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Pick-up Fahrer parkt Tesla-Ladestation zu und schießt mit Aufkleber gegen E-Autos

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Von: Julian Baumann

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Ein Dodge Pick-up-Truck parkt neben einer Tesla-Supercharger-Ladesäule für E-Autos.
Der Fahrer eines großen Pickups parkte eine Ladestation von Tesla zu und stichelte mit einem Aufkleber gegen E-Autos © TheTeslaLife/Twitter

Ein Fahrers eines großen Pickup-Trucks blockierte absichtlich eine Tesla-Supercharger-Station. Ein frecher Aufkleber auf dem Heck sollte E-Auto-Fahrer wohl zusätzlich ärgern.

Stuttgart - In Bezug auf den Autoantrieb der Zukunft gibt es noch immer heftige Debatten. Manche sind bereits auf ein E-Auto umgestiegen, andere halten erbittert am altgedienten Verbrenner fest und wollen von einem batteriebetriebenen Auto nichts wissen. Im vergangenen Jahr ergab eine Studie, dass fast jeder zweite Deutsche am Durchbruch der E-Autos zweifelt. Manchmal geht dieser Disput aber auch so weit, dass Fahrer von Benzin- und Dieselmodellen die E-Autofahrer bewusst provozieren, wie ein Fall aus den Vereinigten Staaten zeigt.

Die USA sind auch für Mercedes-Benz oder BMW ein wichtiger Absatzmarkt, zudem stammt der Marktführer bei den E-Autos, Tesla, aus dem Land. Dennoch wird den Einwohnern oftmals nachgesagt, dass sie mit Vorliebe große und schwere „Benzinschleudern“ fahren. Ein solcher großer Pickup der Marke Dodge RAM parkte in den USA offenbar mit voller Absicht eine Supercharger-Station von Tesla zu, wie das US-Portal InsideEVs berichtet. Ein frecher Aufkleber auf dem Heck des Fahrzeugs sollte die E-Auto-Fahrer wohl zusätzlich provozieren.

Tesla-Supercharger blockiert: Ladestation für E-Autos von Pickup zugeparkt - „identifiziere mich als Prius“

Eigentlich sind die Ladestationen, auch die Tesla-Supercharger, nur für das Laden von E-Autos und Plug-in-Hybriden gedacht. Dabei stehen manche Fahrer auch länger an der Station, als es nötig wäre. Fahrer forderten deshalb bereits drastische Strafen für Ladesäulen-Blockierer. Der Fahrer des Dodge RAM hatte aber eigentlich von Anfang nichts an den Landesäulen verloren und wollte wohl einfach einem E-Auto aus Protest die Lademöglichkeit nehmen. Zudem prangte am Heck des Pickups ein Aufkleber mit dem Satz „Ich identifiziere mich als Prius“ und der Fahrer hatte den Ladestecker in den Auspuff gesteckt.

Dass sich der Pickup-Fahrer für seine Stichelei gegen E-Autos ausgerechnet einen Toyota Prius ausgesucht hat, und nicht etwa ein Modell von Tesla, hat wahrscheinlich einen bestimmten Grund. Der Prius war das weltweit erste Auto mit einem Hybrid-Antrieb, das in Großserie produziert wurde und könnte sich fast nicht deutlicher von dem großen Dodge RAM unterscheiden. Zudem gibt es den Prius laut Focus Online in den USA größtenteils nur als sogenannten Mildhybriden, der an den Supercharger-Stationen überhaupt nicht geladen werden kann. Demnach hätte der Pickup, auch wenn er sich als Prius identifiziert, an den Ladestationen dennoch nichts zu suchen.

Seitenhieb gegen E-Autos: „Was wäre los, wenn sich ein E-Auto-Fahrer vor eine Zapfsäule stellt?“

Welche Folgen die Aktion des Pickup-Fahrers an der Tesla-Ladestation in den USA nach sich ziehen wird, ist schwer zu sagen. In Deutschland ist das Blockieren von Ladesäulen allerdings verboten und führt zu Bußgeldstrafen und dem Abschleppen des Fahrzeugs. „Zum Glück führt das in Deutschland mittlerweile zum Strafzettel und zum Abschleppen“, schreibt auch ein User auf Facebook zu der Aktion. „Wenn ich laden muss und ein Auto die Säule blockiert, ob Verbrenner, Hybrid oder E-Auto, rufe ich Polizei oder Ordnungsamt.“

Ein anderer Facebook-Nutzer meint ironisch in Bezug auf die Gender-Debatte, dass man den armen Pickup doch in Ruhe lassen solle. „Ja, aber wenn er sich doch als Prius fühlt?“, fragt er. „Auf seinen Gefühlen rumhacken find ich jetzt nicht nett, Toleranz ist da der richtige Begriff für diesen TransHybriden.“ Ein weiterer User spielt mit dem Gedanken, was wohl im umgekehrten Fall passieren wurde. „Man stelle sich mal vor, was los wäre, wenn sich ein E-Autofahrer vor eine Zapfsäule stellt“, schreibt er. „Als wenn das kein Geschrei geben würde.“

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