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Tesla-Fahrer drohen mit Hungerstreik, um Elon Musk auf Probleme aufmerksam zu machen

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Von: Nadja Pohr

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Mehrere Teslas bilden ein „Help“
Die norwegischen Tesla-Fahrer bitten Elon Musk um Hilfe und drohen sogar mit einem Hungerstreik, wenn die vielen Probleme an den E-Autos nicht gelöst werden. © Screenshot teslahungarstrike.com

In Norwegen gibt es die meisten Teslas pro Einwohner weltweit, doch nicht jeder Tesla-Fahrer ist auch zufrieden. Weil es massive Probleme mit dem E-Auto gibt, die nicht gelöst werden, drohen einige Besitzer einen Hungerstreik an.

Oslo - Der E-Autohersteller Tesla kämpft seit einiger Zeit mit Problemen. Jedoch nicht etwa, weil die Kundschaft ausbleibt - im Gegenteil. Viele Interessenten dürfen das meistverkaufte E-Auto nicht mehr ordern, weil die Warteliste ist zu lang sei. Aber auch bei den Mitarbeitern in den Fabriken steigt der Unmut. Jüngst sorgten ungleiche Löhne in der „Giga Berlin“ in Grünheide für Ärger.

Große Fans des E-Autobauers sind jedoch weiterhin allen voran die Norweger. Mit einem kreativen Video wollten Einwohner Tesla-Chef Elon Musk sogar zu einem Besuch überzeugen. Eine Kleinstadt wurde daraufhin kurzerhand zu „Musk City“. Doch auch in Norwegen ist nicht jeder Tesla-Fahrer zufrieden. Einige sind sogar so verärgert, dass sie sich zu einem drastischen Schritt gezwungen sehen: Sie wollen in den Hungerstreik getreten.

„Bitte hilf uns“: Tesla-Fahrer kündigen Hungerstreik an und wollen so die Aufmerksamkeit von Elon Musk

In Norwegen gibt es eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Elektroautos sowie die meisten Teslas pro Einwohner weltweit. Weil die Probleme mit ihren geliebten E-Autos zuletzt immer größer wurden, richteten sich einige Tesla-Fahrer mit ihren Beschwerden an den Konzern von Elon Musk - ohne Erfolg. Ärgernisse, wie dass beispielsweise die E-Autos bei besonders warmen oder kalten Wetterbedingungen nicht starten, Lichter und Türen sowie die Bordcomputer nicht richtig funktionieren oder Ladeprobleme blieben unbeantwortet und ungelöst.

Deshalb drohen die unzufriedenen Tesla-Fahrer nun einen Hungerstreik an. Sie haben genug von vergeblichen Versuchen, Tesla zu erreichen und dann lange Wartezeiten am Telefon verbringen zu müssen, bis jemand Verantwortliches sich meldet, wie t3n.de berichtet. Die Norweger richten sich mit ihren Forderungen direkt an die Chefetage. „Elon Musk, bitte hilf uns“, schreiben sie auf einer eigens eingerichteten Tesla-Hungerstreik-Webseite.

Hinter dem Hungerstreik der Tesla-Fahrer könnte mehr stecken - Elon Musk zeigt sich unbeeindruckt

Der Branchenexperte Fred Lambert von electrek.co vermutet allerdings, dass hinter dem Hungerstreik mehr stecken könnte, als die bloße Suche nach Aufmerksamkeit von Elon Musk. Denn: Er habe auf der Hungerstreik-Website einen Link zu einer Rechtsanwaltskanzlei gefunden. Vermutlich könnte der eigentliche Sinn auch die Herbeiführung einer Sammelklage sein. Erfolgversprechend wäre es: Schon einmal hatten tausende Norweger zusammen geklagt, recht bekommen und schließlich 16.000 US-Dollar von Tesla erhalten.

Elon Musk zeigt sich von dem drohenden Hungerstreik seiner Kunden in dem skandinavischen Land jedoch unbeeindruckt und reagiert, wie auch sein E-Autounternehmen, nicht auf die Probleme - zumindest nicht direkt. Auf Twitter teilte der reichste Mann der Welt: „Auf Anraten eines guten Freundes faste ich regelmäßig und fühle mich gesünder.“ Ob dies eine spöttische Anspielung auf den Hungerstreik ist, oder der Wahrheit entspricht, weiß nur Musk selbst.

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