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„Dog Mode“ von Tesla soll eingeschlossene Tiere vor Hitze bewahren - „keine Sorge, Klimaanlage ist an“

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Von: Julian Baumann

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Das Display eines Tesla-Modells mit eingeschaltetem „Dog Mode“ (links). Ein Hund hat es sich auf dem Beifahrersitz bequem gemacht (rechts).
Der „Dog Mode“ in Tesla-Modellen reguliert die Temperatur, damit es für Tiere im geschlossenen Fahrzeug angenehm bleibt. © Screenshot: Twitter/diannaisrad

Der „Dog Mode“ von Tesla soll im Auto zurückgelassene Vierbeiner vor einem Hitzschlag schützen. Davon sind im Netz aber nicht alle User überzeugt.

Stuttgart/Austin - Gerade in Hitzeperioden, wie sie aktuell auch beim Wetter in Deutschland vorherrschen, sollten Kinder und Tiere niemals im geparkten Auto zurückgelassen werden. Der US-Hersteller Tesla hat dafür vor einiger Zeit den sogenannten „Dog Mode“ entwickelt, der die Temperaturen in den E-Autos stets auf ein angenehmes Klima regulieren und es somit auch in der prallen Sonne für Tiere erträglich machen soll. Auch Modelle des Stuttgarter Autokonzerns Mercedes-Benz verfügen seit langem über eine solche Funktion. In einem deutschen Tesla-Forum zeigen sich die User vom Tesla „Dog Mode“ allerdings nicht wirklich überzeugt.

Dieser soll die Klimaanlage des E-Autos auch dann weiterbetreiben, wenn das Auto verschlossen wird. Dadurch sollen Hunde es auch bei einem im Sommer geparkten Fahrzeug „sicher und gemütlich“ haben, wie es in einem kürzlichen Tweet von Tesla hieß. Im Forum Tesla Fahrer und Freunde (tff) und auch unter dem genannten Tweet äußern einige User allerdings Zweifel daran, dass der Modus tatsächlich so funktioniert wie gedacht.

Tesla „Dog Mode“ reguliert Temperatur im verschlossenen Auto - „keine Sorge, die Klimaanlage ist an“

Auch in Texas herrscht derzeit eine regelrechte Hitzewelle. Tesla bittet die Kunden deshalb, die E-Autos nur noch zu bestimmten Zeiten zu laden. Die Sorge in dem US-Bundesstaat ist, dass der vermehrte Einsatz von Klimaanlagen das Stromnetz überlasten könnte. Der Energieversorger EnBW sieht für Deutschland und Baden-Württemberg eine solche Gefahr zwar nicht, bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad und einer historischen Hitzewelle in Westeuropa sollten die Temperaturen aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Auch im vergangenen Jahr musste die Polizei Hunde und stellenweise sogar Kleinkinder immer wieder aus stark überhitzten Autos befreien. In Tamm bei Ludwigsburg rettete die Polizei einen Hund aus einem 49 Grad heißen Auto. Um solche Fälle künftig zu vermeiden, kann in Tesla-Modellen, die inzwischen auch in Deutschland produziert werden, der „Dog Mode“ aktiviert werden. Auf dem Display der E-Autos wird im geparkten und verschlossenen Zustand auch der Hinweis „mein Fahrer ist gleich zurück, keine Sorge, die Klimaanlage ist an“ angezeigt.

So richtig zufriedenzustellen scheint der Modus aber nicht alle User. „Er [der Modus] hält die Temperatur nicht niedrig genug, um einen Hund im Auto zurücklassen zu können“, kommentiert ein User unter den Tesla-Post auf Twitter. „Hunde können sehr schnell an Überhitzung sterben, riskiert das nicht!“. Im tff-Forum schilderte ein deutscher Tesla-Kunde vor einiger Zeit ein vergleichbares Erlebnis. „Heute stand mein Auto mit Hund in der Sonne, Dog-Mode war eingeschaltet, Akku ausreichend geladen“, schrieb er. „Durch das Glasdach und die Windschutzscheibe knallt die Sonne derart auf den Wagen, dass mir diese 20 Grad des Dog-Modes zu wenig erscheinen, es war echt warm im Auto.“

„Dog Mode“ gibt es mit Mercedes Me auch in Modellen von Mercedes-Benz

Auf Twitter schildern Nutzer neben einigen Beschwerden aber auch ihre Begeisterung für den Modus. „Der Tier-Modus rockt“, schreibt eine Userin zu einem Bild einer Katze, die es sich auf dem Beifahrersitz eines Tesla-Modells bequem gemacht hat. Manche Nutzer sind allerdings der Meinung, der „Dog Mode“ sollte in „Tier-Mode“ oder ähnliches umbenannt werden. „Wieso heißt es nicht Kinder-Sicherheits-Sensor-Modus?“, fragt zudem ein Nutzer. „Sind Hunde etwa mehr wert als Kinder?“ Im Kreis Neu-Ulm mussten Polizisten ein drei Monate altes Baby aus einem stark überhitzten Auto retten.

Bei Mercedes-Benz ist eine solche Funktion über die App Mercedes Me möglich. In einem Mercedes-Forum schilderte ein User, wie man dabei vorgehen muss. Zunächst müsse man natürlich die Klimaanlage des Autos aktivieren, dann aus dem Auto aussteigen und es mit der Mercedes Me App abschließen. „Dann bleibt es für das Tier angenehm kühl und das Auto ist sicher abgeschlossen.“ Grundsätzlich ist es aber wohl trotz verfügbarem Dog-Mode in Modellen von Tesla oder auch Mercedes-Benz ratsam, seine Haustiere nicht in einem in der prallen Sonne geparkten Fahrzeug zurückzulassen. Zumal die Hitzewelle in Europa wohl auch im August anhalten wird, wie ein Wetterexperte voraussagte.

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