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Elon Musk macht sich über Lucid lustig: „Habe mehr Kinder bekommen, als die Autos gebaut haben“

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Von: Julian Baumann

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Das E-Auto Lucid Air von Lucid Motors wird im Showroom in New York präsentiert. Rechts: Tesla-Chef Elon Musk.
Tesla-Konkurrent Lucid Motors hat im zweiten Quartal 2022 nur 679 Fahrzeuge verkauft. Elon Musk reagierte mit einem Seitenhieb. © Levine-Roberts/Imago & Patrick Pleul/dpa (Fotomontage: BW24)

Der E-Autobauer Lucid hat im zweiten Quartal 2022 deutlich weniger Autos verkauft als erwartet. Tesla-Boss Elon Musk reagiert darauf mit einem Seitenhieb.

Stuttgart/Newark - Der E-Autobauer Tesla ist zwar im Vergleich mit Traditionsherstellern wie Mercedes-Benz, BMW oder auch Ford noch vergleichsweise jung, hat aber bereits einige Start-ups auf den Plan gerufen, die dem Erfolg des Unternehmens von Visionär Elon Musk nacheifern wollen. Eines dieser Unternehmen, der E-Autohersteller Lucid Motors, wird vom ehemaligen Chef-Entwickler des Tesla Model S geführt. Das Luxus-E-Auto Lucid Air gilt als ernstzunehmender Tesla-Konkurrent und erhält durchweg gute Bewertungen.

Laut dem Quartalsbericht vom 3. August vermeldet das Unternehmen mit Sitz in Newark (Kalifornien) zwar mit über 37.000 Vorbestellungen eine starke Nachfrage nach dem Lucid Air, konnte in Q2 aber lediglich 679 Fahrzeuge verkaufen und 97,3 Millionen Dollar einnehmen. Tesla hatte dagegen im zweiten Quartal allen Problemen getrotzt, 254.695 Autos ausgeliefert und Einnahmen von 16,9 Milliarden Euro verzeichnet. Wohl nicht zuletzt deshalb erlaubte sich Tesla-Boss Elon Musk auf Twitter einen Seitenhieb auf die vermeintlichen Verfolger.

Lucid Motors kürzt Produktionsziele für 2022 deutlich - Tesla-Boss erlaubt sich Seitenhieb

Die aktuellen Unterbrechungen der Lieferketten und Probleme in Versand und Logistik beschäftigten die gesamte Autoindustrie. Auch deutsche Tesla-Kunden beklagten die Auslieferungsverzögerung bis 2023. Lucid Motors hatte das Jahresziel von 20.000 produzierten E-Autos bereits im März auf 12.000 bis 14.000 reduziert. In der Mitteilung der Quartalszahlen vom 3. August ist nur noch von einer zu erwarteten Produktionsmenge von 6.000 bis 7.000 Fahrzeuge die Rede. Als Grund werden „außergewöhnliche Herausforderungen in der Lieferkette und Logistik“ angeführt, die das Unternehmen aktuell aber bekämpfe.

„Wir haben die wichtigsten Engpässe identifiziert und ergreifen die entsprechenden Maßnahmen: Wir haben unsere Logistik ins Haus geholt, das Führungsteam um wichtige Mitarbeiter erweitert und unsere Logistik- und Produktionsorganisation umstrukturiert“, erklärte Lucid-CEO Peter Rawlinson. Im zweiten Quartal blieb das Unternehmen aber dennoch weit hinter den Erwartungen von Analysten zurück, die etwa das Doppelte an Einnahmen von Lucid Motors erwartet hatten.

„Lucid machte im zweiten Quartal deutliche Verluste, lieferte nur 678 Fahrzeuge aus und erzielte Nettoumsätze von 97 Millionen statt den erwarteten 147 Millionen Dollar“, schrieb der Fondsmanager Gary Black auf Twitter. „Wie Elon Musk sagt: Produktion ist hart.“ Der angesprochene Tesla-Boss reagierte mit einem Seitenhieb und schrieb: „Ich habe im zweiten Quartal mehr Kinder bekommen, als die Autos gebaut haben.“

Tesla-Chef Elon Musk will selbst zur Geburtenrate beitragen - „ich bin eine seltene Ausnahme“

Dass Tesla-Boss Elon Musk die Verlinkung von Gary Black für einen Seitenhieb auf Lucid Motors ausnutzte, hat wohl mehrere Gründe. Zum einen wird das Unternehmen, dass die Luxus-E-Autos auch in Europa auf den Markt bringen will, vom ehemaligen Tesla-Manager Peter Rawlinson geleitet und zum anderen will der reichste Mensch der Welt nach eigener Aussage selbst zu einer Steigerung der Geburtenrate beitragen.

„Im Gegensatz zu dem, was viele denken, gilt: Je reicher jemand ist, desto weniger Kinder hat er. Ich bin eine seltene Ausnahme“, schrieb er vor einiger Zeit auf Twitter. Musk hat bereits mehrere Kinder von verschiedenen Frauen und soll heimlich Zwillinge mit einer Angestellten bekommen haben.

Während Lucid Motors die Produktion in den verbleibenden Monaten deutlich ankurbeln muss, um zumindest das Produktionsziel von 7.000 E-Autos zu erreichen, will der Tesla-Chef noch viel höher hinaus. Elon Musk will Tesla zum „wertvollsten Unternehmen der Welt“ machen und kündigte bei der Jahreshauptversammlung am Hauptsitz in Austin (Texas) an, bis 2030 weitere acht Fabriken errichten zu wollen. In jeder dieser Produktionsanlagen sollen jährlich 1,5 bis 2 Millionen E-Autos gebaut werden.

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