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Elon Musk will weiterhin Tesla-Boss bleiben: Außer, „wenn ich von Aliens entführt“ werde

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Von: Julian Baumann

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Elon Musk, Tesla-Chef, steht auf der Baustelle der Tesla Fabrik und winkt.
Elon Musk denkt nicht daran, sich vom Posten des Tesla-Chefs zu verabschieden. Der E-Autobauer würde seiner Meinung nach aber auch ohne ihn zurechtkommen. © Christophe Gateau/dpa

Elon Musk denkt nicht daran, seine Position als Tesla-Boss aufzugeben. Zugleich ist er aber der Meinung, der E-Autobauer würde auch ohne ihn klarkommen.

Stuttgart/Austin - Wohl kaum ein Unternehmen der weltweiten Wirtschaft wird derart mit seinem CEO identifiziert wie der E-Autobauer Tesla mit Elon Musk. Der Visionär steht bereits seit 2008 an der Spitze des US-Unternehmens und denkt auch nicht daran, diesen Posten zu räumen, wie er bei der Tesla-Aktionärsversammlung sagte. Stattdessen präsentierte der aktuell reichste Mensch der Welt den Anlegern seine engagierten Pläne für den Autobauer. Elon Musk will Tesla zum „wertvollsten Unternehmen der Welt“ machen und kündigte an, bis 2030 weitere sieben oder acht Gigafabriken errichten zu wollen.

Elon Musk gilt allgemein als Gründer von Tesla und darf sich nach einem gewonnenen Rechtsstreit offiziell als Mitbegründer des E-Autobauers bezeichnen, den CEO-Posten hat der gebürtige Südafrikaner aber erst ab dem Jahr 2008 inne. Seitdem hat der Visionär seinen Traum von einem E-Auto für jedermann aber kontinuierlich vorangetrieben und gilt als Schlüsselfigur der E-Mobilität. Bei der Aktionärsversammlung erklärte der Tesla-Boss allerdings, dass sein Team durchaus in der Lage sei, die Erfolgsgeschichte von Tesla auch ohne ihn weiterzuschreiben, berichtet Finanzen.net.

Tesla-CEO und größter Aktionär: Investoren äußern Sorge über „Risiko der Schlüsselfigur“

Im Gegensatz zu Kollegen wie Mercedes-Chef Ola Källenius oder Ford-Chef Jim Farley ist Elon Musk nicht nur der Vorstandsvorsitzende von Tesla, sondern zudem der Chefingenieur und größter Aktionär. Ein Ex-Tesla-Manager erklärte, wie Elon Musk wirklich tickt. Weil der Tesla-Chef neben all diesen Funktionen noch die Unternehmen SpaceX (Weltraumforschung), The Boring Company (Tunnelbauer) und Neuralink (Neurotechnologie) leitet, befürchten Investoren des E-Autobauers, dass er mit einer möglicherweise erzwungenen Twitter-Übernahme bald keine Zeit mehr für Tesla haben werde. Auf der Aktionärsversammlung Anfang August sprach ein Investor laut Finanzen.net ebenfalls seine Sorge über das „Risiko der Schlüsselfigur“ bei Tesla aus.

Der Tesla-Chef machte bei der Versammlung, bei der er mit Begeisterung und Standing Ovations empfangen wurde, aber klar, dass er nicht beabsichtige, seine Position als CEO zu räumen. „Ich habe die Absicht, solange bei Tesla zu bleiben, wie ich mich als nützlich erweisen kann, und ich denke, dass ich am nützlichsten beim Produktdesign und bei der Herstellung sein kann, also im Grunde beim Fabrikdesign, Produktdesign und bei der Optimierung der Herstellung“, erklärte Elon Musk.

Elon Musk überzeugt: Tesla würde ohne ihn funktionieren - „auch wenn ich von Aliens entführt“ werde

Obwohl Tesla als Marke ohne Elon Musk nahezu undenkbar ist, hat der Visionär selbst keinen Zweifel daran, dass der E-Autobauer irgendwann ohne ihn klarkommen werde. „Wir haben ein sehr talentiertes Team hier, also ich denke, Tesla würde weiterhin sehr gut abschneiden“, sagte er und fügte in scherzhafter Weise hinzu: „Auch wenn ich von Aliens entführt würde oder vielleicht zurück auf meinen Heimatplaneten gehen würde.“ Das brachte ihm auf der Aktionärsversammlung einige Lacher ein. Elon Musk hatte bereits zuvor Witze darüber gemacht, dass er eigentlich vom Planeten Mars stamme.

Mit seinem Unternehmen SpaceX strebt der Multimilliardär an, Menschen auf den Mars überzusiedeln. Elon Musk ist außerdem der Meinung, praktisch jeder könne sich ein 100.000 Dollar-Ticket zum Mars leisten. Bei Tesla wird der Visionär aber wohl noch lange am Hebel bleiben. „Ich arbeite auf jeden Fall so hart, wie ich kann, und ich freue mich sehr auf die Zukunft des Unternehmens, und ich glaube, dass es eine sehr gute Zukunft hat, auch ohne mich“, erklärte er. „Ich werde nicht gehen, um das klarzustellen.“ Beim deutschen Konkurrenten Volkswagen steht dagegen eine Änderung an der Spitze bevor. Auf Herbert Diess folgt Porsche-Chef Oliver Blume.

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