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Tesla-Fahrer implantiert sich Autoschlüssel in die Hand

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Von: Julian Baumann

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Ein Piercer setzt Brandon Delaly einen Chip in die Hand ein.
Brandon Delaly hat sich einen Chip mit einer Tesla-Schlüsselkarte in die Hand implantieren lassen. Damit kann er nun sein E-Auto aufschließen. © Screenshots: Twitter/Brandon Delaly

Ein Tesla-Fahrer aus den USA ließ sich einen Chip mit einer Schlüsselkarte unter die Haut implantieren. Den Vorgang dokumentierte er ihn einem kurzen Video.

Stuttgart/Austin - Die Zeiten, in denen Autos noch klassisch per Schlüssel ins Schlüsselloch aufgesperrt und gestartet werden mussten, sind lange vorbei. Selbst die Schlüssel mit Funksteuerung klingen angesichts des ständigen technologischen Fortschritts in der Autoindustrie bereits wie Schnee von gestern. Mit der Mercedes-Me-App kann man Modelle von Mercedes-Benz beispielsweise bequem per Smartphone aufschließen. Diese Funktion wurde Anfang 2020 durch NFC-Sticker ersetzt.

Diese Möglichkeit bietet auch der E-Autobauer Tesla mit der „Phone as a key“-Funktion, alternativ kann man die Modelle aber auch mit einer Schlüsselkarte aufsperren. Autoknacker können diese Funktionen aber leicht ausnutzen. Egal ob klassischer Schlüssel, Smartphone mit entsprechender App oder Schlüsselkarte, wenn man sie verliert, schaut man zunächst mal in die Röhre und kann sein Auto nicht aufschließen. Ein Tesla-Fahrer aus den USA ließ sich deshalb den Autoschlüssel direkt in seine Hand implantieren und dokumentierte den Vorgang in einem Video.

Tesla-Fahrer wollte „Probleme mit Autoschlüsseln in eigene Hände nehmen“

Wenn der Autoschlüssel verloren geht oder im schlimmsten Fall gestohlen wird, muss der Autofahrer schnellstmöglich entsprechende Schritte einleiten. Dazu zählt beispielsweise, das Fahrzeug per Zweitschlüssel an einen sicheren Ort zu transportieren und die Kfz-Versicherung zu benachrichtigen. Sollte aber kein Zweitschlüssel vorhanden sein, könnte es im schlimmsten Fall notwendig werden, die gesamten Schlösser des Fahrzeugs auszutauschen. Tesla-Fahrer Brandon Delaly muss sich darüber keine Sorgen mehr machen. „Ich habe endlich beschlossen, die Probleme mit meinen Autoschlüsseln in die eigenen Hände zu nehmen...im wahrsten Sinne des Wortes“, schrieb er auf Twitter.

In einem kurzen Video ist zu sehen, wie ein Piercer dem Tesla-Fahrer einen kleinen Chip in die rechte Hand implantiert. Der Chip verwendet die NFC-Technologie, wie auch die Sticker von Mercedes-Benz oder auch Apple Pay, mit der Brandon Delaly sein Tesla-Modell nur mit seiner Hand auf- und zuschließen kann. Im Twitter-Post verlinkte Delaly zudem Tesla-Boss Elon Musk, der zwar bislang nicht auf den Tweet geantwortet hat, die Aktion aber mit Sicherheit befürworten dürfte. Mit seinem Unternehmen Neuralink will der Multimilliardär Chips direkt ins Gehirn implantieren.

Wie Brandon Delaly gegenüber dem Portal teslarati erklärte, gehört er zu einer 100-köpfigen Beta-Gruppe des Biotech-Unternehmens VivoKey, die die Funktion des Chips testen soll. „Das Unternehmen hat tatsächlich einen wirklichen App-Store, mit dem man Apps einfach auf die Chips in seinem Körper installieren kann“, erklärte er. „Und eine dieser Apps ist eben eine Tesla-Schlüsselkarte.“

Tesla-Schlüsselkarte ist nicht erste Implantat des US-Amerikaners

Dass Brandon Delaly nach der Einsetzung des Chips in seine rechte Hand tatsächlich sein Tesla-Modell damit aufschließen kann, demonstriert er am Ende des kurzen Videos. Die Tesla-Schlüsselkarte ist allerdings nicht der erste Chip, den sich der US-Amerikaner hat einsetzen lassen. Der erste Chip, der sich in seiner linken Hand befindet, beinhaltet zum einen seinen Hausschlüssel und zum anderen medizinische Informationen wie beispielsweise seinen Corona-Impfstatus. „Die Idee war, dass ich meinen Hausschlüssel in der linken Hand und meinen Autoschlüssel in der rechten Hand habe“, sagte er gegenüber teslarati.

Die Prozedur, sich den Chip mit der Tesla-Schlüsselkarte implantieren zu lassen, kostete ihn insgesamt 400 Dollar - 300 Dollar für den Chip und 100 Dollar für den Piercer. Dass er den Schlüssel zu seinem Tesla nun jederzeit dabei hat, hat mit Sicherheit einige Vorteile. Die Frage ist allerdings: Was passiert, wenn er das Auto wechselt? Diese Frage stellte sich auch ein User unter dem Twitter-Beitrag. „Was wirst du tun, wenn du einen neuen Tesla kaufst?“, fragte er. Brandon Delaly antwortete, dass der Chip mit jedem zukünftigen Tesla-Modell verbunden werden könne.

Andere User belächelten die Maßnahme des Tesla-Fans und kommentierten etwa: „Ziemlich seltsam, aber es ist scheiße, etwas implantiert zu haben, das nicht mehr kann, als eine Tür zu öffnen. Andere können sich mit dem Gedanken von einem Chip in der Hand ebenfalls nur bedingt anfreunden. „Du wirst das noch bereuen“, heißt es in einem Tweet, oder: „Das ist gruselig!!! Pass auf, was du dir wünschst, Alter!! Nicht gut.“

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