1. bw24
  2. Auto
  3. Tesla

Tesla-Fahrer postet auf Roadtrip TikTok-Video für „alle E-Auto-Hasser da draußen“

Erstellt:

Von: Julian Baumann

Kommentare

In einem TikTok-Clip zeigt ein Tesla-Fahrer, wie er sein E-Auto bei einem Roadtrip an einem Biodiesel-Generator lädt. Damit will er seine Kritiker vorführen.

Stuttgart/Perth - Obwohl sich die E-Mobilität weltweit immer deutlicher gegen die altgedienten Verbrenner durchsetzt, gibt es nach wie vor Autofahrer, die die Technologie kritisieren oder sogar ganz ablehnen. Ein Pick-up-Fahrer parkte etwa eine Tesla-Ladestation zu und schoss mit einem Aufkleber gegen E-Autos. Auch TikToker „Sydney_EV“, der sich auf Content rund um die E-Mobilität spezialisiert hat, wurde bereits mit Kritik an der Technologie konfrontiert. Um es seinen „Hatern“ zu zeigen, beschloss er mit seinem Tesla einen Roadtrip quer durch Australien zu unternehmen.

Roadtrips mit E-Autos sind inzwischen ohne nennenswerte Probleme möglich. Eine Familie fuhr mit ihrem Tesla 4.500 Kilometer und wurde von den Stromkosten „umgehauen“. Ein Roadtrip von mehr als 9.000 Kilometern quer durch Australien ist zwar eine beeindruckende Strecke, wird Kritiker aber wohl kaum von E-Autos überzeugen. Eine Mutter legte mit ihrer Tochter im Tesla sogar über 16.000 Kilometer zurück und gab keinen Cent für Strom aus. Um seine „Hater“ noch weiter anzustacheln, veröffentlichte Sydney_EV auf TikTok ein Bild seines Teslas, der an einem Biodiesel-Generator geladen wird.

Tesla-Fahrer postet auf Roadtrip TikTok-Video für „alle E-Auto-Hasser da draußen“

Wenn man mit einem E-Auto einen Roadtrip von mehreren tausend Kilometern plant, sollte man sich im Vorfeld eine Route überlegen, auf der auch genug Lademöglichkeiten vorhanden sind. Die Tesla-eigenen Supercharger-Stationen sind inzwischen nahezu überall verfügbar und das Netz wird beständig weiter ausgebaut. In Deutschland sollen 1.800 Tesla-Ladestationen aber illegal sein. Wie das TikTok-Video von Sydney_EV zeigt, verließ er sich bei seinem Trip aber nicht nur auf die Supercharger, sondern griff auch zu einer doch eher ungewöhnlichen Lademethode. „Das hier ist für alle E-Auto-Hasser da draußen“, sagt Sydney_EV zu Beginn des Videos.

Zu sehen ist, wie sein weißer Tesla an einem Generator angeschlossen ist. „Bevor ihr anfangt zu schreien `das ist doch Diesel`. Nein, dieser Generator wird mit Chipsfett betrieben“, sagt er und schwenkt die Kamera zu einem seitlich an dem Generator angebrachten Ladepunkt für E-Autos, auf dem ein Kreislauf-Diagramm zu sehen ist. Auf diesem ist der Weg von Sonnenblumen zu Sonnenblumenöl und schließlich zu Elektrizität aufgezeichnet. Laut einem Bericht von efahrer.de sind solche Stationen gerade im australischen Hinterland keine Seltenheit, da es dort noch immer deutlich an herkömmlichen E-Auto-Ladepunkten mangelt.

Tesla lädt an Biogenerator: So umweltfreundlich wie ein Supercharger ist das nicht

Der Australier Sydney_EV ist der DailyMail zufolge so etwas wie ein „Blitzableiter“ für E-Auto-Kritiker geworden und bezeichnet sich auf seinen Social-Media-Seiten selbst als „Fürsprecher“ der E-Mobilität. Dementsprechend ließ die Kritik unter dem Video, das inzwischen mehr als 100.000 Mal angeklickt wurde (Stand: 10. Januar), nicht lange auf sich warten. „Beachte nicht all den Diesel, der verbrannt wird, um nicht nur alle Teile zu liefern, die für den Generator benötigt werden, sondern auch, um das Chipsfett zu sammeln“, schrieb ein Nutzer. „Wie kommt das Benzin denn zu ihnen?“, fragte Sydney_EV daraufhin. „Mit fliegenden Feentankern? Oder materialisiert sich das Benzin einfach im Tank?“

Mit seinem Video auf TikTok und dem Roadtrip mit seinem Tesla durch Australien wird Sydney_EV die Kritiker wohl nicht verstummen lassen. Zumal das E-Auto-Laden durch einen Biodiesel-Generator zwar deutlich emissionsärmer ist als bei einem herkömmlichen Generator, im Gegenteil zu einem Supercharger ist eine solche Lademöglichkeit dennoch nicht völlig emissionsfrei.

Auch interessant

Kommentare