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Tesla muss 130.000 Fahrzeuge zurückrufen - Bauteil droht zu überhitzen

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Von: Nadja Pohr

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Das Elektroauto Model 3 von Tesla von innen
Erneut kommt es zu Problemen bei der Infotaiment-Einheit in Tesla-Modellen. Das Unternehmen muss zahlreiche Autos zurückrufen. © Christophe Gateau/dpa

Der US-Autobauer Tesla muss über 130.000 Fahrzeuge zurückrufen. Grund ist die Überhitzung des Prozessors in der Infotaiment-Einheit. Hier kam es schon einmal zu Problemen.

Austin/Stuttgart - Tech-Multimilliardär Elon Musk scheint das Glück momentan nicht auf seiner Seite zu haben. Nachdem Musk angekündigt hatte, den Kurznachrichtendienst Twitter übernehmen zu wollen, ist liegt der Deal momentan auf Eis. Der Grund: Twitter würde zu niedrige Zahlen von Fake-Accounts angeben. Und auch bei seinem Unternehmen Tesla scheint es viele Probleme zu geben.

Erst kürzlich eröffnete Tesla mit der „Giga Berlin“ in Grünheide die erste große Produktionsfabrik in Deutschland. Weil Anfang April 15.000 Liter einer Lackierfarbe ausgetreten waren, fordert ein Umweltverein die Schließung der Tesla Gigafabrik. Hinzu kommt, dass die E-Autos des US-Unternehmens zwar derzeit sehr gefragt sind, es jedoch bei den Lieferzeiten zu Schwierigkeiten kommt. Elon Musk sprach deshalb bereits von einem Bestellstopp.

Tesla ruft mehrere Tausend Modelle zurück, weil Bauteil überhitzt

Aber auch Tesla-Kunden, die bereits ein Modell besitzen, müssen diese nun teilweise zurückgeben. Der Autobauer muss fast 130.000 Fahrzeuge in den USA zurückrufen, weil ein Bauteil überhitzt. Es handelt sich um den Prozessor Ryzen-APU, der in der zentralen Infotaiment-Einheit verbaut ist. Im Falle des Heißlaufens reagiert dieses plötzlich verzögert oder überhaupt nicht mehr.

Gefährlich ist dies vor allem, weil über das Infotaiment-System von Tesla sowohl die Rückfahrkamera, als auch die Sichtkontrolle für die Windschutzscheibe, die Fahrmodi und weitere wichtige Anzeigen zugänglich sind. Das Unternehmen hat das Problem jedoch selbst frühzeitig erkannt und den Rückruf gemeldet. Betroffen sind die Modelle S und X aus den Jahren 2021 und 2022 sowie das Model 3 und Y aus diesem Jahr.

Bisher noch kein Rückruf für deutsche Tesla-Modelle

Darauf aufmerksam geworden ist das Unternehmen von Elon Musk durch zahlreiche Reklamationen, zu Unfällen sei es durch die Überhitzung des Prozessors jedoch noch nicht gekommen. Ob auch in Deutschland Tesla-Modelle zurückgerufen werden müssen, ist noch nicht bekannt. Auf der Rückruf-Seite von Tesla Deutschland ist diesbezüglich noch nichts vermerkt.

Es ist zudem nicht das erste Mal, dass es bei der Infotaiment-Einheit von Tesla zu Problemen kommt. Im Februar 2021 sind die Displays in den Modellen ebenfalls prozessorbedingt ausgefallen, da der integrierte Speicher zu klein war. Das Problem diesmal kann jedoch einfach über ein Update behoben werden. Die aktualisierte Firmware soll das Temperaturmanagement des Prozessors verbessern und so den Fehler verhindern.

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