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„Elon Musk-Fans an jeder Ecke“: Start-up will Tesla-Chef mit kreativem Video zu Besuch verleiten

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Von: Julian Baumann

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Aus einer norwegischen Kleinstadt wird die „Musk City“. Ein Start-up das Wallboxen für E-Autos herstellt, will den Tesla-Boss mit einem kreativen Video anlocken.

Stuttgart/Jørpeland - Die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart wird aufgrund des dortigen Hauptsitzes des Autokonzerns Mercedes-Benz oftmals als „Benztown“ bezeichnet. Die „Musk City“ befindet sich dagegen wider Erwartens nicht in Austin, Texas, wo der E-Autobauer Tesla unter Leitung von Elon Musk seinen Hauptsitz hat, sondern an der malerischen Küste Norwegens. Zumindest wenn es nach dem Start-up Easee geht, das zu Werbezwecken kurzerhand das Städtchen Jørpeland in eine Stadt voller eifriger Tesla-Fans verwandelt hat.

Das Start-up Easee, das unter anderem Wallboxen für das Laden von E-Autos in der eigenen Garage herstellt, veröffentlichte auf YouTube einen kurzen, außerordentlich professionell gemachten Videoclip. Gezeigt wird mit sehr vielen Anspielungen auf Tesla die „Musk City“, in der der umstrittene Visionär beinahe wie ein Gott verehrt wird. Hinter dem sehr unterhaltsamen Clip steckt offenbar die Absicht, den Tesla-Boss als Geldgeber für das Unternehmen nach Jørpeland zu locken. Dieser wird ab Montag, 29. August, nämlich die Offshore Northern Sea (ONS) Energiekonferenz in Stavanger besuchen.

„Musk City“: Video mit zahlreichen Tesla-Anspielungen soll Elon Musk zu Besuch bei Start-up verleiten

Das am 15. August auf YouTube veröffentlichte Video von Easee beginnt mit der malerischen Szenerie einer Brücke, die über blaues Wasser zwei Landstriche miteinander verbindet. Auf dieser Brücke kommen sich zwei schwarze Tesla-Modelle entgegen, die Motorhaube an Motorhaube stehenbleiben und sich mit einem „Furz“-Geräusch begrüßen. Die erste Anspielung in der „Musk City“ bezieht sich offenbar auf das Boombox-Feature, bei dem Tesla-Fahrer verschiedene Töne wie auch Furz- und Ziegengeräusche als Ton für die Autohupe einstellen konnten.

Eine Statue von Elon Musk umringt von Blumen im Video „Musk City“ des Start-ups Easee.
In der fiktiven „Musk City“ aus dem Clip von Easee steht eine Statue von Elon Musk auf dem Dorfplatz. © Screenshots: Youtube/Easee

Im Video von Easee sorgt die „Furz“-Begrüßung allerdings gleich zu Beginn für den richtigen Ton. „Lieber Herr Musk, mein Name ist Jonas“, heißt es dann im Video. „Ich komme aus einer kleinen Stadt an der Westküste Norwegens und wo ich lebe, gibt es Elon-Musk-Fans an jeder Ecke.“ Im Video ist derweil zu sehen, dass die Bewohner der fiktiven „Musk City“ natürlich ausschließlich Tesla fahren, eine Frau, die mit ihrem Hund spazieren geht, ein Elon-Musk-Tattoo trägt und eine Statue des großen Visionärs den Dorfplatz ziert.

Tesla und SpaceX: Auch Raumfahrt-Unternehmen von Elon Musk wird auf die Schippe genommen

Eine weitere Anspielung zeigt sich zunächst auf dem Schulranzen eines Jungen, und dann auch auf den Namensschildern einer Grundschule. Nerd-Namen wie „Yf-12“ oder „RQ-3A“ spielen wohl auf den Namen von Elon Musks Sohn X Æ A-12 mit Sängerin Grimes an. Zudem wird auch gezeigt, wie Kinder mit Spielzeugautos in Form des angekündigten Tesla Cybertruck spielen. Doch nicht nur Tesla wird im Video auf die Schippe genommen. „Ein paar Projekte von mir und meinen Freunden sind von dir inspiriert“, heißt es im Narrativ, während eine riesige, an SpaceX angelehnte Rakete in der malerischen Natur des Städtchens steht.

Ein Mann zündet mit einem Feuerzeug die riesige Lunte der Rakete an und rennt dann in sichere Entfernung, als sei das riesige Konstrukt lediglich ein Silvester-Böller. Erst tut sich nichts, doch dann hebt die Rakete ab und mäht dabei offenbar ganze Landstriche nieder. „Einige Projekte sind erfolgreicher als andere“, heißt es im Video, während die Rakete im Hintergrund wieder auf die Erde kracht. Diese Szenen sind wohl eine Anspielung auf Trümmer einer SpaceX-Rakete, die vor wenigen Wochen auf eine Farm in Australien niedergingen.

Start-up Easee an Elon Musk: Wir sind überzeugt, „dass wir eine Menge von dir lernen können“

Nach diesen Anspielungen auf Tesla und SpaceX kommt das Video von Easee zur eigentlichen Aussage. „Na ja, jedenfalls haben meine Freunde und ich dieses kleine Business gestartet“, heißt es, während die beiden Gründer in ein Tesla-Modell einsteigen, das anschließend durch eine Art Aufzug in einer Scheune mehrere Etagen nach unten fährt. „Auch wenn wir mehr daran interessiert sind, unseren eigenen Planeten zu retten - als den Mars zu besiedeln - sind sich die meisten von uns einig, dass wir eine Menge von jemandem wie dir lernen können.“ Elon Musk erklärte, dass sich praktisch jeder ein 100.000 Euro-Ticket zum Mars leisten könne.

Da das Start-up Gerüchte darüber gehört habe, dass Tesla-Chef Elon Musk im August nach Norwegen kommen werde, „haben wir uns gefragt, ob du vorbeikommen willst - auf eine Tasse Kaffee zum Beispiel“. Im Video wird derweil Kaffee zubereitet: in einem Weinglas und mit einem Flammenwerfer. Ob das norwegische Start-up, das neben Wallboxen auch an Laderobotern tüftelt, mit diesem kreativen Video voller Anspielungen den Tesla-Boss auf sich aufmerksam machen konnte, ist nicht bekannt. Elon Musk ist allerdings dafür bekannt, für lustige Aktionen durchaus etwas übrigzuhaben. Zudem wird der Multimilliardär ab Montag ohnehin in Norwegen sein und kommt möglicherweise tatsächlich für einen Kaffee in „Musk City“ beziehungsweise in Jørpeland vorbei.

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