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Tesla-Fans kontern Kritiker: FSD-Test mit echten Kindern - „bin davon überzeugt, dass das Auto anhalten wird“

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Von: Julian Baumann

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Ein Mädchen steht auf der Straße, ein E-Auto von Tesla fährt auf es zu.
Tesla-Fans wollten anhand von mehreren Tests beweisen, dass der FSD-Autopilot sehr wohl für Kinder und andere Personen bremst. © Screenshot: Youtube/WholeMarsCatalog

Ein Tesla-Kritiker behauptet, der FSD-Autopilot würde nicht für Kinder bremsen. Fans des E-Autobauers konterten diese Behauptung nun mit lebenden Versuchspersonen.

Stuttgart - Der „Full Self Driving“-Autopilot von Tesla befindet sich derzeit in der Beta-Phase, wirbelt allerdings bereits einigen Staub auf. Eine US-Behörde warf dem E-Autobauer beispielsweise eine „irreführende“ Werbung vor und strebt an, den Autopiloten des Unternehmens von Visionär Elon Musk verbieten zu lassen. Um zu beweisen, dass der FSD-Autopilot von Tesla wirklich verboten gehört, griff ein Kritiker zu einer fragwürdigen Methode. Der Tesla-Gegner Dan O‘Dowd behauptete, der FSD-Autopilot „würde wahllos Kinder niedermähen“ und will das anhand von Tests mit einem Crash-Dummy in der Größe eines Kindes bewiesen haben.

Ein Tesla-Fan kündigte in Bezug auf diesen umstrittenen Test an, das Gegenteil zu beweisen - und zwar mit einem realen Kind. Auf Twitter suchte der User WholeMarsBlog nach jemandem, der sein Kind für einen entsprechenden Test zur Verfügung stellen würde und schrieb: „Ich verspreche, ich werde es nicht überfahren (und eingreifen, sollte es notwendig sein).“ Was zunächst möglicherweise wie ein makabrer Scherz klingt, um das Vertrauen in die Technologie des US-Unternehmens zu demonstrieren, setzte der User nun tatsächlich in die Realität um.

Tesla-Fans wollen beweisen, dass FSD-Autopilot sehr wohl für Kinder bremst

Während Mercedes-Benz als erster Autohersteller der Welt die Freigabe für das autonome Fahren der Stufe 3 erhielt, hing der E-Auto-Primus Tesla in diesem Bereich weit hinterher. Der Basic-Autopilot wurde von Kritikern als „Fahrassistent“ belächelt und auch der stark verbesserte FSD-Autopilot scheint noch seine Macken zu haben. Dass die Technik nicht für Menschen oder Kinder abbremst, wollten Tesla-Fans dennoch nicht wahrhaben. Zumal der besagte Test des Gegners, der auf Video festgehalten wurde, von mehreren Seiten stark für seine Echtheit angezweifelt wurde. User WholeMarsBlog und ein Kollege unternahmen deshalb einen Versuch zu beweisen, dass der Tesla-Autopilot sehr wohl für Kinder bremst.

In dem Youtube-Video namens „Überfährt der Full Self Driving-Autopilot wirklich Kinder?“ wird ein entsprechender Test zunächst, wie auch im Video der Gegner, mit einem Crash-Dummy durchgeführt. „Lasst uns herausfinden, ob der FSD ihn trifft“, so der Fahrer des Tesla-Modells. Da die Kamera in diesem Fall, nicht wie im Video der Tesla-Gegner, die Perspektive des Fahrers zeigt, ist deutlich zu sehen, wie dieser den Autopiloten des Modells aktiviert. Die erste Erkenntnis: Der Autopilot fährt gar nicht erst an, da der Crash-Dummy offenbar zu nah an dem E-Auto steht und die Sensoren so eine Anfahrt verhindern.

Im nächsten Versuch, bei dem der Dummy ein ganzes Stück weiter weg steht, fährt das Auto langsam darauf zu, stoppt allerdings in sicherem Abstand und fährt laut Aussage des Fahrers auch nicht weiter. „Auf dem Bildschirm sieht man, dass ein Kind entdeckt wurde und der Autopilot fährt deshalb nicht weiter“. In einem weiteren Test, bei dem der Dummy nun an der Seite der Straße steht, nutzt die FSD-Technologie den vorhandenen Platz und fährt an dem Männchen vorbei. Anhand dieser Tests lässt sich also ableiten, dass die Technik sehr wohl für Kinder bremst. Die Tesla-Fans wollen das aber offenbar eindeutig beweisen.

Tesla-FSD bremst für Crash-Dummys - „Soweit so gut, aber wie sieht es mit realen Kindern aus?“

„Wir werden sehen, wie das Auto auf eine lebende Person reagiert, die mitten auf der Straße steht“, sagt WholeMarsBlog im Video und aktiviert erneut den FSD-Autopiloten von Tesla. Wie zuvor bei dem Kinder-Dummy erkennt die Technik eine Person auf der Straße und das E-Auto hält in sicherem Abstand an. Die Versuchsperson macht anschließend die Straße frei und die Tesla-Technik setzt automatisch die Fahrt fort. Das gleiche Bild zeigt sich bei dem Versuch, was passiert, wenn ein Mensch vor das Auto läuft. Der FSP bremst, hält an und setzt die Fahrt erst dann wieder fort, wenn die Person die Straße verlassen hat.

„Soweit so gut, aber wie sieht es mit realen Kindern aus?“, heißt es im Video. Ein Mann sagt, er sei Portfolio-Manager bei einem ETF für das autonome Fahren und habe die Beta-Software von Tesla bereits zuvor getestet. „Ich würde das Leben meiner Kinder der Software anvertrauen“, erklärt er. „Ich bin davon überzeugt, dass das Auto anhalten wird.“ Wie wahrscheinlich zu erwarten war, reagiert der FSD auf das Mädchen, das nun in der Mitte der Straße steht, wie zuvor auf den Kinder-Dummy. Das Auto fährt langsam an, bremst ab, und kommt in sicherer Entfernung zu dem Kind zum Stehen.

Auch einen kleinen Jungen, der hinter einem geparkten Auto hervorkommt und vor dem Tesla über die Straße geht, bemerkt die Software sofort und bremst frühzeitig ab. „Am Anfang war es nervenaufreibend, aber ich wusste, die Software würde ihn erkennen und anhalten“, gesteht der Vater der beiden Kinder. „Und ich denke, die Software ist wirklich wichtig, sie wird vielen Kindern das Leben retten.“

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