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Tesla sperrt Polizisten bei skurriler Verfolgungsjagd ein - Flüchtiger nutzt Panne aus

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Von: Julian Baumann

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Ein Tesla X 100D Polizeifahrzeug, Bestandteil der erneuerten Flotte der Kantonspolizei Basel-Stadt.
Die Basler Polizei ist seit 2019 mit Teslas auf Verbrecherjagd. In einem Fall führten blockierende Türen des E-Autos aber zu skurrilen Szenen bei einer Verfolgungsjagd. © Georgios Kefalas/Keystone/dpa

Polizisten der Basler Polizei waren in ihrem Tesla-Einsatzfahrzeug einem Radfahrer auf den Fersen. Als sie den Verdächtigen zu Fuß verfolgen wollten, blockierten die Türen des E-Autos.

Stuttgart/Basel - E-Autos werden nicht nur bei Privatkunden immer beliebter, auch Behörden steigen zunehmend auf elektrische Fahrzeuge um. Als die Stuttgarter Feuerwehr Anfang 2021 auf E-Autos umstieg, ging ausgerechnet Mercedes-Benz leer aus. Grund dafür war, dass die Marke mit dem Stern zum damaligen Zeitpunkt noch nicht über einen großen elektrischen Fuhrpark verfügte. Dass E-Autos im Falle eines Einsatzes nicht in jedem Fall eine gute Wahl sind, zeigte ein Vorfall im März 2022 als einem E-Auto der Stuttgarter Feuerwehr bei einem Einsatz der Saft ausging.

Bei einer skurrilen Verfolgungsjagd in Basel hatten Polizisten mit einem Einsatzfahrzeug der Marke Tesla ebenfalls ihre Probleme. Wie das Portal Prime News berichtet, waren die Beamten in ihrem Tesla-Einsatzfahrzeug einem Radfahrer auf den Fersen, der zuvor vor einer Polizeikontrolle geflüchtet war. Als sie den Flüchtigen in ihrem E-Auto gestellt hatten, und ihn in Gewahrsam nehmen wollten, blockierten die Türen des Modells und sperrten die Polizisten laut dem Bericht ein. Der Radfahrer nutzte diese Technikpanne offenbar mehrfach aus, was ihm letztendlich aber auch nicht half.

Polizei will aus Tesla aussteigen, um Flüchtigen zu verfolgen - „das misslang, da die Tür blockierte“

Laut dem Bericht fährt die Basler Polizei bereits seit 2019 Tesla und zieht damit noch immer verwunderte Blicke auf sich. Das ist wenig verwunderlich, schließlich sind die E-Autos von Visionär Elon Musk weltweit gefragt und beliebt. Ganz so einwandfrei läuft die Verbrechensbekämpfung aber einem Protokoll der Basler Polizei zufolge nicht immer ab. In dem Protokoll, das Prime News vorliegt, heißt es, zwei Beamte, die in ihrem Tesla Model X 100D unterwegs waren, wollten zwei Fahrradfahrer einer Kontrolle unterziehen. Einer der Radfahrer habe „umgehend“ angehalten und sei abgestiegen, heißt es. Der andere sei jedoch „unbeirrt“ weitergefahren und habe auch nicht auf Stoppaufforderungen der Beamten reagiert.

Da die Verfolgung eines Radfahrers per Auto in einer Stadt wie Basel wohl nicht immer so ohne weiteres möglich ist, wollten die Beamten die Verfolgung zu Fuß aufnehmen. „Dies misslang jedoch, da die Fahrzeugtür blockierte“, heißt es in dem Protokoll. Weil die Türen blockierten, sei der rabiate Radfahrer immer wieder entwischt, schildert die Polizei weiter. Der Türmechanismus von Tesla steht seit einiger Zeit in der Kritik, was in vielen Fällen aber wohl daran liegt, dass er sich deutlich von den Mechanismen anderer Hersteller unterscheidet. Deshalb liegt den Modellen des US-Unternehmens sogar eine Anleitung im Handbuch bei.

Tesla-Polizeifahrzeug: Türen blockieren - Radfahrer tanzt Beamten auf der Nase herum

Laut der Polizeischilderung nutzte der Radfahrer die blockierenden Türen des Tesla-Modells mehrfach aus und fuhr beispielsweise provokant im Schritttempo vor dem E-Auto her. „Da die Türen des Fahrzeuges noch immer nicht geöffnet werden konnten, war es nicht möglich, den Beschuldigten an seinem Vorhaben aufzuhalten“, zitiert Prime News das Protokoll. Die Provokationen des Radfahrers gingen so weit, dass er sogar gezielt auf den Tesla zufuhr und die Beifahrertür demolierte. Da die hintere Tür auch nur rund 60 Zentimeter geöffnet werden konnte, musste einer der Beamten unter der Tür aus dem Fahrzeug klettern. Der Radfahrer wollte unterdessen seine Flucht fortsetzen, wurde von anderen Beamten aber durch das geöffnete Fenster festgehalten.

Da die Türen noch immer blockierten und die Beifahrertür zudem durch die Koalition demoliert war, musste der zweite Polizist den Tesla durch das Fenster verlassen. Bei dem Radfahrer, der in Deutschland polizeibekannt war, wurden nach der Festnahme Drogen gefunden. Bei einer Nachfrage von Prime News an die Basler Kantonspolizei regierte diese laut dem Portal sehr ausweichend auf den Vorfall, bestätigte letztendlich aber die Echtheit des Protokolls. Man sei insgesamt aber sehr zufrieden mit den Tesla-Einsatzfahrzeugen. „Bei korrekter Anwendung kann es nicht vorkommen, dass die Tür nicht geöffnet werden kann.“ In einem anderen Fall hat der Tesla-Türmechanismus einen Fahrer sogar vor einem wütenden Verkehrsteilnehmer bewahrt.

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