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Mann nimmt weite Reise auf sich, um Tesla persönlich von Elon Musk abzuholen

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Von: Julian Baumann

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Tesla hat die 30 ersten Autos „Made in Germany“ ausgeliefert. Ein Schwabe fuhr extra nach Brandenburg, um sein Modell persönlich von Elon Musk abzuholen.

Stuttgart/Grünheide - Mit Autobauern wie Mercedes-Benz, BMW und dem VW-Konzern ist Deutschland eines der wichtigsten oder in Bezug auf den historischen Kontext sogar das wichtigste Produktionsland für Automobile. Seit Dienstag, 22. März, gehört auch das US-Unternehmen Tesla zu den deutschen Autobauern. Zumindest eröffnete der E-Auto-Pionier unter Führung von Elon Musk an diesem Tag die Tesla-Gigafactory in Grünheide (Brandenburg) bei Berlin. Nach einer über zweijährigen, mitunter sehr konfliktreichen Bauzeit der Anlage, lieferte Tesla die ersten 30 Model Y aus deutscher Produktion an die Vorbesteller aus.

Unter diesen 30 Vorbestellern, die sich über ein fabrikneues Tesla Model Y aus der Gigafactory in Grünheide freuen konnten, war auch der Unternehmer Alexander Zirbs aus Baden-Württemberg. Weil der Schwabe die Wartezeit auf sein Tesla-Modell verkürzen wollte, fuhr er kurzerhand selbst nach Brandenburg, statt sich das Auto in das nahe Stuttgart liefern zu lassen, berichtet der Spiegel. Deshalb wurde der Unternehmer aus dem Kreis Tübingen vor Ort auch Teil der großen Eröffnungsshow und nahm das Model Y in Beisein von Tesla-Boss Elon Musk persönlich entgegen.

Tesla-Fan trifft Elon Musk persönlich bei Gigafactory-Eröffnung in Brandenburg

Die deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz, BMW und VW müssen sich bei der E-Mobilität bereits seit langem mit dem vermeintlichen Marktführer Tesla messen lassen. Nun hat der große Konkurrent auch einen Produktionsstandort im Hoheitsgebiet der Traditionshersteller. Dass bei der großen Eröffnung der Gigafactory auch ein Kunde aus dem Bundesland von Mercedes, Porsche, Bosch und Co. anwesend war, war eher Zufall. Laut dem Spiegel habe sich Alexander Zirbs nur aus Zeitgründen dafür entschieden, selbst nach Grünheide zu fahren. Vor Ort wurde er Teil der großen Show, bei der neben dem Tesla-Boss selbst auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) anwesend waren.

In der Gigafactory in Grünheide werden die Tesla Model Y gefertigt. Bei der großen Eröffnung wurden die ersten 30 Modelle an die Premierenkunden übergeben. Das Modell von Alexander Zirbs aus Tübingen hatte die Nummer 21. Zu dem Lied „Große Freiheit“ der deutschen Band „Unheilig“ rollte das fabrikneue E-Auto durch einen Tunnel mit hypnotischen Lichtbögen zu Alexander Zirbs, der in Beisein von Elon Musk persönlich wartete, heißt es beim Spiegel. Obwohl sich der Unternehmer aus Tübingen selbst als „Tesla-Fan“ bezeichnet, habe er es nicht unbedingt darauf angelegt, den Tesla-Boss persönlich zu treffen. Stattdessen stand das Auto für ihn im Mittelpunkt.

Tübinger kauft achten Tesla innerhalb von fünf Jahren, fährt aber auch Porsche 911

Das US-Unternehmen Tesla ist im Vergleich zu den deutschen Traditionskonzernen noch vergleichsweise jung. Dennoch gibt es bereits eine große Anzahl an leidenschaftlichen Sammlern. Für Alexander Zibs ist das Model Y aus Grünheide bereits das achte Tesla-Modell, das er seit 2017 erworben hat. Ein wirklicher Sammler ist der Schwabe aber nicht, oftmals verkauft er die E-Autos nach rund einem halben Jahr wieder. Hintergrund ist die derzeitige Haltefrist von E-Autos in Deutschland, nach der man die vom Staat gezahlte Prämie für einen Kauf behalten darf. Die Regierung will allerdings gegen den Missbrauch der E-Auto-Prämien vorgehen.

Ein Elektrofahrzeug vom Typ Model Y rollt zur Eröffnung der Tesla Gigafactory Berlin Brandenburg vom Band.
Am Dienstag, 22. März, eröffnete Tesla die Gigafactory in Grünheide. Dabei wurden die ersten 30 Model Y aus deutscher Produktion an die Vorbesteller ausgegeben. © Patrick Pleul/dpa

Obwohl Alexander Zirbs die Autos oftmals nach einem halben Jahr wieder verkauft, haben er und seine Frau laut dem Spiegel derzeit drei Tesla-Modelle. Das große SUV Model X werde für den Familientransport verwendet und das Mittelklasse-Auto Model 3 für kurze Wege. Dazu kommt nun noch das Model Y aus Grünheide. Auch ein Model S habe er schon besessen, es aber nach Ankündigung eines neuen Modells wieder verkauft. Auf diese neue Version warte er inzwischen bereits seit zwei Jahren.

Eine noch längere Wartezeit nahm der Unternehmer aus Tübingen allerdings für die heimische Sportwagenikone Porsche 911 in Kauf. „Damit habe ich mir einen Traum erfüllt“, erzählte Zirbs dem Spiegel. Mit dem Porsche-Modell mit Verbrenner-Motor sei er aber bislang nur 600 Kilometer weit gefahren. „Das macht Krach, das ruckelt beim Fahren“, sagte er. „Jetzt gibt es nur noch Tesla.“

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