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Tesla-Kunde soll Fahrerlaubnis für immer verlieren - Schuld trägt der Kundenservice des E-Autobauers

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Von: Julian Baumann

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Wagen vom Typ Model 3 stehen auf dem Fabrikgelände von Tesla.
Ein Reddit-User hatte bei der Rückgabe eines geleasten Tesla Model 3 derart viele Probleme, dass er jetzt seine Fahrerlaubnis für immer verlieren könnte. © Andrej Sokolow/dpa

Ein Autofahrer soll seine Fahrerlaubnis für immer verlieren. Die Schuld gibt er dem E-Autobauer Tesla und besonders dem Verhalten des Kundenservices, wie er auf Reddit erklärte.

Stuttgart/Austin - Die E-Autos von US-Hersteller Tesla sind immer häufiger auf den deutschen Straßen unterwegs. Ende März eröffnete Tesla mit der „Giga Berlin“ eine Produktionsfabrik in Deutschland und liefert seitdem die Modelle Model Y an die Kunden aus. Wer sich nicht gleich ein E-Auto von Tesla kaufen will, kann auch auf das Leasingmodell zurückgreifen. Ein Autofahrer machte damit allerdings ganz besonders schlechte Erfahrungen, wie er in einem Thread auf Reddit erklärte.

Zu Beginn seiner Erklärung macht der Reddit-User „OS6aDoghpegavod4“ zunächst seine generelle Meinung zum E-Autobauer Tesla unter Führung von Visionär Elon Musk deutlich. „Ich habe ein Model 3 geleast und liebte dieses Auto“, schreibt er. „Ich bin der Meinung, Tesla leistet Großartiges.“ Als er das E-Auto frühzeitig wieder zurückgeben wollte, traten allerdings gleich mehrere Probleme mit dem Tesla-Kundenservice auf. Das führte so weit, dass der Reddit-Nutzer nun davor steht, seine Fahrerlaubnis für immer zu verlieren, wie er erklärte.

Tesla fordert Kunden auf, sechs Stunden zu fahren, um geleastes Model 3 zurückzugeben

Wie der Reddit-User erklärt, funktionierte die Rückgabe des geleasten Tesla Model 3 über die Website des Herstellers „aufgrund eines Fehlers“ nicht. Der Kunde rief deshalb beim Kundenservice an, der ihm die frühzeitige Rückgabe des E-Autos zunächst auch zusicherte. „Aber dann hat Tesla mir erzählt, dass ich vor der Rückgabe einen offiziellen Termin vereinbaren müsse, und das sei nur per E-Mail möglich“, schreibt er. Bei der Bestätigung des Termins war das Tesla-Team laut Angaben des Kunden so langsam, dass die eigentlich zugesicherte frühzeitige Rückgabe verfallen war. Deshalb musste er für einen weiteren Monat die Leasinggebühren für das Model 3 zahlen, obwohl er das E-Auto eigentlich zurückgeben wollte.

Nachdem er mit mehreren verschiedenen Tesla-Mitarbeitern in Kontakt war, hieß es, die nächste Stelle, bei der eine Rückgabe des Model 3 möglich wäre, sei rund sechs Autostunden vom Standort des Kunden entfernt. Die Fahrt in den benachbarten US-Bundesstaat nahm der Reddit-User nach eigenen Angaben auch auf sich. Vor Ort nahm ein Tesla-Mitarbeiter die Nummernschilder des Model 3 entgegen und versicherte dem Kunden, er müsse sich um nichts mehr kümmern. „Einen Monat später habe ich einen Brief der DMV (Department of Motor Vehicles, US-amerikanische Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle, Anm.d.Red.) erhalten, in dem es hieß, ich müsse die Nummernschilder zurückgeben, sonst werde mir meine Fahrerlaubnis entzogen.“

Tesla-Kunde erlebt bei Rückgabe eines Model 3 Horrorszenario - „mir fehlen die Worte“

Da Tesla die Nummernschilder des Model 3 bereits entgegengenommen hatte, wandte sich der Kunde erneut an den Kundenservice. Der erklärte, ihm werde ein Kontakt zu einer Person vermittelt, die sich mit dem Problem befassen werde. „Einen weiteren Monat später habe ich erneut einen Brief der DMV erhalten, in dem es hieß, man werde mir meine Fahrerlaubnis bald endgültig entziehen, da ich meine Nummernschilder nicht zurückgegeben hätte“, schildert der Reddit-User die Probleme. „Ich habe Tesla wieder angerufen, aber der Mitarbeiter hatte überhaupt kein Interesse, sich um das Problem zu kümmern.“

Stattdessen teilte der Tesla-Mitarbeiter dem Kunden laut dessen Erklärung auf Reddit mit, er solle sich selbst um das Problem kümmern und selbst mit der DMV sprechen. „Um zu erklären, wie schlecht diese Erfahrung war, fehlen mir die Worte“, schreibt der User. Zuerst sei er schockiert darüber gewesen, dass er sechs Stunden fahren müsse, um das Model 3 zurückzugeben. „Jetzt fühlt sich das nach gar nichts an, weil ich meine Fahrerlaubnis für immer verlieren werde.“ Er werde sich nun so schnell wie möglich selbst bei der DMV melden, verspricht sich davon aber keinen großen Erfolg, da Tesla die Rückgabe des geleasten Model 3 auch nicht dokumentiert habe.

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