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„Die Zukunft sieht bescheuert aus“: Römer greift zu abenteuerlicher Lösung, um seinen Tesla zu laden

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Von: Julian Baumann

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Ein Tesla steht am Straßenrand in Rom, Italien. Ein Kabel verläuft von dem Fahrzeug quer über den Gehweg zu einem Fenster im ersten Stock.
Ein Tesla-Fahrer spannte in Rom kurzerhand ein Kabel von seinem E-Auto zu seiner Wohnung im ersten Stock, um das Fahrzeug zu laden. © Reddit/giuliomagnifico

Viele E-Autofahrer laden ihr Fahrzeug zuhause am Hausstrom. Ohne Stellplatz ist das aber nicht so einfach, weswegen ein Römer kurzerhand eine sehr abenteuerliche Lösung gebastelt hat.

Stuttgart/Rom - E-Autos setzen sich auf den Straßen Europas immer mehr gegen die altgedienten Verbrenner durch. Neben batteriebetriebenen Fahrzeugen von Mercedes-Benz, VW oder dem Stellantis-Konzern, sind auch die Modelle vom US-Unternehmen Tesla in Europa sehr beliebt. Obwohl man bei Italien in erster Linie an extrem leistungsstarke Sportwagen von Ferrari oder Lamborghini denkt, fahren die Italiener offenbar ebenfalls Tesla. Ein Einwohner der Hauptstadt Rom teilte in einem Reddit-Thread ein Bild des Ladevorgangs eines Tesla-Modells, der in Deutschland mit Sicherheit die Behörden auf den Plan rufen würde.

Während die Produktion von E-Autos immer weiter hochgefahren wird, mangelt es vielerorts noch immer an ausreichend Ladesäulen. Viele Besitzer laden deshalb ihre Fahrzeuge in der eigenen Garage über den Hausstrom, im besten Fall über eine Wallbox. Ein solcher Ladevorgang dauert zwar deutlich länger, man muss aber nicht erst eine freie Ladesäule suchen und hat sein Auto zudem vor Ort. Der Römer hat offenbar weder Stellplatz noch Wallbox, hat im dichten Verkehr der italienischen Hauptstadt aber dennoch einen Weg gefunden, seinen Tesla zu laden.

Tesla-Fahrer parkt sein E-Auto am Straßenland und legt Kabel in seine Wohnung im ersten Stock

Mit den steigenden Zulassungen von E-Autos wurde die Ladesituation auch in Stuttgart stellenweise sehr abenteuerlich. Manche Besitzer legten Ladekabel kurzerhand über einen öffentlichen Gehweg zum eigenen Grundstück und brachten so Anwohner und die Behörden gegen sich auf. Die Stadt Stuttgart geht deshalb gegen verbotenes Verhalten von immer mehr E-Auto-Besitzern vor. Die Art, wie der italienische Tesla-Fahrer sein E-Auto lädt, würde wohl auch die Behörden in Stuttgart verblüffen.

Auf dem im Reddit-Thread r/eletricvehicle von User „giuliomagnifico“ geteilten Bild ist ein weißer Tesla zu sehen, der am Straßenrand steht. Ein Kabel ist vom Ladepunkt des E-Autos einfach quer über den Gehweg gespannt und führt allem Anschein nach durch das Fenster einer Wohnung im ersten Stock. Das Kabel ist, wahrscheinlich zur Warnung von Passanten, mit mehreren weißen Fähnchen bestückt. „Wie man ein E-Auto zu Hause lädt, wenn man in Rom lebt“, schrieb der Nutzer zu dem Bild.

E-Auto-Ladevorgang in Rom löst auf Reddit Diskussion aus - „hätte auf jeden Fall Angst vor einer Klage“

Die abenteuerliche Ladelösung des römischen Tesla-Fahrers scheint zu funktionieren, im Reddit-Thread sind davon aber nicht alle Nutzer begeistert. „Ich gehe mal davon aus, dass die Italiener bei weitem nicht so streitsüchtig sind, wie wir hier in den USA“, kommentiert ein User. „Ich hätte auf jeden Fall Angst vor einer Klage.“ Ein anderer berichtet von ähnlichen Ladelösungen in Portugal, die zwar illegal seien, aber dennoch immer öfter entdeckt werden. „Das sollte illegal sein“, schreibt auch ein Nutzer zur Ladelösung in Rom. „Die Zukunft sieht bescheuert aus“, kommentiert ein weiterer.

Ob es illegal ist, ein Kabel quer über den Gehweg zu spannen, ist wahrscheinlich je nach Region unterschiedlich. Auf jeden Fall ist die Lösung für den Tesla-Fahrer wahrscheinlich angenehm, für die Passanten, die auf dem Gehweg laufen, aber weniger. „Er hätte ein längeres Kabel kaufen müssen, damit er es am Boden langführen kann“, kommentiert ein User im Thread. „Das hier sieht wirklich gefährlich aus.“ Ein anderer argumentiert, dass der Römer immerhin den Anstand hatte, die weißen Fähnchen an dem Kabel zu befestigen. Dank einer Erfindung aus Graz könnten E-Autos bald ganz ohne Kabel laden.

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