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Ex-Recruiter verrät, über welche Frage Bewerber bei Tesla besonders häufig stolpern

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Von: Julian Baumann

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Wer einen Job beim E-Autobauer Tesla ergattern möchte, muss sich mehreren Fragen stellen. Über eine stolpern die Bewerber laut einem Ex-Recruiter besonders häufig.

Stuttgart/Austin - US-Autobauer Tesla ist in den vergangenen Jahren wohl mehr gewachsen, als die meisten anderen Unternehmen in der Weltwirtschaft. Der Börsenwert des E-Auto-Herstellers unter der Leitung von Visionär Elon Musk übertrifft inzwischen die der großen deutschen Autobauer Mercedes-Benz, BMW und VW zusammengerechnet. Doch auch in Bezug auf Standorte ist Tesla gewachsen und eröffnete Ende März die „Giga Berlin“ in Brandenburg. In Grünheide bei Berlin sollen bei voller Kapazität 12.000 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Wer einen Job bei Tesla ergattern will, muss sich, wie auch bei jedem anderen Unternehmen, bestimmten Bewerbungsfragen stellen. Wie ein ehemaliger Recruiter des US-Unternehmens dem Magazin Fast Company verriet, stolpern viele Bewerber über eine ganz bestimmte Frage, mit der Tesla vor allem die Aufrichtigkeit der Bewerber auf die Probe stellen will.

Tesla: Bewerber machen bei Gesprächen laut Ex-Recruiter einen entscheidenden Fehler

Stärken, Schwächen, Teamfähigkeit, Belastungsfähigkeit: Es gibt Fragen, die in verschiedenen Formulierungen wohl in jedem Vorstellungsgespräch zum Einsatz kommen. Für spezifische Stellenausschreibungen, eben beispielsweise in der Autoindustrie, sind aber auch spezifische Fachkenntnisse eine Voraussetzung. Auch für eine Karriere bei Porsche müssen Bewerber einiges beachten. Bei Tesla ist die entscheidende Frage, über die sehr viele stolpern, aber gar nicht so speziell. Wie der ehemalige Tesla-Recruiter Max Brown in einem Beitrag bei Fast Company verriet, bezieht sich die entscheidende Frage auf die größte technische Errungenschaft, auf die die Bewerber ganz besonders stolz sind.

„Erzählen Sie mir von Ihrer wichtigsten technischen Errungenschaft, dem Projekt, auf das Sie am meisten stolz sind“, lautet laut Max Brown, der nach eigenen Angaben über 1.000 Bewerbungsgespräche bei Tesla geführt hat, die genaue Frage. Auf den ersten Blick klingt die Frage nicht besonders schwer, viele Bewerber machen laut dem Ex-Recruiter aber den Fehler, deutlich zu hoch zu stapeln. „Meiner Erfahrung nach wählen die Bewerber instinktiv das Projekt aus, das auf dem Papier am besten klingt – aber das ist nicht immer das Beste, das ihre tatsächlichen technischen Fähigkeiten veranschaulicht“, so Brown.

Ex-Tesla-Recruiter: „Personaler wollen das technische Know-how der Kandidaten erfahren“

Sich mit einer Lüge oder zumindest einer gewissen Übertreibung in einem Jobgespräch zu präsentieren, birgt wohl immer ein gewisses Risiko. Besonders fatal wird die Sachlage aber, wenn das Unternehmen basierend auf der Antwort detaillierte Fragen stellt, die der Bewerber nicht beantworten kann. Genau so geht Tesla im Anschluss an die Frage aber vor, um die Aufrichtigkeit der Bewerber zu testen und eventuelle Lügen aufzudecken. „Der wahre Grund, warum Personaler diese Frage stellen, ist, weil sie ein Thema brauchen, das sie für Folgefragen verwenden können, um das technische Know-how der Kandidaten zu erfahren“, erklärte Max Brown gegenüber Fast Company.

Durch die Folgefragen im Bewerbungsgespräch bei Tesla könnte durch eine zu engagierte Antwort aufgedeckt werden, dass der Bewerber selbst möglicherweise gar nicht für den Erfolg des genannten Projektes verantwortlich war. Um eine solche Aufdeckung zu vermeiden, empfiehlt der Ex-Recruiter kleinere Projekte zu nennen, bei denen man selbst auch wirklich die handelnde und entscheidende Person war und sich mit allen technischen Details auskennt. „Es hilft, die Antwort in vier Teile aufzuteilen“, empfiehlt Max Brown.

Laut dem ehemaligen Tesla-Recruiter hilft dieses Vorgehen, dem Unternehmen detailliert und wahrheitsgetreu die eigene Rolle in dem jeweiligen Projekt nahezubringen. Eine hundertprozentige Erfolgschance ist das natürlich noch nicht. Durch das wahrheitsgetreue Beantworten der Frage und den Folgefragen ist ein Weiterkommen in die nächste Bewerbungsrunde aber mit Sicherheit eher möglich, als wenn man direkt einer Flunkerei überführt wird.

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