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„Tesla reagiert blitzschnell, wenn sie es wollen“: Stellenabbau hat offenbar begonnen

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Von: Julian Baumann

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Arbeiter warten am frühen Morgen an einem Eingang zur Baustelle für die Tesla-Autofabrik.
Einem Twitter-Beitrag zufolge hat der von Elon Musk angekündigte Stellenabbau bei Tesla bereits begonnen (Symbolbild). © Patrick Pleul/dpa

Tesla-Chef Elon Musk hat kürzlich angekündigt, die weltweite Belegschaft des E-Autobauers um zehn Prozent reduzieren zu wollen. Der Stellenabbau hat offenbar bereits begonnen.

Stuttgart/Austin - Beim E-Autobauer Tesla kehrt offenbar keine Ruhe ein. Auf der einen Seite expandiert das Unternehmen von Visionär Elon Musk und eröffnete beispielsweise Ende März eine Produktionsanlage in Brandenburg und wenige Tage später eine weitere Teska-Gigafactory in den USA. Auf der anderen Seite sprach der umstrittene Unternehmer in einer internen E-Mail an die Belegschaft kürzlich aber von einer Überbesetzung „in vielen Bereichen“. Deshalb kündigte Elon Musk an, bis zu 10.000 Stellen bei Tesla weltweit streichen zu wollen.

In der besagten E-Mail des Tesla-Chefs hieß es weiter, der geplante Stellenabbau betreffe nicht diejenigen Mitarbeiter, „die tatsächlich Autos, Batterien oder Solar-Installationen herstellen“. Dem Teslamag zufolge hat der Stellenabbau bei dem E-Autobauer aber bereits begonnen. Das Online-Portal bezieht sich dabei auf den Tweet eines Nutzers, der offenbar bei Tesla angestellt ist.

Tesla macht ernst: Mutmaßlicher Mitarbeiter verabschiedet Kollegen mit Tweet

Das im Gegensatz zu Traditionskonzernen wie Mercedes-Benz, BMW oder auch US-Herstellern wie Ford oder General Motors noch junge Unternehmen Tesla ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Ende 2021 meldete der Hersteller weltweit rund 100.000 Mitarbeiter, die bei Tesla und den Tochter-Unternehmen, beispielsweise SolarCity, angestellt waren. Durch die Aussage von Elon Musk, zehn Prozent der weltweiten Stellen abbauen zu wollen, stehen demnach rund 10.000 Mitarbeiter vor dem Aus. Einem Tweet zufolge hat der Visionär bei der Umsetzung dieses Planes keine Zeit verloren und bereits erste Stellen im Verwaltungsbereich gestrichen.

Am Samstag, dem 11. Juni, veröffentlichte der User Billwri90307793 auf Twitter einen Beitrag, der offenbar Tesla betrifft, obwohl das Unternehmen in dem Tweet nicht genannt wird. Das Teslamag berichtet allerdings, dass es sich bei dem Nutzer um einen Mitarbeiter des E-Autoherstellers handele. „An meine Kollegen, die heute unerwartet gegangen sind“, heißt es in dem Beitrag. Die Zusammenarbeit sei eine Freude gewesen und er werde den Kampf mit dem Wissen fortsetzen, das ihm die Kollegen vermittelt hätten.

Tesla: Twitter-Nutzer bestätigt Entlassungen - „ich war unter den 90 Prozent, die es nicht betraf“

Unter dem Tweet des Nutzers, der sich auf dem Kurznachrichtendienst „Viola“ nennt, laut dem Twitter-Handle aber männlich ist, fragte ein weiterer User, ob es tatsächlich Entlassungen gegeben habe. Der Verfasser bestätigte diese Annahme: „Ich war unter den 90 Prozent, die es nicht betraf“, schrieb er und verwies damit offenbar auf die 10 Prozent der Belegschaft, die gekündigt werden sollten. „Verdammt, ich habe nicht erwartet, dass sie das so schnell umsetzen würden“, schrieb der Fragesteller. Ein weiterer Nutzer bestätigte zudem indirekt, dass der Tweet tatsächlich auf den Stellenabbau bei Tesla bezogen war. „Tesla reagiert blitzschnell, wenn sie es wollen“, schrieb er.

Der Beitrag von Billwri90307793 und die Reaktionen der anderen User legen nahe, dass die Tesla-Mitarbeiter durch den angekündigten Stellenabbau das Unternehmen verlassen haben. Ein weiterer Nutzer teilte zudem seine Erfahrungen. Einige seiner Nachbarn seien auch entlassen worden, seien durch die Aktien und Hypotheken aber gut weggekommen. „Trotzdem traurig, weil sie das Unternehmen wirklich geliebt haben“, erklärte er. Ein User bat den Ersteller des Beitrags aber zu erklären, wie die Profile der gekündigten Angestellten ausgesehen hätten und ob es sich um Mitarbeiter gehandelt habe, die vorrangig von zuhause aus arbeiteten. Elon Musk hatte Tesla-Mitarbeitern, die weiter im Home Office bleiben, mit einem Rauswurf gedroht.

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