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Tesla-Fahrer soll 20.000 Euro für Reparatur zahlen - aus Frust jagt er das Auto in die Luft

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Von: Julian Baumann

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Ein Autofahrer sollte für die Reparatur seines gebrauchten Tesla Model S 20.000 Euro zahlen. Statt zu bezahlen, entschied er sich, das Auto zu sprengen.

Stuttgart/Jaala - Batteriebetriebene Autos setzen sich immer mehr gegen Benzin- und Dieselmodelle durch. Auch Traditionskonzerne wie Mercedes-Benz, VW oder BMW haben inzwischen deutlich auf E-Autos umgesattelt und bieten verschiedene Modelle an. Mercedes startete mit der vollelektrische S-Klasse EQS in eine neue Ära, im kommenden Jahr soll die Businesslimousine EQE auf den Markt kommen. Vorreiter und Marktführer des derzeitigen E-Auto-Booms ist jedoch das US-Unternehmen Tesla, geführt von Visionär Elon Musk.

Obwohl Tesla im Vergleich zu Traditionsunternehmen wie der Daimler AG oder der Porsche AG noch verhältnismäßig jung ist, gibt es die beliebten E-Modelle der Kalifornier auch bereits als Gebrauchtwagen. Der Finne Tuomas Katainen hatte sich ein gebrauchtes Tesla Model S zugelegt, das ursprünglich im Jahr 2013 auf den Markt kam. Nach etwa 1.500 Kilometer gefahrener Strecke, kam es bei dem Auto immer wieder zu Problemen und Ausfällen, wie Katainen in einem Video des Youtube-Kanals „Pommijätkät“ (deutsch: ‚Bombentypen‘) erzählt. Als ihm mitgeteilt wurde, er müsse 20.000 Euro für die Reparatur zahlen, entschloss sich der Tesla-Fahrer, das Auto vollständig zu verschrotten - mit 30 Kilogramm Sprengstoff.

Tesla-Fahrer holt Auto von Werkstatt ab „um es in die Luft zu jagen“

Die Modelle von Tesla erfreuen sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit und sind auch in Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart immer öfter auf den Straßen zu entdecken. Tuomas Katainen erhielt sein Modell als Gebrauchtwagen wohl deutlich unter dem Neuverkaufspreis. Wie viel er für das Model S zahlte, sagt der Finne im Video zwar nicht, offenbar war ihm das Auto die Reparaturkosten von 20.000 Euro aber nicht wert. „Als ich den Tesla kaufte, waren die ersten 1.500 Kilometer wirklich toll“, so Katainen. „Bis dahin war es wirklich ein exzellentes Auto.“

Nachdem das Tesla-Modell immer wieder Probleme bereitet hatte, entschloss sich der Finne das Auto in eine Werkstatt zu bringen. „Das Auto war etwa einen Monat lang in der Werkstatt eines Tesla-Händlers“, erzählt Tuomas Kaitainen im Video von „Pommikäktät“. „Dann erhielt ich einen Anruf, in dem es hieß, man habe versucht alles für das Auto zu machen, man müsse jedoch letztendlich die gesamte Batterie austauschen.“ Und das hätte den Finnen eben eine Summe von 20.000 Euro gekostet. „Also habe ich gesagt, ich komme, um das Auto abzuholen und es in die Luft zu jagen.“

Funktionierender Tesla oder Sprengung? - „Vielleicht doch lieber die Explosion“

Die Sprengung des Tesla Model S sollten die Macher des Youtube-Kanals „Pommikäktät“ übernehmen, die auf solche Aktionen spezialisiert sind. Dafür wählten sie als Schauplatz das kleine finnische Dorf Jaala mit wenigen Tausenden Einwohnern. In einer finnischen Winterlandschaft ist zu sehen, wie ein Abschleppwagen das Tesla Model S zum Ort der Sprengung liefert. Nachdem Tuomas Kaitainen die Geschichte seines Autos erzählt hat, sieht man wie das Team mehrere Sprengstoffpackungen an dem E-Auto anbringen. „Ein Auto in die Luft zu jagen ist nicht so einfach“, heißt es in dem Video. „Zunächst muss alles sicher sein, es gibt keinen Raum für Fehler.“

Das mit 30 Kilogramm Sprengstoff präparierte Tesla Model S kurz vor der Sprengung.
Ein Tesla-Fahrer sollte für die Reparatur seines Autos 20.000 Euro zahlen. Aus Frust entschloss er sich, das Model S in die Luft zu jagen. © Screenshot Youtube/Pommijätkät

Für die Sprengung des Tesla Model S sind 30 Kilogramm Sprengstoff notwendig, die bei einer Explosion eine gewaltige Druckwelle erzeugen. Das Team brachte die Sprengladungen bewusst nur an einer Seite des Autos an, um die Richtung der Explosion kontrollieren zu können, heißt es in dem Video. Bevor die Sprengung des E-Autos aber vollzogen wird, stellen die Macher des YouTube-Kanals Tuomas Kaitainen die Frage, ob ein funktionierender Tesla besser wäre, oder doch eine Explosion mit 30 Kilogramm Sprengstoff. „Eigentlich beides“, sagt der Finne. „Aber vielleicht doch lieber die Explosion.“

Spektakuläre Tesla-Sprengung in finnischer Winterlandschaft - mit Elon Musk-Puppe am Steuer

Um den Frust des Finnen über die fehlende Garantie für sein Tesla-Modell und die verlangten hohen Reparaturkosten noch weiter zu besänftigen, hat sich das Team neben der Sprengung eine weitere Aktion ausgedacht. Aus einem Hubschrauber wird eine Puppe geworfen, die als Tesla-Chef Elon Musk verkleidet ist. „Elon hat uns gestern angerufen und gesagt, dass er unbedingt in diesem Tesla fahren will“, scherzen die YouTuber. Nachdem der „Stuntman“ hinter dem Lenkrad des Model S Platz genommen hat, kann das eigentliche Event beginnen.

Die Kamera schwenkt aus großer Höhe auf den Tesla, der mitten in der Schneelandschaft mitsamt den Sprengladungen auf Holzplatten steht. Die Mannschaft hat sich in einem Bunker versammelt, von dort soll der Knopf für die Sprengung getätigt werden. Die Ehre, den Luxus-Stromer in die Luft zu jagen, hat natürlich der Besitzer Tuomas Katainen. „Es fühlt sich gerade richtig gut an“, sagt er. „Ich kann die Explosion kaum erwarten.“ Nach dem Betätigen des Knopfes sieht man an dem präparieren Tesla erstmal einige kleinere Explosionen, bevor das gesamte Auto in einer großen Explosion regelrecht zerrissen wird.

Von dem einstigen Luxus-E-Auto bleiben nach der großen Explosion nur noch kleine verkohlte Fetzen übrig. „Es ist nichts übrig“, sagt Tuomas Kaitainen während das Team die Reste des gesprengten Fahrzeugs zusammensucht. „Hattest du jemals soviel Spaß hinter dem Steuer eines Tesla?“, fragt einer der YouTuber. „Nein, ich hatte noch nie so viel Spaß mit einem Tesla“, antwortet Kaitainen. „Und vielleicht bin ich auch der Erste, der einen Tesla gesprengt hat.“

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