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Tesla-Kunde beklagt „explodierendes“ Fenster bei Ladevorgang - Hersteller sieht keinen Handlungsbedarf

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Von: Julian Baumann

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Das zerbrochene Heckfenster eines Tesla Model Y.
In einem Forum berichtet ein Tesla-Fahrer, dass das Fenster seines Model Y beim Ladevorgang plötzlich „explodiert“ sei. © Elangovan Raja/Tesla Motors Club

In einem Forum behauptet ein Tesla-Fahrer, dass ein Fenster seines Model Y beim Ladevorgang plötzlich explodiert sei. Der Hersteller selbst sieht offenbar keinen Handlungsbedarf.

Stuttgart - Zu Beginn des aktuellen E-Auto-Booms gab es in Bezug auf die neue Technologie noch einige Bedenken. Inzwischen haben Autobauer wie Mercedes-Benz die elektrischen Reichweiten aber derart erhöht, dass die E-Autos mühelos mit Verbrenner-Modellen mithalten können. Auch das Problem der schweren Akkus wird durch modernste Batterietechnologien immer weiter gesenkt. In einem Forum berichtet ein Tesla-Fahrer allerdings über ein Problem, dass auch für batteriebetriebene Fahrzeuge eher unwahrscheinlich klingt.

Im Forum Tesla Motors Club erklärt der Fahrer eines Tesla Model Y, dass das hintere Seitenfenster bei einem Ladevorgang an einem privaten Charger ohne Vorwarnung „explodiert“ sei. Das Tesla-Service-Center in Dedham, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Massachusetts, habe das aber nicht als Grund zur Beschwerde oder Anlass einer näheren Untersuchung angesehen.

Tesla: Fahrer berichtet von „explodierendem Fenster“ bei Ladevorgang

Aktuell hat auch das US-Unternehmen Tesla mit den Problemen der weltweiten Autoindustrie wie der Chipkrise und den Folgen des Ukraine-Krieges zu kämpfen. Deutsche Tesla-Kunden beklagten bereits, dass sie bis 2023 auf die Auslieferung ihres Model 3 warten müssten. Als Grund wurden zum einen ein möglicher Software-Fehler und zum anderen aber auch die globalen Probleme aufgrund der unterbrochenen Lieferketten angesehen. Bei dem Vorfall, den der Tesla-Fahrer im Forum Tesla Motors Club schildert, ist der Grund bislang dagegen nicht bekannt.

„Mein Auto war auf dem Parkplatz meines Büros geparkt und wurde dort geladen“, berichtet der User Elangovan Raja in dem Forum. Urplötzlich sei die Heckscheibe, hinter dem Fahrersitz „explodiert“, ohne dass die Kameras seines E-Autos, oder die der anderen Tesla-Modelle, die auf demselben Parkplatz luden, irgendetwas Ungewöhnliches bemerkt hätten. „Es gab keinen Hinweis auf irgendeinen anderen Schaden.“ Er habe anschließend einen Anruf des Sicherheitspersonals bekommen, das einen lauten Knall gehört hatte, aufgrund von Datenschutzrichtlinien aber keine Filmaufnahmen des Vorfalls herausgeben konnten.

Laut den weiteren Angaben des Tesla-Fahrers im Forum habe das Service-Center in Dedham in Bezug auf den Vorfall keinen Handlungsbedarf gesehen. „Sie haben jegliche Probleme mit dem Auto abgewiesen und mir gesagt, ich müsse 300 Dollar dafür zahlen“, erklärt er. „Sie haben noch nicht mal die Fenster überprüft, um eventuelle Defekte auszuschließen.“ Er selbst habe eine kleine Tochter und fühle sich nun nicht mehr sicher, sie in dem E-Auto zu transportieren. In dem Tesla-Forum fragte er deshalb die anderen Nutzer um Rat, wie man die Situation klären könnte.

Tesla-Forum: User rät Geschädigten, sich an Elon Musk zu wenden

Ein Nutzer im Tesla Motors Club-Forum scherzte, der Kunde könne sich ja per Twitter an Tesla-Chef Elon Musk wenden. „Ich glaube kaum, dass er antworten wird, aber es ist einen Versuch wert“, schreibt er. „Ich habe ihn auf die dümmsten Sachen reagieren sehen.“ Ein anderer Nutzer vermutet, dass das Fenster nicht von selbst explodiert, sondern von jemandem mit beispielsweise einem Stein eingeschlagen - oder geworfen wurde. „Das war auch mein erster Gedanke“, gesteht Elangovan Raja. „Aber im Umkreis von 400 Metern war dort niemand.“

Zudem finden sich in dem Tesla-Forum in Bezug auf das explodierende Autofenster viele weitere Vermutungen, von nahen Mäharbeiten, die beispielsweise Steine und Geröll aufwirbeln könnten, bis hin zu vorbeischießenden Autos oder Motorrädern, die eine Druckwelle erzeugen könnten. Ein Nutzer postete gleich mehrere Medienberichte von ähnlichen Vorfallen bei Tesla-Modellen in der Vergangenheit und vermutete, dass das Fenster des Model Y möglicherweise schlichtweg falsch ausgerichtet gewesen sein könnte.

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