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„Es ist einfach nur eine Waffe“: Tesla-Fahrer preist Fahrgefühl von 1.000 PS starkem Model S Plaid

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Von: Julian Baumann

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Auf Facebook schildert ein Nutzer seine Erfahrungen mit einem Tesla Model S Plaid. Grundsätzlich zeigt er sich überzeugt – es gibt jedoch ein paar Kritikpunkte.

Stuttgart - Dass E-Autos in Sachen Geschwindigkeit und Power nicht mit Verbrenner-Modellen mithalten können, ist längst widerlegt. Ein E-Auto von Tesla zog sogar einen Lamborghini an einer Ampel ab. Der US-Autobauer Tesla ist bei den elektrischen Pkw zwar nach wie vor Marktführer, die früheren Modelle konnten es allerdings nicht mit elektrischen Sportwagen wie dem Porsche Taycan aufnehmen. Mit der Plaid-Ausführung der Tesla-Limousine Model S brachte das Unternehmen allerdings ein außerordentlich leistungsstarkes E-Auto auf den Markt – mit über 1.000 PS.

In einem Forum auf Facebook schilderte ein Nutzer seine Erfahrungen mit einem Tesla Model S Plaid nach 1.000 gefahrenen Kilometern. Von der Auslieferung und der Abholung der Limousine war er ganz und gar nicht begeistert, in Sachen Power steckt das Modell laut ihm aber sogar leistungsstarke Autos wie den Porsche 911 oder den Audi R8 in die Tasche. Ein VW-Fahrer, der erstmals Tesla fuhr, zog ebenfalls ein eindeutiges Fazit.

Tesla Model S Plaid: Auslieferung enttäuscht, Performance überzeugt – Autopilot „das Geld nicht wert“

Mit der Auslieferung bei Tesla waren Kunden in den vergangenen Monaten eher weniger zufrieden. Deutsche Tesla-Kunden beklagten eine Auslieferungsverzögerung bis 2023. Auch der Nutzer Julius Köber im Facebook-Forum beginnt seinen Erfahrungsbericht mit Kritik an der Auslieferung. „Absolut schlecht“, schreibt er. „Nachdem wir nach 2 Jahren endlich einen genauen Liefertermin hatten – für den 12. Dezember – und den Wagen innerhalb von drei Tagen bezahlen mussten, da er sonst wieder in den freien Verkauf gegangen wäre, wurde der Termin nach der Bezahlung insgesamt noch dreimal verschoben.“ Tesla produziert seit März 2022 zwar auch in Deutschland, in Grünheide werden bislang allerdings nur die kleineren Model Y gefertigt.

Ein rotes Tesla Model S fährt auf einer Straße.
Ein Tesla-Fahrer schildert seine Erfahrungen mit dem Model S Plaid. Von der leistungsstarken Elektro-Limousine ist er grundsätzlich überzeugt. © Tesla Deutschland

Nachdem sich Julius Köber in seinem Bericht auch kritisch in Bezug auf die Abholung zweier Model S Plaid ausgelassen hat – einer von beiden wurde offenbar mit Kratzern und lediglich zwei Radkappen angeliefert – beschreibt er das Fahrgefühl im leistungsstarken Tesla-E-Auto. „Es ist einfach nur eine Waffe!“, macht er deutlich. „Was mich positiv überrascht hat, ist das Fahrwerk. Ich habe auch das alte Model S und es ist kein Vergleich, das Fahrwerk schafft die perfekte Balance zwischen Sportlichkeit aber auch absolutem Komfort.“ Zudem biete die elektrische US-Limousine auch ein Sicherheitsgefühl, wie er es sonst nur von deutschen Sportwagen kenne.

Kritisch sieht er allerdings die verbauten Bremsen, die laut ihm „nicht wirklich dem Auto entsprechend“ seien. Ansonsten sieht er das Tesla-Modell aber größtenteils positiv und hebt neben dem Vorhandensein eines Tachos auch die großen Fortschritte bei der Qualität des Interieurs hervor. Gerade die Verarbeitung wurde bei den Teslas in der Vergangenheit immer wieder kritisiert. In Bezug auf den kontrovers diskutierten Autopiloten „Full Self Driving“ hat Köber ebenfalls eine klare Meinung. „Ich habe das volle Potential zum autonomen Fahren, dieses ist aber Stand jetzt das Geld nicht wert“, schreibt er. „Ich spekuliere aber auf gute Upgrades und eine kommende Preissteigerung in den kommenden zwei Jahren.“

Tesla Model S: User kritisieren Zustand bei Auslieferung – „wäre bei Mercedes ein handfester Skandal“

Insgesamt ist Julius Köber nach 1.000 Kilometern in seinem Tesla Model S Plaid also durchaus zufrieden. In den Kommentaren der Facebook-Gruppe greifen manche Nutzer aber nur die kritisch bemängelten Punkte auf. „Ist es nicht peinlich, dass ein derart teures Auto in so einem Zustand ausgeliefert wird? Da hätte ich schon keine Lust mehr!“, kommentiert einer, offenbar in Bezug auf die Kratzer bei der Auslieferung. „Wenn das bei Mercedes in dieser Preisklasse passiert wäre, wäre das ein handfester Skandal.“ Die Mängel bei der Auslieferung beschäftigen offenbar viele Nutzer des Forums, obwohl die Tesla-Power-Limousine im Bericht eigentlich gut wegkommt.

Bei einem Neupreiswert von 115.000 Euro, zudem bei Julius Köber nach eigenen Angaben noch rund 7.000 Euro für Farben und 8.000 Euro für das Autopilot-Upgrade kamen, erwartet man aber wahrscheinlich auch einen Topzustand. „Nicht gerade förderlich für Tesla“, schreibt ein User. „Und du kaufst gleich zwei dieser Fahrzeuge die nicht gerade billig sind, ganz ehrlich normal müsste Elon [Musk, Tesla-Chef, Anm.d.Red.] dich höchstpersönlich abholen und dir bei einem schönem Wochenende alles erklären.“ In Sachen Power und Beschleunigung macht dem Tesla Model S Plaid so schnell aber wohl kein E-Auto etwas vor.

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