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Tesla Model 3 wird laut Studie fast nur von Männern gefahren

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Von: Julian Baumann

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Ein Tesla Model 3 wird in einem Showroom des US-Herstellers in Hongkong von einem Mitarbeiter poliert.
Laut einer Analyse wird das Model 3 von Tesla nahezu ausschließlich von Männern gefahren. © May Tse/Imago

Laut einer Analyse eines Vergleichsportals wird das Tesla Model 3 nahezu ausschließlich von Männern gefahren. Frauen bevorzugen dagegen kleinere Autos.

Stuttgart/Heidelberg - Das erklärte Ziel von Tesla-Boss Elon Musk ist es, E-Autos für die breite Masse anzubieten. Das seit langem versprochene Modell für unter 25.000 Dollar lässt zwar weiterhin auf sich warten, im Gegensatz zu Herstellern wie Mercedes-Benz und BMW oder Sportwagenbauer wie Porsche oder Lamborghini sind die Modelle des US-Unternehmens aber auch für die Mittelschicht erschwinglich. Eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox, das zur ProSiebenSat.1 Group gehört, ergab, dass das Mittelklasse-Auto Model 3 von Tesla nahezu ausschließlich von Männern gefahren wird.

Für die Analyse hat das Vergleichsportal Verivox, das seinen Sitz in Heidelberg hat, sämtliche Kfz-Versicherungsverträge, die im Jahr 2021 auf dem Portal abgeschlossen wurden, anonymisiert ausgewertet. Obwohl Sprüche wie „nur Männer interessieren sich für Autos“ glücklicherweise der Vergangenheit angehören und wohl schon immer nicht der Wahrheit entsprachen, zeigt zumindest die Analyse des Portals ein deutliches Bild. Demnach fahren Männer besonders gerne Autos mit einer hohen PS-Zahl, während Frauen Minis und Kleinwagen bevorzugen.

Tesla Model 3: Kfz-Versicherung für E-Auto zu 85 Prozent von Männern abgeschlossen

Dass bestimmte Automarken auch eine bestimmte Käuferschicht ansprechen wollen, ist kein Geheimnis. So zielt die Luxusstrategie von Mercedes-Benz beispielsweise auf Kunden ab, die auch bereit sind, mehr Geld für ein Modell mit dem Stern auszugeben. Dem Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche wurde lange Zeit vorgehalten, vorrangig Autos für wohlhabende Männer im gehobenen Alter zu produzieren. Diesem Image will das Unternehmen mit dem „Frozen Berry“-Lack für den elektrischen Taycan abschwören. Porsche will die Autos damit für Frauen attraktiver machen.

Wenn man die Analyse von Verivox heranzieht, könnte man annehmen, dass auch Tesla ein solches „Männer-Image“ hat. Demnach wurden nämlich 85 Prozent der abgeschlossenen Kfz-Versicherungen für das Model 3 von Männern abgeschlossen. „So hoch ist der Anteil männlicher Versicherungsnehmer bei keinem anderen Fahrzeugmodell“, heißt es in den Ergebnissen. Gefolgt wird das E-Auto von Tesla vom BMW 5er, dem Audi Allroad Quattro und dem Skoda Superb mit einem Männeranteil von je 83 Prozent. Das Portal gesteht aber auch ein, dass der männliche Anteil an Versicherungsnehmern den weiblichen deutlich übersteigt.

Ergebnis der Analyse: Männer fahren SUV, Frauen setzen auf kleinere Modelle

Eine Dating-Studie ermittelte im vergangenen Jahr, mit welcher Automarke Männer bei Frauen den größten Erfolg haben. Auf dem ersten Platz landete dort die britische Luxusmarke Aston Martin, gefolgt von Porsche. Dieser Studie zufolge machen Autos mit viel Leistung offenbar Eindruck auf Frauen, zum selber Fahren greifen allerdings viele auf kleinere, praktischere Modelle zurück. Zumindest laut der Auswertung von Verivox liegen der Fiat 500, der Audi A1 und der Opel Adam bei weiblichen Versicherungsnehmern besonders hoch im Kurs.

Insgesamt kommt Verivox zu dem Ergebnis, dass Männer bevorzugt SUV und Autos der gehobenen Mittelklasse fahren und Frauen eher Mini- und Kleinwagen. Gesagt werden muss allerdings, dass die Analyse nur auf den Versicherungsverträgen basiert, die im vergangenen Jahr über das Vergleichsportal abgeschlossen wurden. Das Teslamag geht zudem davon aus, dass die Daten früher erhoben wurden, da beispielsweise das Tesla Model Y keine Erwähnung findet.

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