China-Metropole Shanghai. In der dortigen Gigafactory mussten die Tesla-Mitarbeiter trotz eines Lockdowns weiterarbeiten und auf dem Boden der Fabrik schlafen. Elon Musk zeigte sich davon begeistert. Zudem hat der Unternehmer offenbar bei allen Entscheidungen, die Tesla betreffen, das letzte Wort.

Beispielsweise sind Nachrichten und Neuigkeiten über Tesla auf Twitter wohl Chefsache, obwohl auch Twitter-Bots über ein Jahrzehntelang Tesla gepusht haben sollen. Auf Twitter erklärte Elon Musk am Donnerstag, 2. Juni, allerdings, dass bei dem E-Autobauer alle Mitarbeiter gleich behandelt werden. „Jeder isst das gleiche Essen, verwendet die gleichen Toiletten und so weiter - keine Sonderbehandlung für Geschäftsführer oder Elfenbeinturm-Zeug“, schrieb er. „So etwas wie ein Arbeiter gegen Management Zwei-Klassen-System sollte es nicht geben“, so Musk weiter. „Jeder ist ein Arbeiter.“

Twitter Nutzer sind von Musks Aussage nicht überzeugt - „was sagen die Gehaltschecks dazu?“

Auf Twitter reagierten viele Nutzer mit Unglauben auf die Äußerung des Tesla-Chefs. „Das erzeugt die Illusion eines ‚klassenlosen Systems‘“, schrieb eine Userin. „Aber was sagen die Gehaltschecks dazu?“ Ein anderer Nutzer stimmt zu: „Und doch werden alle unterschiedlich bezahlt“, schrieb er. „Die einzige Möglichkeit, wie das (die Aufteilung in zwei Klassen, Anm.d.Red.) nicht passieren würde, wäre, wenn die Firma den Arbeitern gehören würde. Aber das würde dir bestimmt nicht gefallen.“

Ein weiterer Twitter-User schrieb, dass Tesla eben das „Kind“ von Elon Musk, sein Unternehmen, sei und er deshalb alles für das Unternehmen opfern könne. „Aber den Angestellten gehört die Firma eben nicht.“ Was genau der Tesla-Boss mit seinem Tweet aussagen wollte, ist wohl nur ihm selbst bekannt. Ein User vermutet allerdings, Elon Musk wollte darauf hinaus, dass allen Tesla-Mitarbeitern Respekt entgegengebracht werden soll, egal ob Arbeiter oder Manager. Einige Mitarbeiter zeigten sich aber auch vom Gehalt bei Tesla Deutschland nicht überzeugt, „es könnte besser“ sein, hieß es auf Kununu.

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