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Frank Thelen glaubt weiterhin an Tesla: „Ohne Musk hätte es die Revolution des elektrischen Autos nie gegeben“

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Von: Julian Baumann

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Unternehmer Frank Thelen glaubt noch immer an den Erfolg von Tesla. Er ist allerdings der Meinung, CEO Musk sollte sich wieder mehr auf den E-Autobauer konzentrieren.

Stuttgart/Bonn - US-Elektroautobauer Tesla und sein charismatischer CEO Elon Musk galten lange Zeit als Vorreiter und Aushängeschild der E-Auto-Revolution. Spätestens seit der Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter durch Musk bekommt das Vermächtnis des Unternehmens immer mehr Risse. Durch die Twitter-Eskapaden von Elon Musk wenden sich Tesla-Fans bereits ab und auch der Kult um den umstrittenen Visionär flacht merklich ab. Bei einem Gastauftritt wurde der Tesla-Chef minutenlang ausgebuht. Der deutsche Unternehmer und Investor Frank Thelen glaubt jedoch noch immer an den Erfolg des US-Unternehmens.

Nach der Twitter-Übernahme und der Umgestaltung des Unternehmens kritisierten Tesla-Anleger, dass Elon Musk sich zu sehr auf den Kurznachrichtendienst konzentriere und der Autobauer zunehmend hinten angestellt werde. Auch Frank Thelen, der sich als Tesla-Befürworter bezeichnet, erklärte im Interview mit dem Spiegel, dass Musk sich wieder mehr auf sein bekanntestes Unternehmen konzentrieren solle. Die Eskapaden bei Twitter haben die Meinung des gebürtigen Bonners zu Elon Musk und Tesla aber nicht getrübt.

Unternehmer Frank Thelen: „Würde mir wünschen, dass sich Elon Musk wieder auf Tesla konzentriert“

Frank Thelen hat selbst mehrere Softwarefirmen gegründet und in weitere investiert. Deshalb fühlt er sich wohl auch im Geiste mit Tesla-CEO Elon Musk verbunden. Obwohl der Multimilliardär mit seinem Verhalten als Twitter-Eigentümer an seinem eigenen Vermächtnis sägt, glaubt Thelen nach eigener Aussage nicht, dass dies langfristige Folgen haben wird. „Alles rund um diesen Twitter-Kauf war natürlich verrückt, aber in zwei Monaten werden wir uns wieder darauf besinnen, was Elon Musk für die Welt leistet“, sagte er dem Spiegel. Wenn man betrachte, wer zuletzt am meisten für die Menschheit getan habe, müsse man Steve Jobs (Mitgründer und langjähriger CEO von Apple, am 5. Oktober 2011 verstorben) nennen.

Das Logo des E-Autohersteller Tesla im Schnee (links). Unternehmer und Investor Frank Thelen (rechts).
Die Stimmung bei den Tesla-Investoren wird zunehmend frostiger. Unternehmer Frank Thelen glaubt aber noch immer an den Erfolg des E-Autoherstellers. © Imago & Andreas Gebert/dpa (Fotomontage: BW24).

„Wir feiern gerade das Jubiläum des iPhones, das hat alles verändert“, sagte Frank Thelen. „Musk hat dasselbe getan, ohne ihn hätte es die Revolution des elektrischen Autos nie gegeben.“ Die deutsche Autoindustrie habe das E-Auto lange Zeit für „Blödsinn“ gehalten, während Musk das Potenzial gesehen habe, das er auch an anderen Stellen wie beim multiplanetaren Leben, der künstlichen Intelligenz oder bei Brain-Computer-Interfaces sehe. „Der Mann ist ein Visionär“, so Thelen. Dass sich einzelne Tesla-Investoren von Musk distanzieren, könne er aber nachvollziehen. „Ich würde mir auch wünschen, dass sich Elon wieder auf Tesla konzentriert und sein Twitter-Amt sehr schnell abgibt.“

Frank Thelen glaubt weiterhin an Tesla-Erfolg – „Die Entwicklung ist herausragend“

Für die Umgestaltung von Twitter muss Elon Musk einiges an Geld in die Hand nehmen und hat deshalb kürzlich erneut Tesla-Aktien verkauft. „Das fand ich nicht gut, aber immerhin ging es nicht darum, sich teure Autos oder Superjachten anzuschaffen“, erklärte Frank Thelen, der selbst Tesla-Aktien besitzt. „Er wollte damit nur Twitter retten.“ Tesla ist an der Börse zwar nach wie vor der wertvollste Autobauer der Welt, durch den Verkauf der Aktien verliert der CEO aber immer mehr Einfluss. Ein Wirtschaftsexperte hatte den Hype um die Tesla-Aktien mit denen von Kryptowährungen verglichen.

Frank Thelen sagte dem Spiegel, er finde bei weitem nicht alles gut, was Tesla-Chef Elon Musk von sich gebe. An dem Erfolg seines Autobauers hat der bekannte Unternehmer aber offenbar trotz der Probleme keine Zweifel. „Schaut man auf die Produkte, Technologien, Umsätze und Gewinne von Tesla, ist die Entwicklung herausragend“, erklärte er. Tatsächlich spricht der Erfolg des E-Auto-Primus trotz anhaltender Kritik für sich. Im Jahr 2022 etablierte sich Tesla als führende Premium-Marke in den USA und ist damit nach 25 Jahren der erste heimische Autohersteller, dem dies gelingt. Zuvor hatte der deutsche Traditionskonzern BMW diese Position inne.

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